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DTM

Kontakt während des Rennens - Teamchefs begeistert von Fannähe

Das DTM-Event im Olympiastadion unterscheidet sich grundlegend von normalen Rennen. Die drei Teamchefs freuen sich über die Nähe zu den Fans.
von Heiko Stritzke

Motorsport-Magazin.com - Es hat etwas familiäres, das DTM-Event in München. Auch wenn es wie an jeder Rennstrecke Wettbewerb gibt, ist die Stimmung lockerer, schließlich fährt man vor allem für die Fans und nicht um Meisterschaftspunkte. Natürlich hätte Norbert Haug nichts dagegen, wenn das anders wäre: "Also von mir aus hätten schon an diesem Wochenende Punkte vergeben werden können", grinste der Mercedes-Sportchef nach dem Sieg von Schumacher und Green sowie dem dritten Platz von Vietoris und Spengler.

Die Leute sind ganz nah dran an allem. Das macht die DTM aus und dieses Event noch spezieller.
Jens Marquardt

Einig waren sich die Teamchefs in einer Hinsicht: Während des Rennens in direktem Kontakt mit den Fans stehen zu können, ist etwas ganz Besonderes. "Wir können während des Rennens Autogramme schreiben", ist Haug begeistert. Sein Amtskollege Dr. Wolfgang Ullrich gibt sich ebenfalls euphorisch: "Ich ziehe ein sehr positives Fazit. Mit den Leuten während des Rennens in Kontakt zu stehen ist das ganz Besondere hier. Wir reden nicht nur mit Motorsportfans, sondern auch mit Leuten, die einfach neugierig sind und denen wir die Liebe zum Motorsport näher bringen können."

Auch Jens Marquardt stößt ins gleiche Horn: "Die Leute sind ganz nah dran an allem. Das macht die DTM aus und dieses Event noch spezieller." So ganz heiter Sonnenschein war aber nicht alles: Während letzterer an diesem Wochenende sowieso ein Fremdwort zu sein scheint, fanden sich nur wenige Zuschauer im Olympiastadion ein. "Es hätten mehr Zuschauer sein können", stellte Haug fest, der eine Korrelation zwischen Zuschauerzahlen und Wetter sieht: "Das Wetter hat sicherlich eine Rolle gespielt. Aber die Kenner werden es genossen haben."

Zufriedenheit bei Mercedes und Audi

Das ist eine tolle Veranstaltung, hoffentlich bleibt sie uns noch viele Jahre erhalten. An uns soll es nicht liegen.
Norbert Haug

In sportlicher Hinsicht gab es für Mercedes einiges zu feiern: "Mein Glückwunsch geht an unsere vier Fahrer. Wir haben bei HWA wirklich hart gearbeitet. BMW wurde etwas unter Wert geschlagen, aber das kann sich morgen ändern." Ullrich freut sich vor allem für Timo Scheider, der endlich wieder ein Erfolgserlebnis hatte: "Es ist schön, dass er endlich wieder auf dem Podium steht." Marquardt ist weniger euphorisch: "Das ist unsere Rookiesaison, wir sollten das heute als 'lesson learned' abhaken. Wir müssen über Nacht noch einiges besser machen, aber unsere Rundenzeiten waren bereits okay."

Einig sind sich die Teamchefs wiederum über eine Fortsetzung des Events: "Das ist eine tolle Veranstaltung, hoffentlich bleibt sie uns noch viele Jahre erhalten. An uns soll es nicht liegen", so Norbert Haug. Dr. Wolfgang Ullrich möchte noch Feinschliff betreiben: "Wir werden uns nach dem Wochenende zusammensetzen, was wir im Vergleich zum letzten Jahr besser gemacht haben und werden dann den nächsten Schritt tun."


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