Für die Deutschen verlief die erste Etappe der Rallye Dakar sehr, sehr unterschiedlich. Die deutschen Beifahrer Andreas Schulz und Dirk von Zitzewitz dürfen sich über Platz eins und zwei freuen, während die Fahrerinnen Jutta Kleinschmidt und Ellen Lohr mit den Rängen 48 und 144 keinesfalls zufrieden sein werden und können.

Von Zitzewitz startet erfolgreich in die Dakar, Foto: VW
Von Zitzewitz startet erfolgreich in die Dakar, Foto: VW

Dirk von Zitzewitz führte zusammen mit seinem Piloten Giniel de Villiers von Volkswagen Motorsport einige Zeit das Gesamtklassement an. Doch dann schnappte ihm Andreas Schulz mit Carlos Sousa Platz eins weg. Doch der blieb in der Familie, schließlich sind Schulz und Sousa im Kundenteam "Lagos" von Volkswagen Motorsport unterwegs. Das Duo De Villiers und Zitzewitz ist dennoch mit seinem zweiten Platz zufrieden. Die ausgefahrene Strecke und die Zuschauer machten die Fahrt nicht einfach.

Gleich zu Beginn vom Pech verfolgt war Jutta Kleinschmidt. Die BMW-Fahrerin verlor rund eine halbe Stunde, als sie mit Elektronikproblemen stoppte. Ihr legte sich das Pech im wahrsten Sinne des Wortes in den Weg. Ein Motorradfahrer war ihr auf der zerfurchten Strecke vor den BMW gefallen. Als Kleinschmidt abbremste, starb auch der Motor ab. Leider ging er nicht wieder an und es dauert einige Zeit, bis die beiden Damen den Fehler behoben hatten. Am Ende belegten sie Rang 48. Ebenfalls vom Glück verlassen war Ellen Lohr. Sie hat jetzt schon zwei Stunden Rückstand auf die Spitze. Obwohl es erst die erste Etappe ist, wird es für sie schwer von Platz 144 ins vordere Feld vorzudringen.

Kris Nissen als Chef des deutschen Herstellers Volkswagen Motorsport dürfte heute aus dem Grinsen nicht mehr herausgekommen sein. Schließlich nahmen seine fünf Race-Touaregs die Spitze vollkommen in Beschlag. Hauptkonkurrent Mitsubishi ließ es aber noch ruhiger angehen.

Auch BMW kann zufrieden sein. Überraschten sie doch mit einem sechsten Platz von Guerlain Chicherit und einem neunten Rang von Nasser al Attiyah. Jetzt müssen sie "nur noch" Jutta Kleinschmidt wieder in die vorderen Plätze bringen.