Formel 2

Zwei Briten dominieren in der Formel 2 - Rückblick 2010: Stoneman gegen Palmer

Gegen Dean Stoneman und Jolyon Palmer hatte in der Formel 2-Saison 2010 kaum ein anderer Fahrer eine Chance.
von Fabian Schneider

Motorsport-Magazin.com - Die Formel 2-Meisterschaft war in dieser Saison eine rein britische Angelegenheit, denn Champion und Vize-Meister stammten in den zweiten Saison der 2009 wiederbelebten Nachwuchsserie von der Insel. Nach spannenden Rennen setzte sich der Brite Dean Stoneman am letzten Rennwochenende der Saison im spanischen Valencia gegen seinen Landsmann und Konkurrenten Jolyon Palmer durch.

Bereits beim Auftakt in Silverstone legten die beiden Briten los. Palmer fuhr zum ersten Saisonsieg, knapp dahinter kam Dean Stoneman auf dem zweiten Platz ins Ziel. Im zweiten Lauf schied Stoneman aus, Palmer kam auf Rang zwei. Geschlagen wurden beide von Philipp Eng, der sie in der ersten Saisonhälfte noch des öfteren ärgern sollte.

Philipp Eng konnte nur in den ersten Rennen mithalten - Foto: Formula Two

Eng gewann nicht nur das zweite Rennen in Silverstone, sondern auch den zweiten Lauf im fernen Marrakech. Addiert mit dem zweiten Platz im ersten Rennen gelangte Eng sogar an die Tabellenspitze und hatte mit 19 Punkten einen beruhigenden Vorsprung.

Für den Österreicher lief dann aber so ziemlich alles verkehrt. In den folgenden fünf Rennen ging der 20-Jährige komplett leer aus, sammelte keine Punkte und wurde immer weiter durchgereicht. Am Ende der Saison musste sich Eng mit einem enttäuschenden sechsten Platz in der Gesamtwertung zufrieden geben.

Das Duell zwischen Stoneman und Palmer spitzte sich dagegen immer weiter zu, die Führung in der Meisterschaft wechselte immer wieder zwischen den beiden Briten, die sich bis zum letzten Rennen deutlich vom Rest des Feldes absetzten.

Der Anruf von Eddie Irvine

Ihre Dominanz lässt sich einfach in Zahlen ausdrücken. Elf der 18 möglichen Rennsiege fuhren sie ein, Stoneman gewann fünf Rennen, Palmer siegte sogar sechs Mal. Auch im Qualifying waren sie fast unschlagbar, ebenfalls elf Mal hieß der schnellste Fahrer Stoneman oder Palmer.

Zum Highlight kam es ausgerechnet bei ihrem zweiten Heimspiel. In Brands Hatch kollidierte Stoneman mit Palmer und wurde nach dem Rennen bestraft. Wenig später zog Palmer in der Meisterschaft wieder an Stoneman vorbei, leistete sich dann aber ein schwaches Wochenende in Oschersleben, während sein Konkurrent einen Doppelsieg einfuhr - die Vorentscheidung.

Beim Finale in Valencia reichte Stoneman ein neunter Rang, um die Meisterschaft unter Dach und Fach zu bringen. Sein Titelgewinn hatte allerdings auch andere Folgen - in England bekam Stoneman, der von seiner Figur stark an Nigel Mansell erinnert, mehr Aufmerksamkeit. "Nach einem Radio-Interview mit dem BBC hat mich sogar Eddie Irvine angerufen, um mir zu gratulieren", so der neue Meister.


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