Exklusiv
DTM

DTM 2019: Das steckt hinter dem exklusiven Aston-Martin-Test

DTM-Rookie Ferdinand Habsburg dreht im direkten Anschluss an den Jerez-Test seine ersten Runden im Aston Martin Vantage. Dahinter steckt ein neues Bauteil.
von Robert Seiwert & Arno Wester

Motorsport-Magazin.com - Etwas beiläufig hatte DTM-Neueinsteiger R-Motorsport zu Beginn dieser Woche in einer Pressemitteilung bekanntgegeben, dass Rookie Ferdinand Habsburg am Freitag, 8. März zu seinem ersten Einsatz im neuen Aston Martin Vantage DTM kommen wird. Das Überraschende beim Debüt des Österreichers in Jerez: Die privaten Hersteller-Testfahrten auf der spanischen Rennstrecke sind offiziell nur von Dienstag bis Donnerstag datiert.

Motorsport-Magazin.com hat herausgefunden, was wirklich hinter Habsburgs exklusivem Testeinsatz steckt, der am morgigen Freitag auf den Dreitages-Test von Audi, BMW und R-Motorsport auf dem Circuito de Jerez folgt.

Hintergrund dieser Entscheidung ist ein neues Bauteil, das die Wettbewerber Audi und BMW zuvor bereits bei einem eigenen Test unterzogen haben. Dabei handelt es sich um eine neue Kardanwelle, wie R-Motorsport-Teamchef Dr. Florian Kamelger im Gespräch mit Motorsport-Magazin.com erklärt. Die ist nämlich durch die Einführung der neuen Turbomotoren mit höherer Drehzahl und mehr Drehmoment auch größeren Belastungen ausgesetzt.

Deshalb wurde jedem Wettbewerber dieser zusätzliche Test von der DTM-Dachorganisation ITR genehmigt. Er fällt damit auch nicht in das festgeschriebene Kontingent von insgesamt neun privaten Testtagen, die jeder Marke nach Saisonende 2018 und vor Saisonbeginn 2019 zur Verfügung stehen.

Weil Audi und BMW mit ihren neuen Turbo-Autos schon zwei gemeinsame Tests in Estoril/Portugal (12.-14.11.2018) und in Jerez/Spanien (10.-12.12.2018) absolviert haben, darf R-Motorsport, wie Mototsport-Magazin.com exklusiv berichtet hat, diese sechs Testtage nachholen.

Drei davon finden nach Jerez und laut Kamelger vom 26. bis 28. März in Estoril statt. Wann die restlichen drei Tage absolviert werden, hängt vor allem von den Fortschritten ab, die bei dem ehrgeizigen Projekt erzielt werden.

Es könnte also sein, dass R-Motorsport entweder vor dem einzigen offiziellen, viertägigen ITR-Test auf dem Lausitzring (15. bis 18. April 2019) oder alternativ auch danach an drei Tagen weitere wichtige Daten sammelt. Voraussetzung ist allerdings, dass die privaten Tests beim DMSB angemeldet und noch vor dem ersten Renneinsatz in Hockenheim am 4. Mai 2019 absolviert werden.

Während der laufenden Saison ist dies nur auf Antrag und mit Zustimmung von Audi, BMW und dem Deutschen Motor Sport Bund (DMSB) möglich.

Am Montag beim Rollout (6 Runden, zählt nicht als Testtag) sowie am Dienstag und Mittwoch saß zunächst der DTM-Champion von 2010, Paul Di Resta, am Steuer des Aston Martin Vantage. Am Donnerstag (Jake Dennis) und Freitag (Ferdinand von Habsburg) kommen zwei weitere R-Motorsport-Fahrer zum Einsatz. Daniel Juncadella, der das Aston-Martin-Quartett vervollständigt, sitzt bei einem späteren Test erstmals im Vantage DTM.


Weitere Inhalte:
Wir suchen Mitarbeiter
Mitarbeiter Motorsport Designer Journalismus Programmierer Video