Die Ausgeglichenheit im Kräfteverhältnis der drei Fahrzeuggenerationen kam offenbar auch für Adam Carroll überraschend. Zwar hatte sich der 24-Jährige in seinem Futurecom-TME-Audi vor der Saison Einiges vorgenommen - an Punkteränge im 2005er-Boliden schien er jedoch nicht zu glauben: So ließ er beim Studium des Sportlichen Reglements der DTM die Passage zum Wertungssystem einfach aus...
"Neunter - ist das ein Punkt? Nein? Na ja, ich war jedenfalls knapp dran...", kommentierte Carroll sein Rennresultat in Oschersleben. Mit Blick auf den dritten Saisonlauf auf dem EuroSpeedway weiß der Nordire nun, welche Plätze mit Punkten belohnt werden - und hat diese auch angesichts der Erfolge Paul Di Restas im 2005er-Mercedes sowie des gewachsenen Gewichtsvorteils seines Dienstwagens selbst ins Visier genommen: "In Oschersleben war ich enttäuscht über meinen 14. Startplatz, und dann bin ich im Rennen in die Top Ten gefahren. Nächstes Ziel sind die Punkte."
So kann Carroll sein drittes DTM-Rennen bereits mit einem reicheren Erfahrungsschatz angehen als zuvor: "Es gibt einige Dinge, auf die ich nun besser vorbereitet bin. Die Hitze im Fahrzeug hatte mich in Oschersleben sehr überrascht, aber dafür bin ich jetzt gerüstet." Anders als in Oschersleben, wo er im Rahmen der ITR-Tests seine erstem Runden im 2005er-A4 bestritt, fehlen Carroll auf dem EuroSpeedway zwar Erfahrungswerte mit seinem Dienstwagen - ganz ohne Streckenkenntnisse tritt er jedoch nicht an:
"Ich auf dem EuroSpeedway 2003 schon einmal einen DTM-Opel getestet. Wegen Regens war diese Fahrt jedoch schon nach fünf Runden beendet", berichtet der einzige nicht zum Ingolstädter Werkskader gehörende Audi-Pilot - der für sich auch in Turn 3, der einzigen Steilkurve im DTM-Rennkalender, keine unlösbare Aufgabe sieht: "Ich bin schon in Rockingham eine Steilkurve gefahren, seitdem ist das nichts Außergewöhnliches mehr für mich. Es ist eine normale Kurve, durch die man einfach heil hindurchkommen muss..."

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