Am kommenden Wochenende gastiert die DTM zum ersten Mal im spanischen Valencia. Einer der Audi-Piloten ist besonders motiviert: Mike Rockenfeller. Der Jahreswagen-Fahrer kam beim Auftakt in Hockenheim auf dem fünften Platz ins Ziel und ist damit der Bestplatzierte seiner Marke.

"Darüber habe ich mir ehrlich gesagt keine großen Gedanken gemacht, denn die Saison ist noch lang", so Rockenfeller. "Aber natürlich wäre es auch schön, wenn das nach Valencia so sein würde und ich noch ein bisschen weiter vorne lande."

Bei den Testfahrten im Frühjahr wäre das Feld noch sehr ausgeglichen gewesen, meint Rockenfeller. "Die Frage ist nur, wer da was gezeigt hat, wer hat schon die Hosen herunter gelassen?" Auf dem winkligen Kurs von Valencia kommt es besonders auf die Mechanik an, eine Disziplin, die Mercedes in den letzten Jahren sehr gut beherrscht hat.

Den richtigen Kompromiss finden

"Man kann also davon ausgehen, dass ihnen die Strecke gut liegen wird. Mercedes wird in Valencia wieder gut aufgestellt sein, aber wir haben unsere Hausaufgaben auch gemacht und wollen beim Debüt den ersten Sieg für Audi holen", erläutert Rockenfeller, der in seiner bisherigen Karriere schon einmal auf dem Podium stand.

In Valencia sind die Kerbs sehr flach, Foto: Audi
In Valencia sind die Kerbs sehr flach, Foto: Audi

Über die Reifenprobleme, die einige seiner Kollegen in Hockenheim hatten, macht sich Rockenfeller keine Gedanken. Die Strecke in Spanien ist langsamer als der Hockenheimring und noch viel entscheidender: "Die Randsteine sind viel flacher."

In Sachen Setup müssen man trotzdem einen Kompromiss eingehen. "Man braucht beim Bremsen eine gute Balance, da man oft in Kurven hinein bremsen muss. Daher ist es schwierig, vom Sturz her einen guten Kompromiss zu finden. Außerdem braucht man einen guten Abtrieb, gerade in der ersten Kurve."