Im heutigen Qualifying kämpften alle 19 DTM-Piloten mit den schweren Bedingungen - erhebliche Regenmengen gestalten die Zeitenjagd in der Eifel zu einer echten Rutschpartie. Negativer Höhepunkt war der heftige Abflug von Mike Rockenfeller, der neben einer Regeldiskussion auch das vorzeitige Ende des Arbeitstages aller Fahrer bedeutete.

"Das Auto hat einfach nicht mehr verzögert und ist immer schneller geworden, dann schlug ich auch schon in die Reifenstapel ein", beschrieb Rockenfeller den Unfall. Besonders in der Anbremszone zur ersten Kurve stand nach Aussage mehrerer Piloten sehr viel Wasser - schon beim letztjährigen Regen-Chaos der Formel 1 zeigte sich dort der erhöhte Schwierigkeitsgrad bei nassen Bedingungen.

Bernd Schneider hielt die Entscheidung der Rennleitung, das Qualifying abzubrechen und nicht mehr neuzustarten, für völlig richtig. "In meiner letzten Runde stand schon viel Wasser auf der Strecke. Auf der Geraden konnte ich nur noch im dritten Gang fahren", sagte der Routinier. "Es wäre viel zu gefährlich gewesen, nochmal zu fahren."

"Es war schon schwierig, auf den Geraden war Vollgas unmöglich. Da muss man verstehen, dass bei so viel Regen abgebrochen werden musste", meinte auch Tom Kristensen, der zudem den Einsatz des Rettungshubschraubers für unmöglich hielt - ein K.O.-Kriterium für jegliche Art von Motorsport. "Selbst der Safety-Car-Fahrer Peter Lux konnte in seinem Safety-Car kaum noch etwas sehen..."

Wenig spter flog Rockenfeller ab, Foto: Audi
Wenig spter flog Rockenfeller ab, Foto: Audi

Auch für die jungen Fahrer war das Zeittraining kein leichtes Unterfangen, so fuhr Maro Engel zum ersten Mal bei wirklich extremen Witterungsbedingungen. "Ich habe gerade eine schnelle Runde beendet, als der große Regen kam", erinnerte sich der Mücke-Pilot im Gespräch mit der adrivo Sportpresse. "Auf Start/Ziel hatte ich sogar im fünften und sechsten Gang durchdrehende Räder, sobald ich die Bremse berührt habe, hat alles blockiert. Es war am Ende einfach unfahrbar."

Bruno Spengler musste auf die unliebsame Herausforderung des starken Regens in der zweiten Session verzichten - der Kanadier schied schon zu Beginn aus. "Als der Regen stärker wurde, fühlte ich keinen Grip mehr. Vielleicht hatten wir einen schlechten Reifensatz, immer wieder blockierten die Räder", so Spengler über die Probleme, die sich trotz eines Regen-Setups auf der nassen Fahrbahn ergaben.