Mark Webbers Pole Position in Korea war die 200. in der Geschichte der Renault-Werksmotoren. Nach Ferrari ist der französische Hersteller damit erst der zweite Motorenfabrikant, dem dieses Kunststück gelingt. Eine ganze Reihe großer Namen trug sich in die lange Liste von Polesettern mit Renault-Motoren ein. Motorsport-Magazin.com wirft einen Blick zurück auf die Erfolge der vier Motorengenerationen der Powerpakete aus Frankreich, die in Viry-Chatillon gefertigt werden., Foto: Sutton
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Mark Webbers Pole Position in Korea war die 200. in der Geschichte der Renault-Werksmotoren. Nach Ferrari ist der französische Hersteller damit erst der zweite Motorenfabrikant, dem dieses Kunststück gelingt. Eine ganze Reihe großer Namen trug sich in die lange Liste von Polesettern mit Renault-Motoren ein. Motorsport-Magazin.com wirft einen Blick zurück auf die Erfolge der vier Motorengenerationen der Powerpakete aus Frankreich, die in Viry-Chatillon gefertigt werden.

1. Pole Position - Jean-Pierre Jabouille Südafrika 1979. Am Anfang wurde Renault belächelt. Mit der damals völlig unausgereiften Turbotechnologie erlitten die Visionäre eine Pleite nach der nächsten. Doch die Hartnäckigkeit zahlte sich aus: Nach und nach bekamen die Ingenieure die anfällige Technologie in den Griff und sollten die Formel 1 an der Schwelle der 70er- zu den 80er-Jahren revolutionieren. Einen wichtigen Schritt ging dabei Jean-Pierre Jabouille, der beim Großen Preis von Südafrika am 2. März 1979 Geschichte schrieb und als erster Fahrer mit einem turbogetriebenen Fahrzeug gleichzeitig die erste Pole Position für Renault einfuhr. Im Rennen hatte er weniger Glück: Er fiel aus - natürlich mit Motorschaden., Foto: Sutton
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1. Pole Position - Jean-Pierre Jabouille Südafrika 1979. Am Anfang wurde Renault belächelt. Mit der damals völlig unausgereiften Turbotechnologie erlitten die Visionäre eine Pleite nach der nächsten. Doch die Hartnäckigkeit zahlte sich aus: Nach und nach bekamen die Ingenieure die anfällige Technologie in den Griff und sollten die Formel 1 an der Schwelle der 70er- zu den 80er-Jahren revolutionieren. Einen wichtigen Schritt ging dabei Jean-Pierre Jabouille, der beim Großen Preis von Südafrika am 2. März 1979 Geschichte schrieb und als erster Fahrer mit einem turbogetriebenen Fahrzeug gleichzeitig die erste Pole Position für Renault einfuhr. Im Rennen hatte er weniger Glück: Er fiel aus - natürlich mit Motorschaden.

25. Pole Position - Rene Arnoux Frankreich 1982. Unvergessen sind die Auftritte des rein französischen Werksteams Anfang der 80er-Jahre. Die Konkurrenz hat mittlerweile nachgezogen und ihrerseits Turbomotoren an den Start gebracht. Der gerade frisch entdeckte Ground-Effect brachte Kurvengeschwindigkeiten hervor, die zuvor als undenkbar galten. Renault mischte kräftig mit und brachte mit Alain Prost und Rene Arnoux ein rein französisches Team an den Start. Letzterer sorgte in der Heimat für das erste kleine Jubiläum von Renault mit der 25. Pole Position. Dieser ließ er auch gleich einen Sieg folgen., Foto: Sutton
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25. Pole Position - Rene Arnoux Frankreich 1982. Unvergessen sind die Auftritte des rein französischen Werksteams Anfang der 80er-Jahre. Die Konkurrenz hat mittlerweile nachgezogen und ihrerseits Turbomotoren an den Start gebracht. Der gerade frisch entdeckte Ground-Effect brachte Kurvengeschwindigkeiten hervor, die zuvor als undenkbar galten. Renault mischte kräftig mit und brachte mit Alain Prost und Rene Arnoux ein rein französisches Team an den Start. Letzterer sorgte in der Heimat für das erste kleine Jubiläum von Renault mit der 25. Pole Position. Dieser ließ er auch gleich einen Sieg folgen.

50. Pole Position - Ayrton Senna Mexiko 1986. Zwischen 1986 und 1988 legte Ayrton Senna eine beeindruckende Serie von Pole Positions hin, die sich auch Sebastian Vettel zum Vorbild nahm. In seinem Lotus 98T fuhr er 1986 in Mexiko zur Pole Position und sorgte so für die 50. Pole Position für einen Renault-Motor. Im Rennen jedoch fehlte es Lotus an Speed und Senna musste sich mit Rang drei hinter Gerhard Berger und Alain Prost geschlagen geben., Foto: Sutton
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50. Pole Position - Ayrton Senna Mexiko 1986. Zwischen 1986 und 1988 legte Ayrton Senna eine beeindruckende Serie von Pole Positions hin, die sich auch Sebastian Vettel zum Vorbild nahm. In seinem Lotus 98T fuhr er 1986 in Mexiko zur Pole Position und sorgte so für die 50. Pole Position für einen Renault-Motor. Im Rennen jedoch fehlte es Lotus an Speed und Senna musste sich mit Rang drei hinter Gerhard Berger und Alain Prost geschlagen geben.

100. Pole Position - Michael Schumacher Kanada 1995. Das große Jubiläum gelang Michael Schumacher im Benetton-Renault in dessen einziger Saison mit französischer Power. Mit der Pole Position in Kanada schlug der Kerpener einmal mehr das eigentliche Renault-Vorzeigeteam Williams. Doch schon im ersten Jahr der Allianz mit Benetton sollte die Beziehung Früchte tragen: Schumacher und Renault wurden Ende des Jahres Weltmeister. Im Rennen in Kanada lief es dagegen weniger gut: Der berühmte Lenkradtausch im Benetton warf den späteren Rekordweltmeister bis auf Rang fünf zurück., Foto: Sutton
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100. Pole Position - Michael Schumacher Kanada 1995. Das große Jubiläum gelang Michael Schumacher im Benetton-Renault in dessen einziger Saison mit französischer Power. Mit der Pole Position in Kanada schlug der Kerpener einmal mehr das eigentliche Renault-Vorzeigeteam Williams. Doch schon im ersten Jahr der Allianz mit Benetton sollte die Beziehung Früchte tragen: Schumacher und Renault wurden Ende des Jahres Weltmeister. Im Rennen in Kanada lief es dagegen weniger gut: Der berühmte Lenkradtausch im Benetton warf den späteren Rekordweltmeister bis auf Rang fünf zurück.

150. Pole Position - Fernando Alonso Spanien 2006. Es war die Traumehe in der Mitte der 2000er-Jahre: Fernando Alonso ließ in seinem Werks-Renault die heimischen Fans jubeln, als er den R26 in der ersten Saison der Formel 1 mit 2,4l-V8-Motoren in Barcelona auf die Pole Position stellte. Vom Heimvorteil begünstigt ließ der Asturier als amtierender Weltmeister im Rennen einen souveränen Sieg folgen. Nur bei den Boxenstopps trat er die Führung kurz ab. In einer spannenden Saison setzte er sich am Ende gegen Michael Schumacher in der WM durch, wanderte dann aber zu McLaren ab., Foto: Sutton
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150. Pole Position - Fernando Alonso Spanien 2006. Es war die Traumehe in der Mitte der 2000er-Jahre: Fernando Alonso ließ in seinem Werks-Renault die heimischen Fans jubeln, als er den R26 in der ersten Saison der Formel 1 mit 2,4l-V8-Motoren in Barcelona auf die Pole Position stellte. Vom Heimvorteil begünstigt ließ der Asturier als amtierender Weltmeister im Rennen einen souveränen Sieg folgen. Nur bei den Boxenstopps trat er die Führung kurz ab. In einer spannenden Saison setzte er sich am Ende gegen Michael Schumacher in der WM durch, wanderte dann aber zu McLaren ab.

Die erfolgreichsten Renault-Fahrer: Sebastian Vettel - 33 Poles. Bereits mit 25 Jahren ist Sebastian Vettel einsamer Spitzenreiter in der Bestenstatistik von Renault. 2009 stieß der Heppenheimer zum Red-Bull-Team und holte auch dank der Renault-Motoren, die im Laufe der nachfolgenden Jahre immer weiter verbessert wurden und ihr anfängliches Powerdefizit gegen Mercedes fast aufholen konnten, neben den 33 Pole Positions auch 23 Siege und zwei Weltmeisterschaften. 2012 ist er wieder im WM-Kampf und macht momentan den stärksten Eindruck der WM-Kandidaten. Seine erste Renault-Pole holte Sebastian Vettel 2009 in China, am Folgetag gewann er das Rennen. Ein Ende der Fahnenstange ist derzeit nicht ins Sicht., Foto: Red Bull
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Die erfolgreichsten Renault-Fahrer: Sebastian Vettel - 33 Poles. Bereits mit 25 Jahren ist Sebastian Vettel einsamer Spitzenreiter in der Bestenstatistik von Renault. 2009 stieß der Heppenheimer zum Red-Bull-Team und holte auch dank der Renault-Motoren, die im Laufe der nachfolgenden Jahre immer weiter verbessert wurden und ihr anfängliches Powerdefizit gegen Mercedes fast aufholen konnten, neben den 33 Pole Positions auch 23 Siege und zwei Weltmeisterschaften. 2012 ist er wieder im WM-Kampf und macht momentan den stärksten Eindruck der WM-Kandidaten. Seine erste Renault-Pole holte Sebastian Vettel 2009 in China, am Folgetag gewann er das Rennen. Ein Ende der Fahnenstange ist derzeit nicht ins Sicht.

Die erfolgreichsten Renault-Fahrer: Alain Prost - 23 Poles. Als Teil des frnzösischen Nationalteams sollte der junge Shootingstar Alain Prost zu Beginn der 80er-Jahre den WM-Titel für eine ganze Nation holen. Es wurden weder Kosten noch Mühen gescheut, doch in drei Anläufen sollte dieses Unterfangen nie gelingen. Nach dem Vizetitel 1983 verabschiedete sich Prost zum Entsetzen der Franzosen zum Erzrivalen McLaren, wo er später mehrere WM-Titel holte. Lange Zeit hielt er den Rekord für die meisten Renault-Pole-Positions, bis er 2011 in Belgien von Sebastian Vettel abgelöst wurde. Seine erste holte er 1981 in Deutschland., Foto: Sutton
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Die erfolgreichsten Renault-Fahrer: Alain Prost - 23 Poles. Als Teil des frnzösischen Nationalteams sollte der junge Shootingstar Alain Prost zu Beginn der 80er-Jahre den WM-Titel für eine ganze Nation holen. Es wurden weder Kosten noch Mühen gescheut, doch in drei Anläufen sollte dieses Unterfangen nie gelingen. Nach dem Vizetitel 1983 verabschiedete sich Prost zum Entsetzen der Franzosen zum Erzrivalen McLaren, wo er später mehrere WM-Titel holte. Lange Zeit hielt er den Rekord für die meisten Renault-Pole-Positions, bis er 2011 in Belgien von Sebastian Vettel abgelöst wurde. Seine erste holte er 1981 in Deutschland.

Die erfolgreichsten Renault-Fahrer: Damon Hill - 20 Poles. Auf dem Hoch in den 90er-Jahren avancierte Damon Hill zu einem der erfolgreichsten Renault-Piloten. Der Engländer stieß 1993 zum Williams-Team als Nummer-2-Fahrer nach Alain Prost und später Ayrton Senna. Dessen tragischen Unfall musste Hill im eigenen Team erfahren, doch erwies er dem Brasilianer die Ehre, indem er das erste Rennen nach dessen Tod gewann - den Großen Preis von Spanien in Barcelona. Als neue Nummer 1 scheiterte Hill jedoch zweimal an Michael Schumacher im Kampf um den WM-Titel, bevor er sich 1996 endlich die Krone aufsetzen konnte. Zu diesem Zeitpunkt setzte Williams aber längst auf die Karte Jaques Villeneuve, Hill wurde zum Arrows-Team abgeschoben - einer der bittersten Abstiege, die ein amtierender Weltmeister je erleiden musste., Foto: Sutton
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Die erfolgreichsten Renault-Fahrer: Damon Hill - 20 Poles. Auf dem Hoch in den 90er-Jahren avancierte Damon Hill zu einem der erfolgreichsten Renault-Piloten. Der Engländer stieß 1993 zum Williams-Team als Nummer-2-Fahrer nach Alain Prost und später Ayrton Senna. Dessen tragischen Unfall musste Hill im eigenen Team erfahren, doch erwies er dem Brasilianer die Ehre, indem er das erste Rennen nach dessen Tod gewann - den Großen Preis von Spanien in Barcelona. Als neue Nummer 1 scheiterte Hill jedoch zweimal an Michael Schumacher im Kampf um den WM-Titel, bevor er sich 1996 endlich die Krone aufsetzen konnte. Zu diesem Zeitpunkt setzte Williams aber längst auf die Karte Jaques Villeneuve, Hill wurde zum Arrows-Team abgeschoben - einer der bittersten Abstiege, die ein amtierender Weltmeister je erleiden musste.

Die erfolgreichsten Renault-Fahrer: Nigel Mansell - 18 Poles. Man hatte bereits den Eindruck, dass es Nigel Mansell nie zum Weltmeister schaffen würde, doch 1992 stellte ihm Williams ein überlegenes Auto hin, das mit fortschrittlichsten Technologien ausgestattet war, die mittlerweile größtenteils in der Formel 1 verboten sind. Dem großen Triumph eilten jedoch diverse tragische Ereignisse voraus - das Bekannteste wohl 1986, als dem Engländer auf dem Weg zum WM-Titel der Reifen bei 300km/h platzte. 1984 holte Mansell die erste Pole mit Renault-Power in Dallas. In der Folge versuchte er in diversen Teams, den Titel zu holen. Das gelange ihm jedoch weder mit Lotus, noch mit Williams, noch mit Ferrari. Erst Anfang der 90er-Jahre kehrte er zu Williams zurück. Renault führte die pneumatische Ventilsteuerung ein, Williams perfektionierte das Auto dermaßen, dass der Fahrer eigentlich nur noch lenken brauchte. Ende gut, alles gut: 1992 kam Mansell endlich zu seinem WM-Titel., Foto: Sutton
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Die erfolgreichsten Renault-Fahrer: Nigel Mansell - 18 Poles. Man hatte bereits den Eindruck, dass es Nigel Mansell nie zum Weltmeister schaffen würde, doch 1992 stellte ihm Williams ein überlegenes Auto hin, das mit fortschrittlichsten Technologien ausgestattet war, die mittlerweile größtenteils in der Formel 1 verboten sind. Dem großen Triumph eilten jedoch diverse tragische Ereignisse voraus - das Bekannteste wohl 1986, als dem Engländer auf dem Weg zum WM-Titel der Reifen bei 300km/h platzte. 1984 holte Mansell die erste Pole mit Renault-Power in Dallas. In der Folge versuchte er in diversen Teams, den Titel zu holen. Das gelange ihm jedoch weder mit Lotus, noch mit Williams, noch mit Ferrari. Erst Anfang der 90er-Jahre kehrte er zu Williams zurück. Renault führte die pneumatische Ventilsteuerung ein, Williams perfektionierte das Auto dermaßen, dass der Fahrer eigentlich nur noch lenken brauchte. Ende gut, alles gut: 1992 kam Mansell endlich zu seinem WM-Titel.

Die erfolgreichsten Renault-Fahrer: Ayrton Senna - 18 Poles. Er ist unvergessen und für viele Formel-1-Fans der größte Fahrer aller Zeiten: Ayrton Senna da Silva holte 1985 in Portugal seine erste Pole Position im Lotus-Renault und fuhr am Folgetag im Regen die Konkurrenz absolut schwindelig. Lotus trennte sich jedoch 1987 von Renault, bevor Senna zu McLaren ging und dort seine größten Triumphe feierte. Nachdem die McLaren-Ära Anfang der 90er-Jahre zu Ende ging und williams zum dominanten Team avancierte, wechselte Senna 1994 zum britischen Klassenprimus, gegen den er lange gefahren war. Doch das Jahr begann schwierig: Einem Dreher mit Ausfall beim Heimrennen folgte ein unverschuldeter Nuller in Japan. Das darauf folgende Wochenende war Imola: Senna legte seine letzten Meter in einem Formel-1-Auto standesgemäß in Führung liegend zurück, bevor er in der Tamburello-Kurve sein Leben ließ., Foto: Sutton
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Die erfolgreichsten Renault-Fahrer: Ayrton Senna - 18 Poles. Er ist unvergessen und für viele Formel-1-Fans der größte Fahrer aller Zeiten: Ayrton Senna da Silva holte 1985 in Portugal seine erste Pole Position im Lotus-Renault und fuhr am Folgetag im Regen die Konkurrenz absolut schwindelig. Lotus trennte sich jedoch 1987 von Renault, bevor Senna zu McLaren ging und dort seine größten Triumphe feierte. Nachdem die McLaren-Ära Anfang der 90er-Jahre zu Ende ging und williams zum dominanten Team avancierte, wechselte Senna 1994 zum britischen Klassenprimus, gegen den er lange gefahren war. Doch das Jahr begann schwierig: Einem Dreher mit Ausfall beim Heimrennen folgte ein unverschuldeter Nuller in Japan. Das darauf folgende Wochenende war Imola: Senna legte seine letzten Meter in einem Formel-1-Auto standesgemäß in Führung liegend zurück, bevor er in der Tamburello-Kurve sein Leben ließ.

Die erfolgreichsten Renault-Fahrer: Fernando Alonso - 16 Poles. Viele Experten sehen in Fernando Alonso einen Fahrer, für den zwei Weltmeisterschaften viel zu wenig sind. Mit seinem unstillbaren Siegeshunger, der Akribie eines Mathematikers, einer Fehlerquote nahe bei null und seiner abgeklärten Fahrweise gilt er unter Experten als der beste Formel-1-Fahrer der Gegenwart. Fakt ist, dass Alonso und Renault es schafften, die Ära von Ferrari und Michael Schumacher zu beenden, als diese sich 2005 völlig vergaloppierten. Der Spanier zeigte jedoch schon zuvor, was in ihm steckte: 2003 holte er als jüngster Fahrer aller Zeiten seine erste Pole in Malaysia. Am Renntag musste er sich Kimi Räikkönen und Rubens Barrichello geschlagen geben. Er ließ sein Talent in den daraufhin immer wieder aufblitzen, so auch mit seinem ersten Sieg in Ungarn 2003, als er sogar Michael Schumacher überrundete. 2005 setzte er sich im Renault gegen die schnelleren, aber unzuverlässigeren McLaren von Räikkönen und Montoya durch, 2006 schlug er als einziger Fahrer Michael Schumacher in einem echten WM-Duell., Foto: Sutton
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Die erfolgreichsten Renault-Fahrer: Fernando Alonso - 16 Poles. Viele Experten sehen in Fernando Alonso einen Fahrer, für den zwei Weltmeisterschaften viel zu wenig sind. Mit seinem unstillbaren Siegeshunger, der Akribie eines Mathematikers, einer Fehlerquote nahe bei null und seiner abgeklärten Fahrweise gilt er unter Experten als der beste Formel-1-Fahrer der Gegenwart. Fakt ist, dass Alonso und Renault es schafften, die Ära von Ferrari und Michael Schumacher zu beenden, als diese sich 2005 völlig vergaloppierten. Der Spanier zeigte jedoch schon zuvor, was in ihm steckte: 2003 holte er als jüngster Fahrer aller Zeiten seine erste Pole in Malaysia. Am Renntag musste er sich Kimi Räikkönen und Rubens Barrichello geschlagen geben. Er ließ sein Talent in den daraufhin immer wieder aufblitzen, so auch mit seinem ersten Sieg in Ungarn 2003, als er sogar Michael Schumacher überrundete. 2005 setzte er sich im Renault gegen die schnelleren, aber unzuverlässigeren McLaren von Räikkönen und Montoya durch, 2006 schlug er als einziger Fahrer Michael Schumacher in einem echten WM-Duell.

Die erfolgreichsten Renault-Teams: Williams - 80 Poles. Anfang der 90er-Jahre gingen Williams und Renault eine Traumehe ein und brachten in sechs aufeinanderfolgenden Jahren jeweils das beste Auto an den Start. Die Entwicklung fortschrittlicher Technologien wie aktiven Fahrwerken, der Traktionskontrolle, Energierückgewinnungstechnologien und sogar stufenloser Getriebe machte Williams-Renault ab 1992 zur absoluten Nummer 1 im Geschäft. Die meisten Erfindungen wurden schnell verboten. Williams war seiner Zeit voraus, KERS sollte erst 17 Jahre nach dem Verbot wieder erlaubt werden. Mit Nigel Mansell (1992), Alain Prost (1993), Damon Hill (1996) und Jaques Villeneuve (1997) holte Williams vier WM-Titel mit Renault-Power, doch fällt in diesen Zeitraum auch der Tod von Ayrton Senna, der einen Schatten über diese Ära wirft. Den jüngsten Erfolg erlebte die wiedervereinigte Allianz Williams-Renault mit der Pole und dem Sieg von Pastor Maldonado in Barcelona., Foto: Sutton
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Die erfolgreichsten Renault-Teams: Williams - 80 Poles. Anfang der 90er-Jahre gingen Williams und Renault eine Traumehe ein und brachten in sechs aufeinanderfolgenden Jahren jeweils das beste Auto an den Start. Die Entwicklung fortschrittlicher Technologien wie aktiven Fahrwerken, der Traktionskontrolle, Energierückgewinnungstechnologien und sogar stufenloser Getriebe machte Williams-Renault ab 1992 zur absoluten Nummer 1 im Geschäft. Die meisten Erfindungen wurden schnell verboten. Williams war seiner Zeit voraus, KERS sollte erst 17 Jahre nach dem Verbot wieder erlaubt werden. Mit Nigel Mansell (1992), Alain Prost (1993), Damon Hill (1996) und Jaques Villeneuve (1997) holte Williams vier WM-Titel mit Renault-Power, doch fällt in diesen Zeitraum auch der Tod von Ayrton Senna, der einen Schatten über diese Ära wirft. Den jüngsten Erfolg erlebte die wiedervereinigte Allianz Williams-Renault mit der Pole und dem Sieg von Pastor Maldonado in Barcelona.

Die erfolgreichsten Renault-Teams: Red Bull Racing - 44 Poles. Es dauerte ein Weilchen, bis Red Bull und Renault die Früchte ihrer Arbeit ernten konnten. 2007 begann das Wagnis, als sich das Red-Bull-Team, das aus Jaguar hervorgegangen war, in seiner dritten Saison für Renault-Motoren entschied. Dazu wurde Adrian Newey als Designer verpflichtet. Christian Horner und Dietrich Mateschitz investierten riesige Geldmengen, um Red Bull an die Spitze zu bringen. Mit der Regelrevolution 2009 zahlte sich das aus: Red-Bull-Renault war wettbewerbsfähig. Mit der ersten Pole und dem ersten Sieg in China zeigte man auf, doch die Brawn-Mercedes fuhren in der ersten Jahreshälfte einen zu großen Vorsprung heraus. 2010 folgte der Titel im denkwürdigen Finale in Abu Dhabi, 2011 war Red-Bull-Renault dann überlegen. In der laufenden Saison könnte der dritte Titel in Folge anstehen., Foto: Sutton
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Die erfolgreichsten Renault-Teams: Red Bull Racing - 44 Poles. Es dauerte ein Weilchen, bis Red Bull und Renault die Früchte ihrer Arbeit ernten konnten. 2007 begann das Wagnis, als sich das Red-Bull-Team, das aus Jaguar hervorgegangen war, in seiner dritten Saison für Renault-Motoren entschied. Dazu wurde Adrian Newey als Designer verpflichtet. Christian Horner und Dietrich Mateschitz investierten riesige Geldmengen, um Red Bull an die Spitze zu bringen. Mit der Regelrevolution 2009 zahlte sich das aus: Red-Bull-Renault war wettbewerbsfähig. Mit der ersten Pole und dem ersten Sieg in China zeigte man auf, doch die Brawn-Mercedes fuhren in der ersten Jahreshälfte einen zu großen Vorsprung heraus. 2010 folgte der Titel im denkwürdigen Finale in Abu Dhabi, 2011 war Red-Bull-Renault dann überlegen. In der laufenden Saison könnte der dritte Titel in Folge anstehen.

Die Renault-Motoren: 1,5l V6 Turbo, 1977-1986, 50 Poles. Die noch neue Turbotechnologie machte Renault in den Anfangsjahren schwer zu schaffen. Das belächelte Team schaffte es kaum, auch nur ein Training ohne Motorschaden über die Bühne zu bringen. Doch Beharrlichkeit sollte sich auszahlen: Renault verstand es ab 1979 immer besser, den Turbo wettbewerbsfähig zu bekommen. Das Potenzial war riesig: Mit variablen Ladedrücken konnte nahezu jede Leistung zwischen 600 und 1200 PS abgerufen werden. Renault wurde zum Vorreiter einer ganzen Formel-1-Ära, die an Maßlosigkeit fast nicht zu überbieten war. Mit bis zu 1400 PS fuhren die Fahrer im Qualifying ohne Fahrhilfen mit Sicherheitsstandards, die heute nicht einmal mehr denkbar wären. In dieser unglaublichen Epoche gelangen Renault 50 Pole Positions, bevor sich die Franzosen Ende 1986 zurückzogen., Foto: Sutton
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Die Renault-Motoren: 1,5l V6 Turbo, 1977-1986, 50 Poles. Die noch neue Turbotechnologie machte Renault in den Anfangsjahren schwer zu schaffen. Das belächelte Team schaffte es kaum, auch nur ein Training ohne Motorschaden über die Bühne zu bringen. Doch Beharrlichkeit sollte sich auszahlen: Renault verstand es ab 1979 immer besser, den Turbo wettbewerbsfähig zu bekommen. Das Potenzial war riesig: Mit variablen Ladedrücken konnte nahezu jede Leistung zwischen 600 und 1200 PS abgerufen werden. Renault wurde zum Vorreiter einer ganzen Formel-1-Ära, die an Maßlosigkeit fast nicht zu überbieten war. Mit bis zu 1400 PS fuhren die Fahrer im Qualifying ohne Fahrhilfen mit Sicherheitsstandards, die heute nicht einmal mehr denkbar wären. In dieser unglaublichen Epoche gelangen Renault 50 Pole Positions, bevor sich die Franzosen Ende 1986 zurückzogen.

Die Renault-Motoren: 3,5l V10, 1989-1994, 44 Poles. Nach dem Verbot der Turbomotoren wurden die Karten neu gemischt. Kreischende Saugmotoren mit 3,5l Hubraum wurden ab 1989 zum Standard. Doch das Ganze war alles andere als ein Einheitsbrei wie in der heutigen Zeit: Vom Acht- bis Zwölfzylinder tummelten sich verschiedene Konzepte, aus denen sich am Ende das von Renault vorangetriebene V10-Konzept mit pneumatischer Ventilsteuerung als das Beste herauskristallisierte. Weitere technische Erfindungen ließen die Formel 1 in Windeseile wieder so schnell werden wie mit den Turbomonstern der 80er-Jahre, Renault wurde zum absoluten Vorreiter der 3,5l-Ära. Doch es wurde zu schnell: 1994 häuften sich die schrecklichsten Unfälle. Auch nach dem tragische Imola-Wochenende kam es zu einer ganzen Reihe von Horrorunfällen. Die FIA sah sich gezwungen, die Autos in einem Radikalschritt langsamer zu machen., Foto: Sutton
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Die Renault-Motoren: 3,5l V10, 1989-1994, 44 Poles. Nach dem Verbot der Turbomotoren wurden die Karten neu gemischt. Kreischende Saugmotoren mit 3,5l Hubraum wurden ab 1989 zum Standard. Doch das Ganze war alles andere als ein Einheitsbrei wie in der heutigen Zeit: Vom Acht- bis Zwölfzylinder tummelten sich verschiedene Konzepte, aus denen sich am Ende das von Renault vorangetriebene V10-Konzept mit pneumatischer Ventilsteuerung als das Beste herauskristallisierte. Weitere technische Erfindungen ließen die Formel 1 in Windeseile wieder so schnell werden wie mit den Turbomonstern der 80er-Jahre, Renault wurde zum absoluten Vorreiter der 3,5l-Ära. Doch es wurde zu schnell: 1994 häuften sich die schrecklichsten Unfälle. Auch nach dem tragische Imola-Wochenende kam es zu einer ganzen Reihe von Horrorunfällen. Die FIA sah sich gezwungen, die Autos in einem Radikalschritt langsamer zu machen.

Die Renault-Motoren: 3,0l V10, 1995-1997 & 2001-2005, 53 Poles. Die Autos wurden 1995 also langsamer. Diverse Änderungen an der Fahrzeugstruktur gingen mit einer Hubraumreduzierung einher. Mit Einführung der 3-Liter-Motoren war das V12-Konzept von Ferrari endgültig am Ende, die V8-Motoren erwiesen sich als zu schwachbrünstig. Renault diktierte mit Williams bis 1997 weiter das Geschehen, bevor sich der Motorenhersteller zurückzog und der Privatschmiede Mecachrome die Aufgabe übertrug, die Motoren weiterzuentwickeln. Das erwies sich jedoch als Flop und so kehrte Renault 2001 zurück und machte ernst: 2002 wurde das Benetton-Team übernommen. Das zweite Renault-Werksteam der Geschichte war jedoch in Enstone in England beheimatet. Die alten Erfolge kamen aber erst 2005, also Fernando Alonso die letzten Poles, Siege und die letzten Weltmeisterschaft für einen Renault-V10 einfuhr., Foto: Sutton
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Die Renault-Motoren: 3,0l V10, 1995-1997 & 2001-2005, 53 Poles. Die Autos wurden 1995 also langsamer. Diverse Änderungen an der Fahrzeugstruktur gingen mit einer Hubraumreduzierung einher. Mit Einführung der 3-Liter-Motoren war das V12-Konzept von Ferrari endgültig am Ende, die V8-Motoren erwiesen sich als zu schwachbrünstig. Renault diktierte mit Williams bis 1997 weiter das Geschehen, bevor sich der Motorenhersteller zurückzog und der Privatschmiede Mecachrome die Aufgabe übertrug, die Motoren weiterzuentwickeln. Das erwies sich jedoch als Flop und so kehrte Renault 2001 zurück und machte ernst: 2002 wurde das Benetton-Team übernommen. Das zweite Renault-Werksteam der Geschichte war jedoch in Enstone in England beheimatet. Die alten Erfolge kamen aber erst 2005, also Fernando Alonso die letzten Poles, Siege und die letzten Weltmeisterschaft für einen Renault-V10 einfuhr.

Die Renault-Motoren: 2,4l V8, 2006 bis heute, 53 Poles. Die Rückkehr von Renault zu Beginn der 2000er-Jahre stand stellvertretend für eine ganze Reihe von Autoherstellern, die sich in der Formel 1 engagierten. Das führte in eine Ära maßlosen Geldverschwendens. Die Werksteams verpulverten bis zu einer halben Milliarde Euro pro Saison im Kampf um Hundertstel. Unter dem völlig irrwitzigen Argument von Max Mosley, dass acht Zylinder günstiger seien als deren zehn, wurden 2006 die 2,4l V8-Motoren eingeführt. Anfangs bis 20.000 U/min drehend, wurden die Aggregate jedoch mit der Zeit immer weiter gleichgeschaltet, so dass heute alle nahezu auf einem Niveau liegen. Renault zog sich als Hersteller 2009 zurück und vertreibt seitdem Motoren mit großem Erfolg: Vier Teams werden beliefert. 53 Poles und vier WM-Titel konnte der Renault-V8 für sich verbuchen., Foto: Sutton
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Die Renault-Motoren: 2,4l V8, 2006 bis heute, 53 Poles. Die Rückkehr von Renault zu Beginn der 2000er-Jahre stand stellvertretend für eine ganze Reihe von Autoherstellern, die sich in der Formel 1 engagierten. Das führte in eine Ära maßlosen Geldverschwendens. Die Werksteams verpulverten bis zu einer halben Milliarde Euro pro Saison im Kampf um Hundertstel. Unter dem völlig irrwitzigen Argument von Max Mosley, dass acht Zylinder günstiger seien als deren zehn, wurden 2006 die 2,4l V8-Motoren eingeführt. Anfangs bis 20.000 U/min drehend, wurden die Aggregate jedoch mit der Zeit immer weiter gleichgeschaltet, so dass heute alle nahezu auf einem Niveau liegen. Renault zog sich als Hersteller 2009 zurück und vertreibt seitdem Motoren mit großem Erfolg: Vier Teams werden beliefert. 53 Poles und vier WM-Titel konnte der Renault-V8 für sich verbuchen.