Jules Bianchi hat sich beim Formel-3-Einladungsrennen in Zandvoort die beste Startposition gesichert. Der Franzose setzte sich an der Nordseeküste gegen 35 Kontrahenten durch und wird am Sonntag von der Pole-Position starten. Damit hat der ART-Fahrer beste Chancen, seinen Vorjahressieg zu wiederholen.

Im Gegensatz zu den Rennen der Formel 3 EuroSerie hat das Masters of Formula 3 einen eigenen Qualifying-Modus. Es standen zwei Halbzeiten auf dem Programm, wobei das 36 Autos starke Feld in jeweils zwei Gruppen aufgeteilt wurde. Zunächst ging es für die Fahrer mit geraden und ungeraden Startnummern darum, unter die besten zehn ihrer Gruppe zu kommen - denn nur so gelangte man in das Finale um die Pole-Position.

Mit einer Rundenzeit von 1:31.094 Minuten setzte Roberto Merhi in der Gruppe mit den ungeraden Startnummern bereits eine erste Bestmarke. Auch alle anderen favorisierten Fahrer schafften den Einzug in das Finale, nicht in die Top-Ten schaffte es unter anderem Daisuke Nakajima. Die zweite Gruppe war nur einen Hauch langsamer. Als schnellster Pilot qualifizierte sich Mika Mäki mit einer Zeit von 1:31.444 Minuten vor Christian Vietoris für das Finale. Pech hatte dagegen Marco Wittmann: der Rookie verpasste die zweite Runde um nur zwei Zehntel.

Im Finale der schnellsten 20 Piloten ließ Jules Bianchi die Konkurrenz hinter sich. Der Franzose setzte sich mit einer Zeit von 1:31.143 Minuten um nur 0,032 Sekunden gegen seinen Teamkollegen Valtteri Bottas durch, der mit seinem zweiten Platz die komplette erste ART-Startreihe perfekt machte. Auf den folgenden Positionen reihten sich sechs weitere Piloten aus der Formel 3 EuroSerie ein, darunter auch Christian Vietoris auf Rang sieben.

Bester Fahrer der britischen Meisterschaft wurde Renger van der Zande. Der Lokalmatador war auf dem neunten Platz aber schon fast eine Sekunde langsamer als Bianchi an der Spitze. Im kleinen Finale um den 19. Startplatz konnte sich Marco Wittmann durchsetzen. Der Jo-Zeller-Pilot fuhr eine Rundenzeit von 1:32.869 Minuten - mit dieser Zeit wäre er im großen Finale allerdings nicht viel weiter vorne gelandet.