Aber das Blatt kann sich in der afrikanischen Wüste bekanntlich schnell wenden. Das bewies Stéphane Peterhansel, der sich mit der zweitbesten Etappenzeit des Mittwochs auch in der Gesamtwertung auf Rang 7 verbesserte und nur noch 20 Minuten hinter dem Führenden Carlos Sainz liegt. Nach einem Problem beladenen Dienstag verlief die fünfte Etappe für den Rekordsieger besser.
Das beste Mitsubishi-Duo in der Gesamtwertung ist aber immer noch die Paarung Nani Roma und Lucas Cruz. Die beiden liegen auf dem vierten Gesamtrang und haben nur 16 Minuten Rückstand auf Sainz. Dennoch erlebte nur Peterhansel einen guten Tag. Die anderen drei Mitsubishi-Piloten hatten mit Reifenschäden zu kämpfen. Hiroshi Masuoka ereilte dieses Schicksal gleich dreimal.
Stéphane Peterhansel:
Heute bin ich zufriedener mit unserer Leistung, aber es war nicht einfach eine schnelle Zeit zu fahren, denn wir mussten heute Morgen als Zehnte auf die Strecke. Es gab jede Menge Steine und man konnte sich leicht einen Plattfuß einhandeln. Meine Zeit war nicht meine beste, aber man konnte hier leicht Zeit verlieren und deshalb machte ich etwas langsamer. Die morgige Etappe ist sehr schnell und es wird nicht einfach, viel Zeit gutzumachen.
Luc Alphand:
Wir hatten einen Reifenschaden und nachdem wir das Rad gewechselt hatten, mussten wir noch einmal anhalten. Das hat uns zwei Minuten gekostet und so haben wir insgesamt fünf verloren. Es war also wieder ein frustrierender Tag. Unsere Pace ist gut, aber wir haben momentan einfach kein Glück. An jedem Tag müssen wir wegen einer anderen Kleinigkeit anhalten. Wenn wir jeden Tag fünf Minuten verlieren, werden wir die Dakar nicht gewinnen können. Das Blatt muss sich wenden.
Nani Roma:
Es war ein langer und schwieriger Tag. Die Etappe war sehr technisch und ich hatte nach 12 km einen Reifenschaden. Dabei ging Giniel vorbei. Die Etappe kam nah an dem Ort vorbei, wo ich bei der Marokko Rallye im Juni meinen Unfall hatte und das war nicht gerade einfach. Ich musste mich voll konzentrieren. Ich bin etwas weiter zurück als ich es gerne gehabt hätte und machte einen Fehler mit dem platten Reifen, aber morgen beginnt ein neues Rennen in Mauretanien. Unser Ziel ist es Dakar zu erreichen, aber es wird nicht einfach zu gewinnen. Dieses Jahr ist das sehr schwierig.
Hiroshi Masuoka:
Wir hatten nach 20 km einen platten Hinterreifen und danach zwei weitere Reifenschäden auf den nächsten 120 km. Ich verstehe nicht warum. Ich habe keine Steine berührt und trotzdem war der Reifen platt. Ich war danach sehr vorsichtig und trotzdem hatten wir zwei weitere Reifenschäden. Danach hatte ich Angst, denn wir hatten keinen Ersatzreifen mehr. Ein weiterer Reifenschaden hätte uns in arge Probleme gebracht. Dann hätten wir auf den Service-Truck warten müssen und das hätte uns vier oder fünf Stunden gekostet. Das war nicht gut für mein Herz. Aber wir hatten Glück und verloren nur 10 Minuten.



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