Kimi Antonelli hat es geschafft! Mit dem vorzeitigen Titelgewinn beim Großen Preis von Mexiko krönte er sich zum jüngsten Weltmeister der Formel 1-Geschichte, und das in seiner erst zweiten Saison. Damit tritt er in die Fußstapfen von Lewis Hamilton, der sich 2008 ebenfalls in seinem zweiten Jahr den Titel sicherte und 2014 den ersten Fahrertitel für Mercedes seit Juan Manuel Fangio 1955 feierte. Motorsport-Magazin.com blickt in die Geschichtsbücher und stellt Antonellis Vorgänger vor.

Der erste Mercedes-Weltmeister: Juan Manuel Fangio

Wer ist der größte Formel-1-Pilot aller Zeiten? Genannt werden meist Michael Schumacher, Ayrton Senna, Lewis Hamilton oder Max Verstappen. Ein Blick in die Statistik führt jedoch zu einem anderen Namen: Juan Manuel Fangio. Bei nur 51 Starts gelangen ihm 24 Siege, 29 Pole Positions und 23 schnellste Runden. Zudem startete er 48 Mal aus der ersten Reihe. Seine Siegquote von über 47 Prozent ist bis heute unerreicht und dürfte kaum jemals übertroffen werden.

Juan Manuel Fangio fährt Mercedes in Silverstone
Der erste Weltmeister im Mercedes: Juan Manuel Fangio, Foto: IMAGO/ZUMA Press Wire
Juan Manuel Fangio gewinnt vor Stirling Moss
1954 und 1955 kam es an Fangio kein Vorbeikommen, Foto: IMAGO/TT
Juan Manuel Fangio im Mercedes Benz
Fangio gilt bis heute als Formel-1-Legende, Foto: IMAGO/TT

Fangios Erfolgsrezept war einfach: "Fahre immer nur ein bisschen schneller als der Zweite." In insgesamt zwölf Rennstarts für Mercedes krönte sich "El Chueco" (Der Krummbeinige), wie Fangio genannt wurde, zweimal in Folge zum Weltmeister. Kurios: Fangio schaffte es ohne Führerschein zum fünffachen F1-Champion. Erst drei Jahre nach seinem Karriereende legte er die Prüfung ab.

Der erfolgreichste Mercedes-Weltmeister: Lewis Hamilton

Am 28. September 2012 ließ Mercedes die Bombe platzen: Lewis Hamilton verließ nach sechs Jahren und 110 Rennen McLaren und wurde Nachfolger von Michael Schumacher. Dass er eines Tages so erfolgreich werden würde wie der deutsche Rekordchampion, war damals nicht absehbar, denn Mercedes war kein Weltmeisterteam. Erst die Turbo-Hybrid-Ära ab 2014 brachte eine Dominanz, wie es sie in der Formel 1 zuvor nie gegeben hatte.

Lewis Hamilton jubelt mit britischer Flagge
In seinem zweiten F1-Jahr gewinnt Hamilton die WM, Foto: IMAGO/ZUMA Press Wire
Hamilton überquert die Ziellinie
Mercedes dominierte ab der Saison 2014, Foto: imago/HochZwei
Lewis Hamilton zeigt den Daumen nach oben
Insgesamt sechs Fahrertitel holt Hamilton in seinen zwölf Jahren bei Mercedes, Foto: imago images/PanoramiC

Bis 2021 gab es für die Konkurrenz nur wenig Grund zum Feiern: Hamilton gewann mit Mercedes sechs Titel. Er stellte seinen Mercedes-Boliden 78-mal auf die Pole Position und überquerte 84-mal als Erster die Ziellinie. Zudem erzielte er 55 schnellste Rennrunden bei 246 Starts für den deutschen Hersteller.

Der dritte Mercedes-Weltmeister im Bunde: Nico Rosberg

Sieben Jahre fuhr Nico Rosberg für Mercedes. Zu Beginn stellte ihn die Zusammenarbeit mit Teamkollege Michael Schumacher vor die bis dahin größte Herausforderung seiner Karriere und bestand im Duell gegen den Superstar. Der Sohn von Keke Rosberg, Weltmeister von 1982, bekam 2013 mit Hamilton den härtesten Gegner seiner Laufbahn als Teamkollegen.

Nico Rosberg badet in der Menge
2016 gelang Nico Rosberg das WM-Kunststück, Foto: imago/Eibner
Nico Rosberg jubelt nach Titelgewinn
Mit dem Titelgewinn hatte Rosberg seinen Traum erfüllt, Foto: imago/HochZwei
Nico Rosberg springt von seinem Auto
Der Deutsche war außer sich vor Freude, Foto: imago/Eibner

Nach vier nervenaufreibenden Jahren und beinharten Duellen krönte er sich 2016 zum Weltmeister und zog sich daraufhin aus der Königsklasse zurück. Bei 136 Starts für Mercedes gelangen ihm 23 Siege, 30 Pole Positions und 18 schnellste Rennrunden.