Nach fünf Jahren bei Opel musste der 25-jährige Timo Scheider nach der vergangenen Saison seinen Vectra aufgrund der Sparmaßnahmen des Konzerns ebenso wie Peter Dumbreck und Jeroen Bleekemolen räumen.

Anstelle von Scheider wird Manuel Reuter im vierten DTM-Opel der kommenden Saison sitzen. Für Timo nicht ganz nachvollziehbar: "Die Enttäuschung war riesengroß, zumal man mir leider keine wirkliche Begründung gegeben hat. Im Nachhinein hat sich herausgestellt, dass politische und wirtschaftliche Gründe den Ausschlag gaben", verriet Scheider in der Motorsport aktuell. "Dagegen ist man machtlos. Auch wenn es weh tat, nach einer unter schweren Bedingungen guten Saison nicht mehr berücksichtigt zu werden."

Opel-Sportchef Volker Stryczek begründete die Entscheidung Pro Reuter wie folgt: "Verdient hätten es alle gehabt. In Abstimmung mit dem Unternehmen und unseren Partnern haben wir uns für Manuel entschieden. Keiner verkörpert Opel so lange und loyal wie er. Dazu ist er in der Entwicklungsarbeit umso wichtiger, nachdem wir Tiermann nicht weiterbeschäftigen können."

Scheider macht sich unterdessen nach "fünf schönen, aber schwierigen" Jahren bei Opel auf die Suche nach einem neuen Arbeitgeber. "Ich spüre die Chance für einen Neustart und riesige Motivation, eine neue Herausforderung zu finden."

"In erster Linie habe ich an die FIA-GT gedacht, eine Serie, die sich im Wachstum befindet. Die Tourenwagen-WM wäre eine Möglichkeit, obwohl ich mir das nur mit einem konkurrenzfähigen Partner vorstellen kann, und viele gute Cockpits gibt´s ja nicht mehr. Außerdem träume ich immer noch von einem Job als F1-Testpilot. Auch Amerika wäre denkbar. Aber wenn sich in der DTM was ergibt, wäre das meine erste Wahl."