Der erste Tag auf der Insel hat bei den Jahreswagen einmal mehr das gewohnte Bild gezeigt. Auch in Brands Hatch scheint Audi nach den ersten drei Teststunden die Nase vorn zu haben - vor allem im zweiten Training, als man alle alten Modelle aus dem Lager von Mercedes am Ende des Feldes wiederfand. Dabei hatte es mit dem zehnten Platz von Maro Engel am Vormittag gar nicht so schlecht angefangen, doch dafür gelang es den Ingolstädtern heute insgesamt sechs Fahrer der 07er-Modelle und Christijan Albers im zwei Jahre alten Wagen unter den Top-Ten zu platzieren.
"An diesem Tag gibt es nicht viel Positives. Ich hatte sehr viel Untersteuern, gerade in den mittelschnellen Teilen. Generell scheint der Audi etwas schneller zu sein", bestätigte Mathias Lauda den Trend auf der 1,929 Kilometer kurzen Strecke. Für den Österreicher reichte es heute für die Plätze 14 und 16 - wahrlich kein Meisterstück. "Wir brauchen mehr Grip auf der Vorderachse. Ich vermute, dass gilt für alle 2007er-Wagen." Schon auf anderen Kursen beschwerte sich Lauda oft über eine untersteuernde C-Klasse. Doch gerade hier hofft er auf ein gutes Resultat im Rennen: "Schließlich war ich hier letztes Jahr mit Startplatz zehn sehr konkurrenzfähig."
Maro Engel schaffte es auf eben diesen zehnten Rang, wenn auch nur im ersten Training. Trotzdem veranlasste dies den Rookie, ein positives Fazit zu ziehen. "Im zweiten Teil haben wir uns auf die Long Runs konzentriert und sind keine Zeitenjagd gefahren. Ich sehe trotz der Positionen vom Nachmittag die Chance auf die zweite Quali-Session", so Engel, für den Brands Hatch kein Neuland ist, im Gespräch mit dem adrivo Motorsport Magazin. Als er noch in der britischen Formel 3 unterwegs war, umrundete er den Kurs in der Grafschaft Kent regelmäßig - doch alleine diese Erfahrung scheint nicht zu reichen, um die Gegenspieler aus dem Audi-Lager schlagen zu können...

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