Welche Veränderungen im Vergleich zu Ihren ersten beiden DTM-Jahren 2003 und 2004 haben Sie bemerkt, nachdem Sie wieder in die DTM zurückgekehrt sind?

Jeroen Bleekemolen: Es ist nicht so viel anders als früher, mit dem Unterschied, dass es jetzt nur noch zwei Hersteller gibt. Aber die Serie war schon immer sehr stark, wenn man sich die Zuschauerzahlen und die TV-Quoten ansieht.

Hat sich die Leistungsdichte verändert?

Jeroen Bleekemolen: Ja, das denke ich schon. Alle sind dichter zusammengerückt, man sieht es auch hier auf dem Norisring, dass sich alle ungefähr innerhalb einer Sekunde befinden. Das war vor zwei oder drei Jahren noch weiter auseinander als heute. In den letzten Jahren gab es beim Reglement nicht viele Änderungen, so dass die Autos ungefähr gleich schnell sind.

Inwiefern können Sie bei der Arbeit mit Ihrem Audi A4 DTM auf die Erfahrungen zurückgreifen, die Sie damals mit dem Opel Astra Coupé gemacht haben?

Jeroen Bleekemolen: Ich glaube, dass die Erfahrung in der DTM sehr wichtig ist. Es ist für Einsteiger eine schwierige Serie. Ich habe jetzt ein anderes Auto, aber ich weiß, wie hier gearbeitet wird und wie es generell funktioniert. Insofern hilft die Erfahrung, die ich früher gesammelt habe.

Welche Unterstützung erhalten Sie von Ihrem Team?

Jeroen Bleekemolen: Auch sie sind neu in der DTM, aber sie machen ihre Sache gut. Für mich ist es nun das zweite Rennen, aber ich sehe, dass sie schon im Vergleich zum letzten Rennen besser geworden sind. Ich bin sicher, dass wir uns gemeinsam steigern können.

Wie wichtig ist es, bei den grundsätzlichen Abläufen eine gewisse Routine herzustellen?

Jeroen Bleekemolen: Es ist sehr wichtig, weil alles so eng zusammen ist. Es muss alles passen, damit wir vorne mitfahren können. In einem Rennen muss alles gut gehen; die Strategie, die Boxenstopps, die Abstimmung des Autos. Deswegen ist es wichtig, dass man mit dem Team gut zusammenarbeitet.

Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit Vanina Ickx?

Jeroen Bleekemolen: Sie hat mir die Abläufe erklärt, das war sehr hilfreich. Wir kannten uns schon vor dieser Saison. Sie ist neu in der DTM, insofern kann sie auch von mir ein wenig lernen. Wir müssen uns zusammen steigern.

In Brands Hatch hatten sie sich bereits sehr ehrgeizig gezeigt. Sind Ihre längerfristigen Ziele ähnlich hoch gesteckt?

Jeroen Bleekemolen: Ich hoffe, dass ich in ein Auto wechseln kann, mit dem ich Rennen gewinnen kann, was mit dem alten Auto natürlich nicht möglich ist. Es wäre schön, mal einen Tag lang ein neues Auto zu testen. Ich hoffe, einen solchen Schritt nach oben machen zu können.