Gerade auf einem Stadtkurs ist eine gute Startposition wichtig, weil Überholmanöver oft Mangelware sind. Dass die Strecke in der chinesischen Millionenmetropole ihre Tücken hat, hätte Bruno Spengler nach seinem Crash im zweiten freien Training wissen müssen – trotzdem verunfallte der Meisterschaftsführende schon in der ersten Qualifyingsession.

"Ich hatte einen guten Rhythmus gefunden", so Spengler: "wie immer im Qualifying habe ich versucht zwei oder drei Meter später zu bremsen aber in dem Momenten bremste ich zu spät und mein Rad blieb stehen. Es war ganz klar mein Fehler und ich möchte mich beim Team entschuldigen. Die Jungs haben vor dem Quali hart gearbeitet und dann mussten sie wegen meinem Fehler wieder arbeiten."

Dass ohne seine Mannschaft und weitere rote Flaggen kein zweiter Versuch möglich gewesen wäre, weiß der junge Kanadier – trotzdem war er mit seinem Auto nicht mehr zufrieden: "Es war schwierig nochmal zu fahren, weil das Lenkrad krumm war und das Auto nicht mehr gerade fuhr! Es war eine super Leistung der Jungs aber ich habe Mist gebaut. Die Abbrüche haben uns zwar geholfen, aber am Ende reichte es nicht."

Vom vorletzten Startplatz aus wird morgen wenig möglich sein, so Spengler, der auch der Strecke eine Teilschuld gibt: "Ich sage nochmals, dass die Strecke zu gefährlich für unsere Autos ist! Natürlich habe ich heute Fehler gemacht aber auch andere hatten Probleme. Heute ist erst Samstag und wenn wir morgen eine gute Strategie haben und auf der Strecke bleiben werden wir schnell sein."