Tom Kristensen erlebte in Brands Hatch ein unschönes Wochenende. Nach einer Berührung mit Bruno Spengler in Runde 81 flog der Däne in die Reifenstapel ab. Kristensen blieb bei dem Crash unverletzt, Spengler musste hingegen kurzfristig um seine Gesundheit bangen. Grund: Kristensen war der Meinung, dass der Mercedes-Pilot ihn von der Strecke geschoben hätte und wäre ihm beinahe im Fahrerlager an die Gurgel gesprungen.

Doch Mattias Ekström konnte seinen Markenkollegen davon abhalten. "Nach so einem Rennen gibt es viele Emotionen. Aber das Wichtigste ist, dass Tom und Bruno gesund sind und dass keiner ein blaues Auge bekommen hat", erklärte Ekström im ARD-Interview. Nach dem Kristensen sich wieder beruhigt hatte, erzählte er seine Sichtweise der Dinge: "Spengler fuhr mir hinten rechts heftig ins Auto, riss die ganze Ecke ab und schob mich von der Strecke. Mein Rennen endete in der Streckenbegrenzung. Ein harter Tag."

Für die Rennkommissare fiel die Berührung zwischen Spengler und Kristensen in den Bereich "normaler Rennunfall". Sie sprachen gegen Spengler keine Strafe aus. Neben Kristensen fiel auch Markus Winkelhock kurz vor Rennende einer Attacke der Mercedes-Konkurrenz zum Opfer. Bei ihm hieß der Täter: Ralf Schumacher.

"Mein Start war ziemlich schlecht. Ich habe fast einen Frühstart hingelegt und musste die Kupplung noch einmal treten. So kam ich nicht perfekt los. In der ersten Ecke traf mich jemand hinten links. Da war die Aufhängung etwas krumm. Sonst war das Auto im Rennen ganz okay. Leider hat mich Ralf Schumacher nach der Safety-Car-Phase abgeschossen. Damit war mein Rennen beendet", erzählte der Deustche enttäuscht.