16 Jahre sind seit dem Rückzug von VW aus der Formel 3 vergangen, heute feierte der Konzern auf dem Nürburgring die Rückkehr in die "beste Nachwuchsformelserie der Welt", wie man nicht müde wurde zu betonen. Mit Maximilian Götz, Jonathan Summerton und Marco Holzer kämpfen an diesem Wochenende erstmals drei Fahrer mit den neuen VW-Aggregaten um Punkte. Sie sollen in die Fußstapfen von Michael Schumacher, Bernd Schneider oder Tom Kristensen treten, die Ende der 80er große Erfolge für den Wolfsburger Autokonzern feierten.
Drei VW-Piloten, das ist im Vergleich zu den 22 Fahrern, die mit Mercedes-Power unterwegs sind, ein bescheidener Anteil. Doch das soll sich schnell ändern. "2008 wollen wir jetzt erst einmal in der Euroserie Fuß fassen. Wenn wir das geschafft haben, wollen wir acht Teams ausrüsten", gibt Volkswagen-Motorsport-Direktor Kris Nissen das Ziel vor.
Damit dieses Vorhaben möglichst schnell Realität wird, hat man sich bei VW akribisch vorbereitet. Schon im Juni 2006 fing man mit der Entwicklung des Motors an. Beim DTM-Saisonfinale im selben Jahr wurde schon der erste Prototyp des 210 PS starken 2-Liter-FSI-Triebwerks vorgestellt - ein Motor, wie er bei allen konzerneigenen Marken auch verwendet wird, wie Wolfgang Hatz, Leiter der Aggregate-Entwicklung bei VW erzählt. Weitere 5000 Testkilometer später fühlt man sich nun weit genug, um den Ernstfall zu proben.
Besondere Freude bereitet diese wiederentdeckte Liebe von VW auch Audi-Motorsportdirektor Wolfgang Ullrich. Schließlich ist die Formel 3 Euro Serie eine absolute Kaderschmiede für Motorsporttalente. "Es kommen nicht alle in die Formel 1 und deshalb ist es eine gute Basis auch für andere Programme, wie zum Beispiel die DTM", sagte Ullrich bei der Präsentation und sein ebenfalls anwesender Pilot Tom Kristensen pflichtete ihm bei: "Wer es in der Formel 3 schafft, schafft es überall." Wenn man das auf VW bezieht, sehen wir den Konzern wohl bald schon in der Formel 1.

diese Formel 3 EM Nachricht