13 Jahre lang war die Formel 1 für ihn ein Teil seines Alltags - ein anstrengender, aber auch Energie spendender Lebensabschnitt, und immer voller Herausforderungen. Im Vorjahr hat sich Peter Sauber von diesem Lebensabschnitt als Teambesitzer in der Formel 1 verabschiedet, seinen Stall an Automobilgigant BMW verkauft und somit auch das Überleben des Privatteams gesichert. In Malaysia war Peter Sauber erstmals seit dem Verkauf wieder im Fahrerlager, besuchte sein Team.

Im Interview mit dem Kicker erzählte der 62jährige: "Es hat mich gefreut, wieder den Formel-1-Zirkus zu besuchen, der ja 13 Jahre lang meine Familie war. Vor allem, dass mich diese Familie, insbesondere Bernie Ecclestone, so herzlich wieder aufnimmt. Das tat gut."

Operativen Einfluss würde er keinen mehr auf sein früheres Team nehmen, erklärte der Schweizer. Er habe sich "als Gast gefühlt", fügte er hinzu. Besondere Freude bereiteten Sauber jene zwei WM-Zähler, die Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve an Land zog - so fühlte er sich in seiner früheren Fahrerwahl bestätigt: "Ich habe mich über die ersten zwei WM-Punkte von Jacques Villeneuve sehr gefreut. Ich war schon letztes Jahr der Meinung: Wer einmal Weltmeister war, der kann das Rennfahren nicht verlernt haben. Aber es war auch klar: Selbst ein Weltmeister kann die Pause von einem Jahr nicht so ohne weiteres wegstecken. Jetzt knüpft er an seine erste Formel-1-Periode an und ist schon fast wieder der Villeneuve von früher."

Auch wenn das BMW Sauber-Team stellenweise mit überraschend guten Trainingszeiten aufwarten und immerhin zweimal zwei WM-Punkte erobern konnte - vorschnelle Erwartungen solle man dennoch tunlichst vermeiden, appellierte Peter Sauber: "Wann hat Renault Benetton gekauft? Im Jahr 2000. Und 2005 sind sie Weltmeister geworden. Es ist wichtig, dass man auch dem neuen Team Zeit lässt. Wunder gibt´s keine im Rennsport."