Michael Schumacher, bekennender Fußballfan, saß am Samstag beim Spiel Deutschlang gegen Portugal im Gottlieb-Daimler-Stadion in Stuttgart und erlebte den 3:1 Erfolg der deustchen Mannschaft live mit. "Das war unglaublich schön, eine super Atmosphäre, Corinna und ich haben den Abend total genossen", schwärmt Schumacher auf seiner Homepage. "Vielleicht habe ich das ja nur so empfunden, weil ich Deutscher bin und die deutsche Mannschaft spielte, aber wenn ich diesen Abend mit dem, was ich gestern am Fernseher gesehen habe, vergleiche - dann hatte ich fast den Eindruck, die Finalspiele wären vertauscht gewesen...!"
Das Endspiel am Sonntagabend schaute Familie Schumacher dann allerdings zuhause an, der Sieg der Italiener war für den Deutschen jedoch der perfekte Abschluss der Weltmeisterschaft, das Tüpfelchen auf dem "i". "Keine Frage, das freut mich für die Mannschaft, aber vor allem auch für unser Team," so Schumacher weiter. "Das Spiel war dramatisch, ein sehr umkämpftes Finale mit einem für mich guten Ende. In gewisser Weise kann man jetzt sagen, am Samstagabend hat erst der deutsche Teil meines Herzens gewonnen und gestern abend der italienische. Es war ein toller Abschluss einer einmaligen Veranstaltung, denn ich finde einfach, diese WM war eine ganz besondere WM."
Am kommenden Wochenende steht für den Ferrari-Piloten das nächste Formel 1-Rennen auf dem Programm und nach vielversprechenden Tests und dem Sieg in Indianapolis ist der 37-jährige fest entschlossen, im Kampf um die diesjährige WM noch ein entscheidendes Wörtchen mitzureden. "Indianapolis war ein extrem ermutigendes Rennen, trotzdem darf man es nicht überbewerten - der Abstand war zu groß, er stellt das Kräfteverhältnis nicht wirklich dar, er verfälscht es. Aber es tut schon gut, ein wenig von diesem Momentum nun mitzunehmen, weil wir davor einige Rennen hatten, die nicht ganz so rund liefen."
"Dennoch glaube ich, dass das Rennen jetzt in Frankreich eine ganz andere Geschichte werden wird, die sich erst einmal entfalten muss. Wir haben ja zuletzt häufig gesehen, dass sich die Verhältnisse anhand von Kleinigkeiten extrem verändern," fährt Schumacher fort. "So kann es auch in Magny Cours werden, aber wissen können wir es frühestens am Freitag, wenn wir alle zum ersten Mal auf der Strecke waren." Von nun an werde er erst recht kämpfen und jede Gelegenheit nützen, verspricht er. "Vielleicht wird es kleine Rückschläge geben, aber ich bin überzeugt, dass wir noch alle Chancen haben. 19 Punkte sind machbar, daran glaube ich fest. Wir haben den unbedingten Willen zum WM-Sieg, wir werden kämpfen bis zum Schluss und auf keinen Fall aufgeben."

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