Im Jubel über den Titelgewinn von Kimi Antonelli ging der Horrorcrash von Valtteri Bottas in Mexiko fast unter. Dabei zählt der Cadillac-Pilot in Mexiko-Stadt ohne Übertreibung zu den Gewinnern des Formel 1-Rennens. Ende der Runde 45 brach am MAC-26 des Finnen kurz vor Kurve 1 plötzlich die linke Vorderradaufhängung. An dieser Stelle erreichen die Boliden Geschwindigkeiten von mehr als 300 km/h.

Valtteri Bottas stieg voll auf die Bremse und zwang den Cadillac in einen Dreher, um einen frontalen Einschlag zu verhindern. Dadurch schlug er rückwärts in die Tecpro-Barriere ein. Die Rennleitung rief zunächst das Virtual Safety Car aus und unterbrach das Rennen kurz darauf mit der roten Flagge, um die stark beschädigte Streckenbegrenzung in Mexiko zu reparieren. Erst nach 40 Minuten erfolgte der Re-Start.

Als Bottas unmittelbar nach dem Unfall über den Teamfunk gefragt wurde, ob es ihm gut gehe, antwortete er sichtlich emotional: "Nein. Scheiße!" Voller Wut entriegelte er das Lenkrad und warf es raus, sodass es seitlich runterfiel, und fluchte vor sich hin, woraufhin man ihn anwies, den Funk abzuschalten. Es dauerte einige Minuten, ehe er aus dem Wrack ausstieg. Anschließend lief er aus eigener Kraft zum Medical Car und ließ sich im Medical Center gründlich untersuchen.

Pérez verlängere seinen Cadillac-Vertrag bis mindestens 2029, die Zukunft von Bottas ist ungewiss. Mehr dazu in diesem Artikel:

In einer ersten Stellungnahme teilte Cadillac mit, dass Bottas sich vorsorglich weiteren medizinischen Checks unterziehen werde. Wenig später folgte die Entwarnung: Der Finne konnte das medizinische Zentrum wohlauf wieder verlassen. "Der Aufprall vor Kurve 1 war heftig, aber zum Glück geht es mir gut. Vielen Dank an das medizinische Team, das mich untersucht hat, und an alle Helfer an der Unfallstelle", erklärte Bottas in der offiziellen Pressemitteilung des Teams. "Das zeigt, wie viel Wirkung die harte Arbeit zeigt, die die FIA über viele Jahre hinweg investiert hat, um unseren Sport so sicher wie möglich zu machen."

Antonelli jüngster F1-Weltmeister! Ferrari-Zoff: Hamilton sauer auf Leclerc (10:03 Min.)

Umfassende Untersuchungen bei Cadillac nach Mexiko-Crash

Von den obligatorischen Mediengesprächen nach dem Rennen wurde er befreit. "Es war ein sehr ereignisreicher Tag in Mexiko-Stadt. Zunächst einmal sind alle erleichtert, dass es Valtteri nach dem Zwischenfall gut geht", teilte Teamchef Marcin Budkowski mit. Pikant: Es war nicht das erste Mal in dieser Saison, dass der Cadillac mit der Technik zu kämpfen hatte. Neben häufigen Bremsproblemen brach am MAC-26 von Sergio Pérez in Montreal die Vorderradaufhängung auf der rechten Seite.

Entsprechend forderte Bottas nach seinem Crash eine lückenlose Aufklärung: "Wir müssen als Team alles gründlich aufarbeiten, um genau zu verstehen, was passiert ist, und sicherstellen, dass wir daraus lernen", so der Finne. Seitens des Teams hieß es dazu: "Wir werden die Ursache dieses Defekts umfassend untersuchen und sicherstellen, dass sich solche Unfälle nicht wiederholen."

Auch für Ferrari lief es in Mexiko nicht nach Wunsch. Nach der Eskalation zwischen Hamilton und Leclerc hängt der Haussegen schief. Mehr dazu in diesem Artikel: