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Ich hätte nicht gedacht, dass es noch reicht - Verhaltener Optimismus bei Herbold

Herbold sichert sich den Sieg in der Division und den 11. Gesamtrang von 44 gewerteten Teams.
von Uwe Köllner

Motorsport-Magazin.com - Die nach dem ersten Lauf im bayrischen Oberland als Meisterschaftsdritte angereisten Felix Herbold und Beifahrer Kevin Zemanik starteten mit zurückhaltendem Optimismus in die noch unbekannten Strecken der Wikinger Rallye an der Ostseeküste. Bei hervorragenden Bedingungen konnten die knapp 80 Starter auf den sehr anspruchsvollen Strecken aber bereits schon am Freitagabend auf Bestzeitenjagd gehen.

Das von der ADAC Stiftung Sport geförderte Team Herbold/Zemanik startete mit ihrem Citroen C2 R2 max eher verhalten in den Abend. Nach der ersten der 14 Wertungsprüfungen lagen sie auf dem 16. Rang der Gesamtwertung. Die Prüfungen am Sonnabend lagen dem von Schmack-Motorsport betreuten Duo weitaus besser. Sie konnten sich auf dem zweiten Rang in der Division 3 festsetzen.

Im Verlauf des Tages fuhr Christian Riedemann mit seinem Copiloten Oliver Bobrink beständig vom Feld, Herbold und Zemanik versuchten so gut es ging den Anschluss an den Spitzenreiter zu halten. Dass zahlte sich aus, denn Riedemann strandete an einem Baum. Er konnte zwar weiterfahren, doch sein kleines Mißgeschick war die Chance für das Bayrisch-Sächsische Duo Herbold/Zemanik , dass sich nun 4 Prüfungen vor Schluss mit 18 Sekunden in Führung der Division sah.

Es entbrannte ein verbissener Zweikampf, in dem sich beide Teams auf den letzten Metern der Rallye nichts schenkten. Noch spannender wurde es nach einem kleinen Dreher Herbolds, der ihm wiederum 7 wertvolle Sekunden kostete. Dies sollte aber der einzige Fehler bleiben. Am Ende kam das für den ADAC Sachsen startende VMC Team mit einen Vorsprung von 3 Sekunden ins Ziel, sicherte sich dadurch den Sieg in der Division und den 11. Gesamtrang von 44 gewerteten Teams.

"Ich hätte nicht gedacht, dass es noch reicht," freute sich Felix nach dem anstrengenden Tag. "Wir hatten heute kaum Zeit Luft zu holen und Christian hat eine sehr starke Leistung gezeigt. Wir wussten, dass es schwer wird gegen ihn, versuchten aber immer den Kontakt zu halten. Das hat sich am Ende ausgezahlt und wir sind einfach nur happy, wieder 20 Punkte mit nach Hause zu nehmen."

In der DRM konnten sich Herbold/Zemanik somit unter den Top 3 festsetzen und blicken zuversichtlich auf die kommende Rallye Vogelsberg Ende April.


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