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Dakar Rallye / Blog

Reisetagebuch: Ellen Lohr live von der Rallye Dakar - Tag 3:

Nach Etappe 3 liegt ein Peugeot-Triple vorne. Toyota muss herbe Zeitverluste hinnehmen. Hirvonen holt für Mini die Kohlen aus dem Feuer.
von Ellen Lohr

Motorsport-Magazin.com - Die alte Dakar Regel, wer den Prolog gewinnt wird die Dakar nicht gewinnen, soll wohl weiter bestand haben. Prologgewinner Nasser Al-Attiyah auf einem der Werks-Toyota muss auf der heutigen Etappe einen herben Rückschlag hinnehmen und hat sich so frühzeitig aus dem Titelkampf verabschiedet. Ein harziger Crash kostet ihn über zwei Stunden; das ist bei der heutigen Leistungsdichte nicht mehr aufholbar.

So sieht die Verpflegung bei der Dakar aus: (02:52 Min.)

Die Toyota-Truppe hatte generell einer ziemlich schlechten Tag, auch de Villiers mit Dirk von Zitzewitz auf dem Beifahrersitz kommen nach Problemen mit der Bezinpumpe nur abgeschlagen als 18. ins Ziel. Um das Drama zu komplettieren bleibt auch Erik van Loon noch stehen. Ob ohne Sprit oder mit ähnlichen Problemen wie Zitzewitz bleibt im Dunkeln.

Nachdem Al-Attiyah, der zwischenzeitlich führte, nicht mehr mitkämpfen konnte, war der Weg frei für die Werks-Peugeot. Dreifachsieg durch Peterhansel, Sainz und Loeb. So früh war Stephan Peterhansel bei keinem seiner Dakar-Siege vorne. Im Gesamtklassement liegt er nun auf Position drei hinter seinen Markenkollegen. Der Viertplatzierte der vergangenen Dakar, Mini-Pilot Mikko Hirvonen, erobert diesen Platz schon heute und ist damit auch in Schlagdistanz zur Spitze.

3. Etappe: Drama um Al-Attiyah, Moto-Sieg für Barreda: (04:35 Min.)

Die Stage war absolut spannend. Im Gegensatz zum vergangenen Jahr fing sie im Offroad-Gelände an, was besonders für die Beifahrer eine Herausforderung war. Lange ist es her, dass es so viele Fehler in der Navigation bei den Top-Teams gab. Auch die Pistenstrecke danach war nicht ohne. Viel Staub machte das Fahren hinter einem anderen Teilnehmer zur Qual. In der Mitte der Etappe wurde eine Neutralisation eingebaut. Über 5.000 m ein Rennen zu fahren schien den Organisatoren zu recht zu riskant.

Die Donnerstags-Stage nach Tupiza in Bolivien wird die Dakar für sechs Tage auf eine durchschnittliche Höhe von 3.600 m bringen. Die ersten Dünen kommen auch in Sicht.


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