Pech kommt in vielen Farben und Geschmäckern und vor allem zu den verschiedensten Zeitpunkten. So kann es einem Formel-1-Fahrer durchaus einiges kosten, wenn es mit Bestzeit unterwegs ist und schon etwas früher eintrifft. Das durfte David Coulthard merken, der nach einer Verkettung unglücklicher Umstände bereits in Session eins aus dem Qualifying ausschied. "Mein erster Run war nicht ganz sauber, aber in meinem zweiten ist ein Super Aguri vor mir in Kurve acht von der Strecke gekommen, also musste ich zurückstecken. Dadurch habe ich eine halbe Sekunde verloren, die ich auf der restlichen Runde nicht mehr aufholen konnte. Auf der nächsten Runde wollte ich dann noch einmal Druck machen, aber dann hatten meine Reifen ihre Performance verloren", erzählte Coulthard.
Christian Klien kam in den Genuss der verspäteten und abgeschwächten Variante des Pechs. Kurz vor Ende der Session zwei fuhr er sich auf Platz zehn nach vorne und damit eigentlich in Session drei. Doch Robert Kubica legte seinerseits noch kürzer vor dem Session-Ende noch einmal nach und Klien war wieder draußen. Besonders deprimiert hat ihn das aber nicht. "Ich bin sehr glücklich über das Qualifying-Ergebnis", meinte der Österreicher, der am Sonntag wegen Ralf Schumachers Motorwechsel damit als Zehnter ins Rennen gehen wird. "Jedes Mal als ich rausgegangen bin, sind die Reifen besser geworden. Wir haben den Frontflügel etwas verändert, da es ein wenig Untersteuern gab als ich mehr Druck machen wollte und am Ende hatte ich eine gute Balance", war Klien zufrieden. Wenn das Pech eben etwas später und dafür milder zuschlägt, kann man eben auch noch am Setup arbeiten.

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