Nachdem wir hier am Freitag und Samstagmorgen so stark waren, wurde das Qualifying eine Enttäuschung. Morgens waren Jacques und ich noch Dritter und Vierter gewesen, am Nachmittag hat es dann nicht für die Top Ten gereicht. Warum das so war, verstehen wir selber noch nicht.

Auf meiner besten Runde hatte ich einen Fehler, der zwei Zehntelsekunden gekostet haben dürfte. Ohne diesen Fehler hätte es zwar auf jeden Fall für die Top Ten gereicht, denn es haben ja nur sieben Hundertstel gefehlt. Das erklärt trotzdem nicht, warum wir heute insgesamt so viel schlechter waren als die Tage zuvor.

Das Auto hat sich zwischen den Outings recht stark verändert. Zu Beginn des Qualifyings hat es über-, später untersteuert. Ob diese Balance-Veränderung mit den hohen Temperaturen zusammenhing oder nicht, wissen wir noch nicht. Wir haben jedenfalls mit diesem Medium-Downforce-Paket in Monza getestet, und es hat funktioniert. Hier in Montréal war die Pace im Training einfach super. Genau daran müssen wir jetzt auch anknüpfen, anstatt uns weiter über das unerwartet schlechte Ergebnis zu ärgern. Wir sind vor dem Qualifying gute Longruns gefahren, wir können morgen Punkte holen.

Gefreut habe ich mich über das 2:0 für Deutschland, obwohl ich den Anfang leider verpasst habe. Die Tore waren schon gefallen, als ich zum Fernseher kam. Aber das restliche Spiel hat mir Spaß gemacht. Ich hoffe, ich sehe die deutsche Mannschaft noch ein paar Mal spielen, wenn wir wieder zuhause sind.