"Der Norisring ist für uns immer ein ganz besonderes Rennen, weil wir für uns einen gewissen Heimvorteil sehen", hatte Abt-Teamchef Hans-Jürgen Abt noch in Brands Hatch verkündet - doch der angekündigte "Heimvorteil" hält sich nun offenbar in Grenzen. Im Anschluss an das Qualifying, aus dem Mattias Ekström mit Startplatz sechs als erfolgreichster Audi-Pilot hervorgegangen war, stand insbesondere Heinz-Harald Frentzen und Martin Tomczyk die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben.
Umso gefasster präsentierte sich hingegen Hans-Jürgen Abt. "Wir sind schließlich Profis, wir wissen, dass wir momentan nicht vorne stehen, aber letztlich muss man immer nach vorne denken", übt sich der Allgäuer in Zweckoptimismus, "man darf sich die Stimmung nicht zu weit nach unten ziehen lassen, denn man muss die letzten Chancen und Ideen nutzen."
Laut dem Abt-Teamchef scheint der Norisring mit der Fahrzeugcharakteristik des A4 DTM nicht zu harmonieren - ein schon von den Vorgängern bekanntes Phänomen. "In der DTM gibt es ein festes Reglement, man kann nicht jede Woche seine Aerodynamik ändern", gibt Abt zu, dass man auch in diesem Jahr tendenziell auf die kurvenreicheren Kurse setzte, "wenn man es über die ganze Saison betrachtet, haben wir mit unserer Aerodynamik gewisse Vorteile gesehen." Den Kompromissen, die auf dem Norisring gefragt seien, war man mit einer relativen Fixierung auf die Kurvengeschwindigkeit begegnet - und scheiterte.
Wenngleich die Freude Tom Kristensen über Startplatz sieben weniger ausgeprägt war als die Freude des Dänen über seine Startnummer sieben zu Beginn der Saison - Hans-Jürgen Abt hofft auf ein gutes Omen. "Wir hatten letztes Jahr die Pole Position und haben nicht gewonnen", gab der Bayer zu Protokoll, "vielleicht kommt es diesmal mit dem siebten Startplatz von Tom, die sieben ist seine Glückszahl, vielleicht ist es auch sein Glücksstartplatz..."

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