Die Rallye Dakar 2026 ist am 3. Januar mit dem Prolog in ihre 48. Ausgabe gestartet. Bereits zum siebten Mal in Folge wird der Wüstenmarathon im Königreich von Saudi-Arabien ausgetragen. Motorsport-Magazin.com präsentiert euch alle Sieger der insgesamt 14 Etappen sowie die aktuellen Gesamtwertungen von Autos und Motorräder.

Rallye Dakar 2026: Alle Etappen-Sieger im Überblick

SessionWertungSieger AutoSieger Moto
Prolog 23 km Mattias Ekström (Ford) Edgar Canet (KTM)
1. Etappe 305 km Guillaume de Mevius (Mini) Edgar Canet (KTM)
2. Etappe 400 km Seth Quintero (Toyota) Daniel Sanders (KTM)
3. Etappe422 km Mitch Guthrie (Ford) Tosha Schareina (Honda)
4. Etappe 451 km Henk Lategan (Toyota) Tosha Schareina (Honda)
5. Etappe 365 km Mitch Guthrie (Ford) Luciano Benavides (KTM)
6. Etappe 331 km Nasser Al-Attiyah (Dacia) Ricky Brabec (Honda)
7. Etappe 462 km Mattias Ekström (Ford) Luciano Benavides (KTM)
8. Etappe 481 km Saood Variawa (Toyota) Luciano Benavides (KTM)
9. Etappe 418 km Eryk Goczal (Energylandia) Tosha Schareina (Honda)
10. Etappe 371 km Mathieu Serradorri (Century) Adrien van Beveren (Honda)
11. Etappe 347 km Mattias Ekström (Ford) Skyler Howes (Honda)
12. Etappe 310 km Nasser Al-Attiyah (Dacia) Ricky Brabec (Honda)
13. Etappe 105 km Mattias Ekström (Ford) Edgar Canet (KTM)

Rallye Dakar 2026: Die Geschehnisse des Tages auf einen Blick

Nasser Al-Attiyah holt sechsten Gesamtsieg! Luciano Benavides schreibt Motorrad-Geschichte!

Die Entscheidung bei der Rallye Dakar 2026 ist gefallen! Nasser Al-Attiyah sicherte sich auf der letzten Etappe einen Vorsprung von 9:42 Minuten und krönte sich zum sechsten Mal zum Sieger der Rallye Dakar. Bei den Motos ging es enger zu. Mit nur zwei Sekunden Vorsprung kürte sich Luciano Benavides erstmalig zum Dakar-Champion. Der Argentinier ging mit 3:20 Minuten Rückstand in die letzte Etappe und hatte unter normalen Umständen keine Chance mehr auf den Sieg. Als Ricky Brabec aber auf den letzten Kilometern auf die falsche Route abbog, nutzte Benavides seine Chance und sicherte sich Platz zwei in der Tageswertung und den Sieg in der Gesamtwertung.

Al-Attiyah schreibt Dakar-Geschichte, Vorentscheidung bei den Motos?

Der vorletzte Tag der Rallye Dakar 2026 bringt Geschichtsträchtiges. Als 17. in die 12. Etappe gestartet, legte Nasser Al-Attiyah die 310 Kilometer von Al Heyanikah nach Yanbu als Schnellster zurück. Damit sicherte er sich seinen 50. Etappensieg und egalisierte somit den Rekord von Ari Vatanen und Stephane Peterhansel. Gleichzeitig ist ihm mit nun 15:02 Minuten Vorsprung auf Nani Roma und lediglich einer verbleibenden Etappe über 105 Kilometer auch sein sechster Gesamtsieg bei der Rallye Dakar kaum noch zu nehmen. Spannend ist es einzig noch im Kampf um Platz drei, dort sind Mattias Ekström und Sebastien Loeb nur durch 29 Sekunden getrennt. Bei den Motos zeigte Ricky Brabec eine Galavorstellung und drehte mit seinem zweiten Etappensieg des Jahres einen vormaligen Rückstand von 23 Sekunden auf Luciano Benavides in einen Vorsprung von 3:20 Minuten. Eine komfortable Ausgangslage für den Honda-Piloten, der am Samstag nun seinem dritten Gesamtsieg bei der Dakar entgegen fahren wird.

Gesamtwertung Rallye Dakar 2026 - Autos:

Stand nach 12. Etappe

Pos.Fahrer/NavigatorAutoZeit/Rückstand
1.Nasser Al-Attiyah/Fabian LurquinDacia48:01:51 Stunden
2.Nani Roma/Alex HaroFord+15:02 Minuten
3.Mattias Ekström/Emil BergkvistFord+23:21
4.Sebastien Loeb/Edouard BoulangerDacia+23:50
5.Carlos Sainz/Lucas CruzFord+36:33
6.Mathieu Serradori/Loic MinaudierCentury+53:17
7.Lucas Moraes/Dennis ZenzDacia+53:35
8.Toby Price/Armand MonleonToyota+58:24
9.Seth Quintero/Andrew ShortToyota+1:19:10
10.Mitch Guthrie/Kellon WalchFord+1:27:27

Gesamtwertung Rallye Dakar 2026 - Motorräder:

Stand nach 12. Etappe

Pos.FahrerMotorradZeit
1.Ricky BrabecHonda48:08:12 Stunden
2.Luciano BenavidesKTM+3:20 Minuten
3.Tosha SchareinaHonda+27:51
4.Skyler HowesHonda+58:21
5.Daniel SandersKTM+58:31
6.Adrien van BeverenHonda+1:06:57
7.Ignacio CornejoHero Motorsports+1:40:05
8.Ross BranchHero Motorsports+2:48:15
9.Toni MulecKTM+2:55:16
10.Preston CampbellHonda+3:01:28

Lategan verliert alle Chancen, Knappes Motorrad-Duell dreht sich

Die 11. Etappe bedeutete das Aus aller Hoffnungen für den bisherigen Gesamtzweiten Henk Lategan. Er verlor durch Defekt über eine Stunde und fiel aus den ersten Zehn. Den Sieg holte sich Mattias Ekström im Ford. Nasser Al Attiyah kam nicht unter die ersten Zehn der Tageswertung und führt dennoch weiter souverän die Dakar an. Bei den Motorrädern hingegen gab es einen Wechsel. Im hochspannenden Duell hat sich Luciano Benavides die Gesamtführung von Ricky Brabec geschnappt. Die beiden trennen nur 23 Sekunden nach fast 45 Stunden Fahrzeit. Der Tagessieg ging an Honda-Fahrer Skyler Howes.

Nasser Al Attiyah wieder on Top

Auch wenn seine bisherigen Leistungen in diesem Jahr durchwachsen waren, hat Mathieu Serradori auf der 420 km langen Sonderprüfung nach Bisha den Jackpot geknackt. Er besiegte Nasser Al Attiyah um mehr als sechs Minuten und schoss in der Gesamtwertung um vier Plätze nach oben. Im Kampf um den Titel bleibt der große Gewinner aber Al Attiyah, der seine Dominanz auch auf der zehnten Etappe unter Beweis stellte und sich wieder an die Spitze der Gesamtwertung setzte. Bei den Motorrädern sicherte sich Adrien van Beveren (Honda) den Etappensieg vor dem nun wieder Gesamtführenden Ricky Brabec.

Familien-Team schockt die Hersteller-Konkurrenz

Drama auf der 9. Etappe der Dakar, dem ersten Teil eines weiteren Marathon-Abschnitts: Das Toyota-Privatteam Energylandia schockte die Werks-Konkurrenz mit einem Doppelsieg durch Eryk Goczal und seinen Onkel Michal Goczal! Beim Triumph des polnischen Duos nach 03:46 Stunden strauchelten die Favoriten. Nasser Al-Attiyah (Dacia) verlor die Gesamtführung an Ford-Pilot Nani Roma, nachdem er mit der Navigation kämpfte und 26 Minuten inklusive einer 1:10-Minuten-Zeitstrafe einbüßte. Auch die Gesamtsieganwärter Carlos Sainz (Ford, verlor 15 Minuten) Mattias Ekström (Ford, verlor 32 Minuten) und Henk Lategan (Toyota, verlor 25 Minuten und hatte Probleme mit der Servolenkung) ließen Federn.
In der Motorrad-Kategorie ist die Triumphfahrt von Luciano Benavides (P9, +11 Minuten auf Etappe 9) nach zuletzt zwei Etappensiegen vorerst beendet. Stattdessen hat sich Honda-Pilot Tosha Schareina mit seinem dritten Sieg zurückgemeldet. Die Gesamtführung liegt nun bei KTM-Pilot Daniel Sanders, der die Etappe als Zweiter abschloss. Der KTM-Pilot führt mit 06:24 Minuten Vorsprung auf Ricky Brabec (Honda) - einen derart großen Abstand hatte es bislang nicht im Klassement der Zweiräder gegeben.

Überraschung bei Toyota-Doppelsieg - Benavides übernimmt Motorrad-Führung

Überraschungs-Sieg bei der achten und längsten Etappe der Dakar: Toyota-Fahrer Saood Variawa setzte sich auf den 483 Kilometern rund um Wadi Ad-Dawasir vor Markenkollege Henk Lategan durch - mit nur drei Sekunden Vorsprung. Ford-Star Mattias Ekström lief mit lediglich 29 Sekunden Rückstand als Dritter ins Ziel ein. Nasser Al-Attiyah (Dacia) verteidigte die Gesamtführung mit dem fünften Platz, sein Vorsprung auf Verfolger Ekström schwand aber auf exakt vier Minuten.
In der Motorrad-Wertung hat Luciano Benavides die Gesamtführung erobert. Der KTM-Pilot aus Argentinien feierte seinen zweiten aufeinanderfolgenden sowie den dritten Etappensieg. Benavides setzte sich mit 04:45 Minuten Vorsprung vor seinem KTM-Markenkollegen Daniel Sanders und Honda-Fahrer Ricky Brabec (+05:02 Minuten) durch. In der Gesamtwertung sind Benavides und Sanders um nur 10 Sekunden getrennt, knappe fünf Minuten dahinter lauert Brabec.

Ekström feiert siebten Etappen-Sieg, Benavides noch im Rennen

Die siebte Etappe geht an Mattias Ekström. Der Schwede setzte sich gegen Joao Ferreira und Mitch Guthrie durch. Viel hat Ekström bereits während der gesamten Rallye nicht zur Spitze gefehlt. Er kam mit einer Zeit von unter vier Stunden nach 462 Kilometern ins Ziel. Damit arbeitet sich Ekström auf Platz zwei in der Gesamtwertung vor. Auf Platz eins liegt weiterhin Rallye-Legende Nasser Al-Attiyah.
In der Motorrad-Wertung hingegen führt weiter Daniel Sanders. Sein Vorsprung ist mittlerweile auf über vier Minuten angewachsen. Die siebte Etappe gewann Luciano Benavides. Damit arbeitet sich der Argentinier weiter vor. Aktuell fehlen ihm nur noch 15 Sekunden auf den zweitplatzierten Ricky Brabec.

Al-Attiyah holt Rekordsieg, Honda schlägt zurück

Der Sieg der 6. Etappe ging an Nasser Al-Attiyah. Die Rallye-Legende trägt sich damit endgültig in die Dakar-Geschichtsbücher ein. Es ist seine 19. Rallye Dakar in Folge, in der er zumindest einen Etappen-Sieg holt – so eine Erfolgsserie gab es noch nie. Al-Attiyah schnappte sich zur Hälfte der 331 Kilometer die Führung und kam zwei Minuten vor seinem Markenkollegen Sébastien Loeb ins Ziel. Es ist der erste Doppel-Erfolg für Dacia bei der Dakar.
In der Motorrad-Gesamtwertung hält sich Daniel Sanders weiter an der Spitze, aber nur mit einem hauchdünnen Vorsprung von 45 Sekunden auf den Zweitplatzierten Ricky Brabec. Sanders musste bei der 6. Etappe eine bittere Strafe einstecken. In einer 50er-Zone fuhr er 98 km/h und bekam dafür eine 6-Minunten-Strafe aufgebrummt. Die Etappe von Hail nach Riyadh entschied Brabec für sich, Markenkollege Tosha Schareina machte mit Platz zwei den Honda-Erfolg komplett.

Dreifacher Etappen-Erfolg für Ford, KTM wieder an Zweirad-Spitze

Die 5. Etappe der Rallye Dakar stand ganz im Namen von Ford: Der US-amerikanische Autobauer besetzte das komplette Podium des 365 Kilometer langen Tests von Al-Ula nach Hail. Der finale Abschnitt war ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den Markenkollegen Mitch Guthrie und Nani Roma. Nach einer nachträglichen 1:10-Minuten-Strafe für Roma holte sich Guthrie seinen zweiten Etappen-Sieg. In der Gesamtwertung bleiben die Top-3 aber gleich: Henk Lategan führt vor Nasser Al-Attiyah und Mattias Ekström.
Bei den Motorrädern setzte sich KTM wieder an die Spitze: Luciano Benavides machte es seinem Bruder Kevin gleich und gewann in Hail. Der KTM-Pilot setzte sich mit einer Zeit von 04:05:16 Stunden gegen Ignacio Cornejo und Daniel Sanders durch. Der Vorjahres-Dakar-Sieger Sanders erobert mit seinem P3 die Gesamtführung zurück, nachdem er sie bei 4. Etappe an Tosha Schareina verlor.

Sieg für Schareina und Lategan

Tosha Schareina holte sich auf der Marathonetappe Alula den zweiten Sieg in Folge, und zwar in beeindruckender Manier. Der Spanier lag bereits bei der Hälfte der 417 km langen Sonderprüfung allein an der Spitze. Mit seinem Sieg übernimmt Schareina auch die Gesamtwertung, wobei er mit Honda-Pilot Ricky Brabec gleichauf liegt. Schareina führt allerdings aufgrund seiner besseren Leistung in der heutigen Etappe. Mit dem dritten Platz durch Skyler Howes unterstrich Honda seine Stärke.
Bei den Vierrädern könnte es schon eine erste Vorentscheidung gegeben haben. Henk Lategan fuhr mit seinem Toyota Hilux zu seinem fünften Etappensieg. Er lag mehr als sieben Minuten vor Nasser Al-Attiyah und übernahm mit 3:55 Minuten Vorsprung vor dem Katarer die Gesamtführung. An der Spitze der Rangliste thronen die Toyotas und Dacias, doch die Ford Raptors bleiben nach ihrem Erfolg vom Dienstag in Schlagdistanz.

Honda durchbricht KTM-Siegesserie, Ford mit Ausrufezeichen

Am dritten Tag der Dakar 2026 stellten sich die Teilnehmer der bisher längsten Etappe: 422 km, davon zwei Drittel über Schotter und ein Drittel über Sand. Tosha Schareina durchbrach die KTM-Siegesserie und brachte ein Honda-Modell auf die Spitze. Er kam über zwei Minuten vor seinem Markenkollegen Ricky Brabec über die Ziellinie. Dakar-Vorjahressieger und Sieger der zweiten Etappe Daniel Sanders wurde Dritter und behält damit die Gesamtführung.
In der Auto-Wertung setzte Ford ein Ausrufezeichen: Die US-Marke besetzt nach der dritten Etappe die Top-5 der Gesamtwertung. Mitchell Guthrie ist mit seinem ersten Etappensieg in der T1-Kategorie Spitzenreiter, sein Markenkollege Martin Prokop konnte sich durch späte Positionsverschiebungen den zweiten Platz sichern.

Starkes Ergebnis für KTM

Die zweite Etappe der Dakar 2026 führte die Teilnehmer vom Roten Meer über 504 km bis zur Oase Al-'Ula. Vorjahressieger Daniel Sanders (KTM) holte seinen ersten Tagessieg. Der KTM-Fahrer setzte sich in 04:13:37 Stunden vor seinem Markenkollegen Edgar Carnet und Honda-Fahrer Ricky Brabec durch. Bei den Autos gewannen Seth Quintero und Andrew Short (Toyota) die zweite Etappe in 3:05 Stunden. Titelverteidiger Yazeed Al-Rajhi und Co-Pilot Timo Gottschalk sicherten sich mit Rang drei die Gesamtwertung.

Etappensieg und Führung für Guillaume de Mevius

Am Sonntag ging bei der Rallye Dakar 2026 die erste Etappe über die Bühne, nachdem am Samstag der Prolog abgehalten wurde. Guillaume de Mevius mit Navigator Mathieu Baumel passierten die 518 Kilometer langen Etappe (davon 305 Kilometer auf Zeit) mit einer Zeit von 3:07:49 am schnellsten. Nasser Al-Attiyah (Fabian Lurquin) und Martin Prokop (Viktor Chytka) sortierten sich auf P2 und P3 ein. De Mevius sicherte sich damit auch automatisch die Gesamtführung.

Ihr wollt wissen, wie es sich in einem Rallye-Auto fährt? Dann ist heute euer Glückstag! Unser Robert durfte 2025 einmal an der Seite von Rallye-Legende Sebastien Loeb mitfahren. In diesem Video erzählt er euch, wie das so war:

Mit Sébastien Loeb abheben: Wilder Ritt durch den Staub! (06:37 Min.)