Nach einem Sieg weiß man immer, dass alles richtig war. Schließlich hätte es sonst nicht funktioniert. Für Teamchef Nick Fry war der Premierensieg für Honda auch so etwas wie eine kleine Befreiung gegenüber der Konzernzentrale in Japan. "Siege nehmen immer Druck weg. Honda in Japan versteht die Herausforderung, die die Formel 1 darstellt - deswegen sind wir ja hier. Es wird auch nächste Woche so sein", sagte Fry.

Dass es aber nicht nur daran lag, dass bislang in der Mannschaft in die richtige Richtung gearbeitet wurde, wusste der Teamchef auch: "Dieser Sieg hatte einige außergewöhnliche Begleitumstände. Es war nass, es wurde trocken. Jenson ist im Nassen sehr gut. Das Auto war aber gut, die Mannschaft hat eine gute Arbeit gemacht, nicht eine Sache falsch gemacht und deswegen haben wir gewonnen."

Wegen dieser Begleitumstände sieht Fry zwar auch in Zukunft Siegchancen. An denen muss aber noch gearbeitet werden: "Es gibt immer eine Chance zu gewinnen. Die Chancen sind aber nicht so groß wie wir das gerne hätten."

An diesem Sonntag wusste er cirka zehn Runden vor Schluss, dass diesmal der Sieg nicht nur eine Chance sein würde, sondern Tatsache. "Trotz aller möglichen Probleme, wussten wir, selbst wenn Jenson noch einmal hereinkommen hätte müssen, hätten wir den Stopp machen können und er wäre wieder vor Michael rausgekommen", sagte Fry. Später wurde aus dem Verfolger Michael Schumacher zwar noch Pedro de la Rosa, an der Situation änderte das aber nichts, da der Vorsprung ja annähernd gleich blieb.

Damit blieb dann am Schluss nur dieses Gefühl, das nur Sieger kennen: "Es fühlt sich großartig an. Das Auto hat sich verbessert, wir haben hart daran gearbeitet. Dieses Rennen war außergewöhnlich, weil wir eine nasse Strecke hatten - Jenson ist großartig im Nassen. Dann trocknete die Strecke, wir sind richtig damit umgegangen und haben gewonnen." Man weiß eben wirklich, dass alles richtig war.