Beim heutigen Start und im Hinblick auf die zuvor ausgesprochene Verwarnung stand Alexandre Prémat sicherlich etwas unter Druck - zumal mit Timo Scheider ausgerechnet der amtierende Meister aus dem eigenen Team vor ihm startete. Zumindest aus Audi-Sicht verhielt sich Prémat diesmal vorbildlich, doch bei Mercedes war man ganz anderer Meinung.
Vor dem Schöller-S traf Prémat den vor ihm fahrenden Paul Di Resta an der rechten Wagenseite und drehte den Mercedes-Fahrer um. Natürlich war Di Resta danach ziemlich sauer auf seinen französischen DTM-Kollegen: "In den letzten zwei Rennen hat er verschiedenen Fahrern das Wochenende zerstört, das ist nicht akzeptabel", lauteten die Wort des Briten gegenüber Motorsport-Magazin.com.
Bis auf Platz 18 wurde Di Resta durchgereicht, das Rennen war gelaufen. "Er hat nur gesagt, dass er mit viel Pickup auf den Reifen nicht richtig bremsen konnte. Es gab keine Entschuldigung von ihm", sagte Di Resta enttäuscht.
Der Franzose sah die ganze Angelegenheit natürlich weniger dramatisch. "Auf dem Norisring gibt es in den ersten Kurven immer viele Kontakte. Die Rennleitung hat die Situation untersucht, anscheinend war es ein einfacher Rennunfall", so Prémat nach dem Rennen, das er als guter Siebter beenden konnte.
Faires Duell mit Gary Paffett
Beim Anbremsen sei sein Auto ausgebrochen und obwohl er sehr hart auf der Bremse stand, konnte er den Kontakt nicht vermeiden. "Zuerst dachte ich, dass er sich nicht drehen würde - aber dann stand er vielleicht zu hart auf dem Gas und ist doch abgeflogen."
Etwas Rückendeckung erhielt Prémat ausgerechnet aus dem Mercedes-Lager. Gary Paffett kämpfte in der Schlussphase gegen den Audi-Fahrer um den sechsten Platz und hatte keine Angst vor einer übermütigen Attacke. "Es sollte niemand auf der Strecke sein, vor dem man Angst haben muss. Das Duell mit ihm war sehr fair."

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