Der zehnte DTM-Lauf des Jahres 2010 sorgte nicht nur aufgrund der wohl vermeidbaren Kollision zwischen Mike Rockenfeller und Titelkandidat Paul Di Resta für jede Menge Schmutz. Nein, in jeder Runde ging es dreckig zu, dafür konnten die Fahrer aber nur bedingt etwas. Schuld war eher die unzureichende Befestigung der Randsteine in der vierten Kurve und das Wetter.

Am Freitag und Samstag wurde der Dreck in der engen Adria-Schikane nur auf die Strecke geschleudert. Bei den feuchten Bedingungen am Sonntag hatten die Fahrer aber schon im Warm-up gehörige Probleme, im Rennen wurde es von Runde zu Runde schlimmer - denn der Schlamm wurde von den Fahrzeugen aufgewirbelt und landete auf den Windschutzscheiben der Hinterleute.

Besonders dreckig ging es natürlich im Mittelfeld zu, wo viele enge Duelle ausgefochten wurden. Der Einsatz der Scheibenwischer brachte nur bedingt Besserung - schließlich können die DTM-Piloten nicht einfach mit Scheibenwischwasser sprühen. So verteilten sie den Dreck viel mehr über ihre komplette Scheibe, die vereinzelten Regentropfen über der Adria halfen auch nicht mehr viel.

Die Teams versuchten sich mit dem Einsatz von Wassereimern beim Boxenstopp zu helfen, deren Inhalt einfach über die Front des Autos gekippt wurde. Das funktionierte auch wunderbar, wenn die Fahrer denn einen frühen Boxenstopp einlegten.

Die Abt-Crew von Mattias Ekström versuchte es auf eine andere Art und Weise. Mit einem extra großen Eimer postierten man sich an der Boxenmauer und wollte mit dem Wasser die Windschutzscheibe des vorbeifahrenden Schweden treffen. Funktioniert hat das nicht...

Stattdessen beschäftigten sich nach Rennende die Stewards mit dem Fall. Der vorliegende Fakt: "During the race team members worked at pit wall throwing water to one of their cars." Ganze 2.000 Euro betrug die fällige Strafe. Mattias Ekström freute sich übrigens erst nach seinem ersten Boxenstopp über freie Sicht.