Markus Winkelhock hatte nach dem Qualifying in Oschersleben einen dicken Hals. In Q1 sah es für den Audi-Piloten ganz gut aus, doch von einer Session zur Anderen war Winkelhock plötzlich eine halbe Sekunde langsamer. "Meiner Meinung nach kann es nur am Reifen liegen. Das Auto hat sich gut angefühlt, wir haben zwischen den Sessions nichts geändert und innerhalb von zehn Minuten ändert sich die Strecke nicht so drastisch", erklärte der Deutsche.
Noch ärgerlicher machte ihn die Tatsache, dass Mike Rockenfeller auf Startplatz drei steht, während er von Platz 13 ins Rennen geht. "Ich war mit Mike in Q1 gleich auf und in Q2 war er dann drei Zehntel schneller und ich fünf Zehntel langsamer. Ich bin zwei Reifensets gefahren und hatte mit beiden Untersteuern, wodurch ich meine Zeit nicht verbessern konnte", erzählte Winkelhock. Es wäre für den Audi-Piloten nicht das erste Mal in dieser Saison, dass ihm der Reifen einen Strich durch die Rechnung macht. "Aber ich kann nicht beweisen, dass es der Reifen war", ärgerte sich Winkelhock.
Top-12 im Visier
Susie Stoddart - überzeugte in Q1 mit der siebtschnellsten Zeit - wusste hingegen genau, woran es lag, dass sie keine Verbesserungen in Q2 schaffte. "In Q2 ging es sehr eng zu und ich war auf meiner schnellen Runde zu spät beim Bremsen, dabei habe ich Zeit verloren", gestand die Mercedes-Pilotin, die in der Startaufstellung direkt hinter Winkelhock steht. Für das Rennen hat Stoddart die Top-12 anvisiert.
"Das ist mein Ziel, auch wenn es hier nicht einfach ist. Es ist wichtig, dass man in den ersten Runden keinen Schaden abbekommt", erklärte die Schottin gegenüber Motorsport-Magazin.com. Einen Fahrfehler konnte Winkelhock auf seiner schnellen Runde nicht entdecken. "Ich würde mich an der eigenen Nase fassen, aber ich bin meiner Meinung nach keine schlechte Runde gefahren", sagte Winkelhock, der im Rennen auf eine gute Taktik und gute Boxenstopps setzt.

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