Nach dem Qualifying und einem enttäuschenden neunten Startplatz war von Martin Tomczyk im zweiten Saisonrennen der DTM eigentlich nicht viel zu erwarten. Der Rosenheimer gab allerdings zu keinem Zeitpunkt des Rennens in Valencia auf - und kreuzte die Ziellinie letztlich knapp hinter dem Rennsieger Mattias Ekström auf der zweiten Position. Wie war das möglich?

Auf der Strecke hat Martin Tomczyk niemanden überholt. Im ersten Renndrittel hing er lange Zeit hinter Gary Paffett fest, erst als seine Vorderleute in die Boxengasse abbogen, konnte der Audi-Pilot schnelle Rundenzeiten fahren.

Mit zwei sehr späten Boxenstopps und einer guten Performance kam Tomczyk nach vorne. Und war nach dem Rennen begeistert: "Es ist immer schön, wenn man nicht beachtet wird und dann ganz vorne landet. Die Strategie war super, mit dem Auto konnte ich schnelle Runde nach der anderen fahren."

Nach seinem zweiten Stopp war er besonders überrascht. "Ich habe mich gewundert, als ich auf einmal hinter Eki zurück auf die Strecke kam und hinter mir meilenweit niemand zu sehen war", so Tomczyk gegenüber der ARD.

"Im Endeffekt habe ich meinem Ingenieur blind vertraut, aber bei meinem Team kann ich das auch. Ich hatte nur einige Anhaltspunkte und hätte nie gedacht, dass es so gut läuft", berichtete Tomczyk, der noch in Hockenheim ein gutes Ergebnis durch einen Reifenschaden verlor.