Nick Heidfeld konnte nach dem Training zufrieden sein, auch wenn er den wartenden Journalisten immer wieder das gleiche erzählen musste: "Das beste Ergebnis, das wir dieses Jahr im Qualifying hatten. Quali eins und zwei waren auch schon nicht schlecht." Aufgrund der erfreulichen Nachricht, die er da verkünden durfte, wird ihm diese dauernde Wortwiederholung aber relativ leicht gefallen sein.
Einziges kleines Wölkchen, das sich über Heidfelds Qualifying-Sonnenschein legte, war eine kleine Schwierigkeit im Zeitmanagement. "Die Balance war ganz in Ordnung, nur mit dem Timing hatten wir am Schluss ein kleines Problem und ich musste auf der Outlap ein bisschen mehr Gas geben als ich wollte, sonst hätte ich wahrscheinlich keine Runde mehr hinbekommen. Das hat mich hinten raus ein bisschen Zeit gekostet", meinte der BMW-Sauber-Pilot.
Doch von hätte, wäre, wenn ließ er sich die Stimmung auch nicht zusätzlich vermiesen, denn auch sein Teamkollege Robert Kubica hatte mit Platz neun für ein gutes Resultat gesorgt. "Top-Zehn ist immer unser Ziel. Dass wir jetzt mit beiden Autos drinnen sind und ich Sechster bin, überrascht uns ein bisschen. Jetzt müssen wir einmal schauen, wie morgen die Performance im Rennen ist. Da haben wir noch kleine Probleme mit den Reifen mit Graining. Mit den Bedingungen morgen sollte das aber besser werden", sagte Heidfeld, der nur einen kleinen bescheidenen Wunsch für das Rennen hatte: "Es wäre super, wenn wir in dem Bereich bleiben könnten."
Dieser Bereich würde wieder gute Punkte für ihn und das Team bedeuten: Dass es wie in Ungarn für das Podium reichen könnte, hält er aber unter normalen Umständen für wenig realistisch. Ein Punkterang ist dafür fast schon ein Muss. "Punkte müssen unser Ziel sein. Die sind immer unser Ziel, auch wenn wir unter den ersten 12 oder 14 starten und ich starte von P6", meinte der Mönchengladbacher. Eigentlich startet er nach der Strafversetzung von Ralf Schumacher sogar von P5.

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