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Mclaren am Ende?

Diskussionsforum über Teams und Motoren in der Formel 1.
Beitrag Mo Dez 29, 2014 7:38 pm

Beiträge: 16228
Lewiskreischer hat geschrieben:
klar, motorische überlegenheit gab es früher auch schon, z.b. der TAG-turbo (für formelchen: porsche), der renault v-10, der honda v-10/12.
nur hatte die konkurrenz ne chance, aufzuholen. seit der einfrierung der motoren ende 2006 gibt´s diese chance nicht mehr.
und die kosten? schießen in den himmel :evil:


Über die Regel der Motoren-Einfrierung kann man sicher streiten, ich finde das auch nicht optimal.

Aber die Teams und Hersteller waren damit alle einverstanden. Es ist dann schon lustig aber auch peinlich zugleich, wenn Hersteller wie Ferrari, Renault und offenbar auch Honda einen schlechten Job machen und dann eine Aufhebung dieser Regel fordern.

Vor allem bei Renault und Honda muss ich schmunzeln, denn bei denen hatten wir das gleiche Thema schonmal vor ca. 8 Jahren. Da brauchten sie auch eine Extrawurst um bei den Motoren nachbessern zu dürfen.

Beitrag Mo Dez 29, 2014 8:37 pm

Beiträge: 123
mann, darum gehts doch. ohne extrawurst kein aufholen, das ist doch schwachsinn!
worauf du vermutlich anspielst, ist 2006. da beharkten sich ferrari & renault bis zum letzten rennen, mclaren-mercedes fuhr hinterher und konnte ungestört entwickeln und sich nen vorteil herausarbeiten. gut gemacht, zugegeben.
aber was hat das mit sportlichem wettbewerb zu tun. vor 2007 gehörte dazu, dass der eine was findet, der andere auf- oder sogar überholt. darum sollte es bei M O T O R-spocht imo gehen.
und wenn das affentheater dann noch kaum jemand bezahlen kann, dann stinkt doch der fisch vom kopfe...

Beitrag Mo Dez 29, 2014 9:15 pm

Beiträge: 0
Das merkt doch in der modernen F1 keiner. Man will mit allen Mitteln technischer Vorreiter für irgendwelchen Schwachsinn sein, der für eine Serie ohnehin zu teuer und nicht durchsetzbar ist. Und dann macht man diesen Ganzen Mist auch noch auf Kosten der Fans, die in Scharen weglaufen. Wahrscheinlich müssen in allen Rennen die Tribünen leer sein, damit die Hüter der F1 mitbekommen, dass sie dringend etwas verändern müssen, nämlich aus dem Zirkus wieder echten Motorsport zu machen. Und da kann es einfach nicht sein, das die Entwicklung einfach eingefroren wird, ohne das die anderen eine Chance haben, nachzubessern. Damit steht ja heute fest, wer auch 2015 WM wird. Das wird noch mehr Fans abhalten sich das anzuschauen.

Beitrag Di Dez 30, 2014 12:21 am

Beiträge: 123
so schauts aus, funerli. 2014, da fuhren "deutsche" autos kreise um die konkurrenz, hatte ein "deutscher" fahrer bis zum letzten rennen noch titelchancen und ... bei rtl brechen die zuschauerzahlen weg.
aber das juckt diese eitlen und/oder senilen trottel wie ecclestone oder todt nicht.

Beitrag Di Dez 30, 2014 12:26 am

Beiträge: 36528
Also erstmal muss man sagen, dass es sehr wohl Chancen zur Nachbesserung gibt. Man darf immerhin 48% des Motors völlig überarbeiten. Da geht schon was. Das hat man übrigens deswegen gemacht, um sowas wie damals in der V8-Ära bei Honda und Renault zu verhindern. Die durften damals auch nur leicht nachbessern, bis alle Motoren eben in etwa auf einem Niveau sind.

Gefallen tut mir das nicht - dann können sie ja gleich mit Einheitsmotoren fahren. Nur: Renault, Ferrari, Mercedes etc saßen alle mit am Tisch als das Reglement aufgesetzt wurde, hätten sie ja gleich anders machen können.

Beitrag Di Dez 30, 2014 1:08 pm

Beiträge: 6955
Micha, zum Zeitpunkt der Einfrierierung der V8 war das Saugmotoren-Konzept zig Jahre alt, selbst die V8 liefen schon Jahre, und alle involvierten Hersteller fuhren seit Jahren gegeneinander Rennen - so dass man sich selbst wie auch alle Außenstehende davon überzeugen konnte dass alle Hersteller mehr oder weniger gleichauf und siegfähig waren und dass keiner mit gravierenden technischen Mängeln zu kämpfen hatte - unter diesen Gesichtspunkten ist eine Einfrierung natürlich recht leicht und fair machbar...
Stimmt, alle Hersteller haben zugestimmt - in einem Anflug von Größenwahn und Selbstüberschätzung und in der Meinung, dass ja jeder der Beste bei diesem neuartigen Hybrid-Müll wird - die Quittung haben sie jetzt! Man kann es jetzt lassen wie es ist, Mercedes dominiert auf Jahre, Renault steigt aus und die F1 geht den Bach runter - oder man ändert was, gravierend!
Mal ganz abgesehen davon dass die 4 Motorenhersteller (oder zumindest 3 davon...) ihren Hybrid-Müll unbedingt haben wollten und dabei weder an die Kosten noch an die Fans oder die Fahrer gedacht haben...

Beitrag Do Jan 08, 2015 5:36 pm

Beiträge: 7703
Lewiskreischer hat geschrieben:
so schauts aus, funerli. 2014, da fuhren "deutsche" autos kreise um die konkurrenz, hatte ein "deutscher" fahrer bis zum letzten rennen noch titelchancen und ... bei rtl brechen die zuschauerzahlen weg.
aber das juckt diese eitlen und/oder senilen trottel wie ecclestone oder todt nicht.


ja, aber das liegt einfach an der Qualität der Übertragung. Ich habs dieses Jahr auch bei RTL versucht anzuschauen - das ist doch keine Übertragung, daß ist der letzte Dreck. Dauerwerbesendung mit Renneinblendungen und dümmlichen Kommentatoren.....
Und Rosberg ist halt auch mehr Schleimbolzen als Deutscher....

Beitrag Do Jan 08, 2015 5:50 pm

Beiträge: 36528
Also Danner find ich nicht schlecht.

Beitrag Mi Jun 13, 2018 6:40 pm

Beiträge: 7703
automatix hat geschrieben:
Ich denke, Mclaren ist am Ende seiner Zeit als Topteam angelangt. Sie haben ganz offensichtlich nicht mehr das Kapital und das Know How im Entwicklungswettrennen mit Red Bull und Ferrari mitzuhalten.
Wenn man sieht, wie der Red Bull jetzt wieder das dominante Auto ist, wie Ferrari aus der Gurke ein gutes Rennauto gebaut hat und wenn man dann sieht, wie Mclaren mehr und mehr Chancenlos rumgurkt, obwohl man phasenweise das beste Auto hatte, wenn man sieht, wie massiv sie Zuverlässigkeitsprobleme haben, das zeigt, daß Mclaren nicht mehr das Topteam ist, das sie mal waren. Der große Trumpf von Mclaren, das man sehr gut weiterentwickelte ist weg und wirklich gute Autos hat Mclaren seit 1998 nur zweimal geschafft - 2005 war man aber zu unzuverlässig und 2007 zu unprofessionel und da was draus zu machen.
Spätestens beim nächsten größeren Reglementsumbau ist Mclaren weg von Fenster wird den Weg von Williams gehen.


so falsch lag ich dann nicht. Seit 2012 bis auf zwei Zufallspodeste keine nennenswerten Erfolge mehr. Keine Sponsoren und keinen Werksmotor.....

Beitrag Mi Jun 13, 2018 8:21 pm

Beiträge: 16228
Ja bei McLaren sieht es düster aus. Sie sind auf dem gleichen Wege wie Williams: steil nach unten.

Wenn sie jetzt noch Alonso verlieren, fehlt ihnen auch ein Topfahrer. Es ist wohl auszuschließen, dass sich ein Ricciardo sowas antut.

Der Honda-Motor hatte sicher großen Anteil am Misserfolg die letzten drei Jahre, aber jetzt sieht man halt dass es auch mit einem anderen Motor nicht soviel besser läuft.


Eine Parallele zu Williams ist zudem: BMW wollte damals mehr Einfluss bei Williams oder sie sogar aufkaufen. Williams wollte das nicht, was sicher verständlich war aber angesichts seines fortgeschrittenen Alters vielleicht auch ein Fehler.

Und bei McLaren war es ganz ähnlich, als Mercedes sie 2008 oder 2009 aufkaufen wollte bzw. mehr Einfluss wollte, hat man das abgelehnt. Als Mercedes sich selbständig machte, später auch noch Hamilton und Lowe von McLaren wegholte, war das Schicksal von McLaren wohl endgültig besiegelt.

Aber wie die finanzielle Lage ist weiß ich nicht so recht. McLaren baut mittlerweile richtig gute Straßenrenner, die sich auch gut verkaufen. Insofern ist man da zumindest besser aufgestellt als Williams und hat vielleicht gewisse Rücklagen.

Ich bin ja sowieso seit längerem der Meinung, dass eine Edel-Autoschmiede wie McLaren, die ja mittlerweile selbst Motoren bauen, auch in der F1 eigene Motoren einsetzen sollte.

Beitrag Do Jun 14, 2018 8:54 pm

Beiträge: 36528
Das Hauptroblem ist wohl das Geld. McLaren kann da dem Wettrüsten der Topteams nicht standhalten.

Beitrag Do Jun 14, 2018 10:44 pm

Beiträge: 16228
MichaelZ hat geschrieben:
Das Hauptroblem ist wohl das Geld. McLaren kann da dem Wettrüsten der Topteams nicht standhalten.


Das Geld hatte man die letzten 3 Jahre und da ging auch nicht viel nach vorn. Wäre man bei McLaren etwas partnerschaftlicher gegenüber Honda gewesen was die Anordnung der Unit-Komponenten angeht, vielleicht wäre da mehr nach vorn gegangen.

Beitrag Sa Jun 16, 2018 11:10 am

Beiträge: 36528
McLaren hat aber auch einen anderen Anspruch als nur etwas nach vorn zu kommen. Das mag für Toro Rosso okay sein, aber McLaren will ganz nach vorn. Und dazu braucht man ein Auto ohne Kompromisse. War mit Honda nicht möglich und da hat sicherlich McLaren auch seine Schuld dran.

Beitrag Sa Jun 16, 2018 1:46 pm

Beiträge: 16228
MichaelZ hat geschrieben:
McLaren hat aber auch einen anderen Anspruch als nur etwas nach vorn zu kommen. Das mag für Toro Rosso okay sein, aber McLaren will ganz nach vorn. Und dazu braucht man ein Auto ohne Kompromisse. War mit Honda nicht möglich und da hat sicherlich McLaren auch seine Schuld dran.


McLaren hat aber auch andere Möglichkeiten als Torro Rosso. Hätte man Honda nicht immer alles vorgeschrieben und wäre etwas mehr Kompromisse eingegangen, dann wäre da wohl auch mehr möglich gewesen.

Beitrag Sa Jun 16, 2018 5:23 pm

Beiträge: 36528
Mit Kompromissen wirst du nicht Weltmeister.

Beitrag Sa Jun 16, 2018 9:45 pm

Beiträge: 16228
MichaelZ hat geschrieben:
Mit Kompromissen wirst du nicht Weltmeister.


Blödsinn.

2005 war Newey auch kompromisslos beim Auto und schwupps flogen die Motoren reihenweise hoch.

Es muss das Gesamtpaket aus Auto und Motor stimmen. Es ist immer noch besser beim Chassis erstmal auf 3-4 Zehntel zu verzichten, wenn dafür die Zuverlässigkeit gesichert ist.

Beitrag So Jun 17, 2018 12:36 pm

Beiträge: 7703
MichaelZ hat geschrieben:
Mit Kompromissen wirst du nicht Weltmeister.


sagt wer? Brawn GP mußte ja auch kurzfristig den Mercedes Motor ins Auto bauen und wurde Weltmeister - nur was man ganz sicher weiß ist, daß man ohne zuverlässigen, starken Motor nicht Weltmeister wird -und darum wäre es aus sicht von Mclaren sehr wohl sinnvoll gewesen, beim Chassis ein paar Kompromisse zu machen um den Honda Motor zum laufen zu bringen.

Beitrag So Jun 17, 2018 11:31 pm

Beiträge: 36528
formelchen hat geschrieben:
Blödsinn.

2005 war Newey auch kompromisslos beim Auto und schwupps flogen die Motoren reihenweise hoch.


Mit Kompromissen wirst du nicht Weltmeister heißt nicht, dass du ohne Kompromisse sicher Weltmeister wirst. Es ist wie mit dem Formel-1-Budget: Viel Geld ist keine Garantie für Erfolg (siehe Toyota), aber es ist eine Voraussetzung für Erfolg. Mit einem Schmalspurbudget wirst nicht Champion.

Beitrag So Jun 17, 2018 11:37 pm

Beiträge: 36528
automatix hat geschrieben:

sagt wer? Brawn GP mußte ja auch kurzfristig den Mercedes Motor ins Auto bauen und wurde Weltmeister - nur was man ganz sicher weiß ist, daß man ohne zuverlässigen, starken Motor nicht Weltmeister wird -und darum wäre es aus sicht von Mclaren sehr wohl sinnvoll gewesen, beim Chassis ein paar Kompromisse zu machen um den Honda Motor zum laufen zu bringen.


Du kannst den einfachen V8-Motor nicht mit dem hochkomplexen Antriebsstrang aktuell vergleichen.

Beitrag Mo Jun 18, 2018 9:01 pm

Beiträge: 1450
MichaelZ hat geschrieben:
McLaren hat aber auch einen anderen Anspruch als nur etwas nach vorn zu kommen. Das mag für Toro Rosso okay sein, aber McLaren will ganz nach vorn. Und dazu braucht man ein Auto ohne Kompromisse. War mit Honda nicht möglich und da hat sicherlich McLaren auch seine Schuld dran.

Es bringt nichts 3 Jahre auf die eigenne Konzepte zu beharren und keinen Schritt auf den Motorenpartner zuzugehen, wenn jeder sehen kann, dass das so nicht funktioniert. Was hat man denn dahingehend geschafft, dass man sich nicht auf Kompromisse hat einlassen wollen? Genau gar nichts. Ein F1-Auto ist ein Gesamtkonzept aus den unterschiedlichsten Bereichen und diese Bereiche müssen ineinanderfließen und zu einer Einheit werden. Wenn da jeder nur für sich denkt und die ausgearbeiteten Konzepte durchboxen will, kann am Ende nichts bei rumkommen. Von daher ist deine Aussage natürlich völliger Unsinn. Ein F1 Auto ist in der Gesamheit das Ergebnis von sehr vielen Kompromissen, anders würde es nämlich gar nicht funktionieren - selbst wenn ein Part sein Konzept durchdrücken kann, muss eben ein anderer Teil sein Konzept anpassen, was am Ende genauso ein Kompromiss ist.

Beitrag Di Jun 19, 2018 2:58 pm

Beiträge: 36528
Okay, ich hab wie immer nur Unsinn geredet. Historiker hat aufgeklärt, wie immer. Nur er hat den Durchblick.

Beitrag Fr Jun 22, 2018 4:42 pm

Beiträge: 3279
Bei McLaren gibt es Zoff. Ein Köpferollen scheint wohl unausweichlich. Im Mittelpunkt des Konflikts stehen Racing Director Eric Boullier, Chefingenieur Matt Morris, Chief Operating Officer Simon Roberts und Operations Director David Probyn. Ex-Teamchef Martin Whitmarsh könnte das Team aus Woking übernehmen...

Quellen:

https://www.motorsport-magazin.com/form ... r-freddos/

https://www.motorsport-magazin.com/form ... -boullier/

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