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Beitrag Sonntag, 22. März 2015

Beiträge: 10692
formelchen hat geschrieben:
Aber Bernie und seine Leute gehen lieber in Länder wie Korea, Indien oder Katar, wo man dann vor leeren Tribünen fährt.

Ach und in Deutschland waren die Tribünen voll???

formelchen hat geschrieben:
Achja, ich als Wahl-Hamburger wollte noch erwähnen, dass ich beim Bürgerentscheid auch gegen Olympia stimmen werde. Und die meisten Hamburger in meinem Umfeld sehen es ähnlich. Die haben alle keinen Bock darauf. Auch weils Milliarden kosten wird und zudem die Mieten nachhaltig in die Höhe treiben könnte.

Genau das meinte ich mit typisch deutscher Spießer-Mentalität! Ärmlich und peinlich...
"Wir sind beide tolle Fahrer, nur dass der eine mehr Glück hatte, so lange Zeit in einem so guten Auto zu sitzen."

"I'm just trying to race and this sport these days is more about penalties than about racing. "

Beitrag Sonntag, 22. März 2015

Beiträge: 45280
Das ist nicht ärmlich und peinlich, sondern das ist eine andere Einstellung zu dem Ganzen, die du auch einfach mal akzeptieren könntest und nicht gleich abwerten musst. Fakt ist nun mal, ich kanns verstehen, dass man die Taschen Ecclestones oder anderen nicht ganz zweifelsfreien Personen nicht weiter stopfen will. Ich persönlich hab auch keinen Nutzen davon, wenn Olympia in Hamburg stattfindet.

Beitrag Sonntag, 22. März 2015

Beiträge: 3402
Aserbaidschan wird im nächsten Jahr ein F1-GP erhalten. Doch in den letzten Tagen gab es eher beunruhigende Nachrichten, denn an der Grenze zwischen Aserbaidschan und Armenien gab es militärische Auseinandersetzungen. Beide Seiten schieben sich gegenseitig die Schuld in die Schuhe, sind sich jedoch einig, dass vom Waffenstillstand, der nach dem Krieg um Nagornyj Karabach im Mai 1994 vereinbart wurde, keine Rede mehr sein kann. Armenische Politiker sehen dabei einen Zusammenhang zwischen den Kämpfen und der jüngsten Kritik des armenischen Präsidenten Sersch Sarkisjan an Aserbaidschan wegen russischer Waffenlieferungen.

Damit scheint der nächste Krisenherd in Osteuropa zu entstehen. Ob das Rennen in Aserbaidschan, welches den Titel "GP von Europa" tragen soll, gefährdet ist, ist bis jetzt noch unklar. Denn: Der Termin ist im Moment "safe".

Quelle: http://www.faz.net/aktuell/politik/ausl ... 96486.html
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Beitrag Sonntag, 22. März 2015

Beiträge: 6675
Nach der Diskussion hier, hab ich Danners Kommentar gelesen.
Meine Meinung geht in alles Richtungen. Ich verstehe die Seite, die argumentiert, dass man Ecclestone nicht weiter fuettern soll. Was faktisch einfach der Fall ist. Auf der anderen Seite verstehe ich auch, dass man sag, Ecclestone hat schon einen Rabat angeboten und wenn man das nicht gebacken bekommt, dann ist man selber Schuld.
Auch halte ich es fuer ziemlich daneben, dass Mercedes nun noch dafuer zahlen soll, dass ein GP in Deutschland stattfindet. Ich glaube nicht, dass die Teilnehmer des Wettbewerbs sich mit ihren eigenen Budget darueber kuemmern muessen, dass in ihrem Heimatland gefahren wird. Das ist Aufgabe von anderen Leuten.

Angesichts der ueberragenden crowd in Hockenheim im letzten Jahr kann ich aber auch verstehen, dass keiner Lust hat, den GP auszurichten, weil im Endeffekt ja eh niemand kommt, erst recht, wenn man so lange braucht um klar zu machen, ob es einen GP gibt oder nicht.
Kimi Raikkonen

Beitrag Sonntag, 22. März 2015

Beiträge: 25491
Mav05 hat geschrieben:
formelchen hat geschrieben:
Aber Bernie und seine Leute gehen lieber in Länder wie Korea, Indien oder Katar, wo man dann vor leeren Tribünen fährt.

Ach und in Deutschland waren die Tribünen voll???

Es gab Zeiten da war das so.

Und es gab auch Zeiten ohne Schumacher, als die Tribünen gut besetzt waren. Das Potential in Deutschland ist sicher vorhanden, aber wenn die Karte 300 Euro und mehr kostet, überlegt man sich doch, ob man von dem Geld nicht lieber ne Woche in den Urlaub fährt.


formelchen hat geschrieben:
Achja, ich als Wahl-Hamburger wollte noch erwähnen, dass ich beim Bürgerentscheid auch gegen Olympia stimmen werde. Und die meisten Hamburger in meinem Umfeld sehen es ähnlich. Die haben alle keinen Bock darauf. Auch weils Milliarden kosten wird und zudem die Mieten nachhaltig in die Höhe treiben könnte.

Genau das meinte ich mit typisch deutscher Spießer-Mentalität! Ärmlich und peinlich...


Sorry aber du hast natürlich gut reden, weil du nicht in HH wohnst.

Und die Meinung anderer als ärmlich und peinlich zu nennen statt sie zu respektieren, halte ich wiederum für ärmlich und peinlich.

Die Mietpreise sind jetzt schon pervers hoch. Und das Beispiel London hat gezeigt, dass es diesbezüglich durch die Olympiade durchaus nochmals einen Schub nach oben geben kann.

Wie gesagt, ich kenne viele Hamburger, die dagegen sind. Viele sind halt der Meinung, dass man sich bei den Kosten für die Elbphilharmonie schon ausreichend krass verkalkuliert hat. Bei den olympischen Spielen könnte das auch passieren. Denn die Politik legt immer schöne Zahlen vor und wenn dann die Entscheidung getroffen ist, ufern die Kosten krass aus. Anderes schönes Beispiel aus Hamburg ist übrigens diue Bundesgartenschau....aber ich will dich nicht mit der Regionalpolitik nerven, interessiert dich ja eh nicht.

Die Berliner werden sicher auch ihre Gründe haben, weshalb sie Olympia nicht wollten. :wink:

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Beitrag Sonntag, 22. März 2015

Beiträge: 10692
MichaelZ hat geschrieben:
Das ist nicht ärmlich und peinlich, sondern das ist eine andere Einstellung zu dem Ganzen, die du auch einfach mal akzeptieren könntest und nicht gleich abwerten musst. Fakt ist nun mal, ich kanns verstehen, dass man die Taschen Ecclestones oder anderen nicht ganz zweifelsfreien Personen nicht weiter stopfen will. Ich persönlich hab auch keinen Nutzen davon, wenn Olympia in Hamburg stattfindet.

Es ist MEINE EINSTELLUNG dazu dass diese Ansicht ärmlich und peinlich ist - und das hast Du genau so zu akzeptieren!!!
Wir Deutschen rühmen uns eine der größten Industrienationen zu sein und wir bekommen NICHTS auf die Reihe! Als es in Russland Olympia und F1 gab waren die Menschen begeistert, bei uns wird gejammert, gerechnet und genörgelt... Wir entwickeln uns zu einer Gesellschaft von Spießern, eine noble Vorort-Siedlung mit verkehrsberuhigter Zone wo jeder nach getaner Arbeit das Gartentor zumacht und seine Ruhe haben will - und den Nachbarn verklagt wenn er 10min zu lange den Rasen mäht oder der Hund zu laut bellt! Party, Fortschritt, Prestige? Interessiert uns nicht, nicht in unserer kleinen heilen Welt, da gehts nur darum den Status quo zu erhalten!
Wir gelten gemeinhin als pragmatische Macher aber wir demonstrieren jahrelang gegen einen unterirdischen Bahnhof während die Schweiz einen 50km-Tunnel unter den Alpen baut! Wir verzweifeln an einem Flughafen und Dänemark/Schweden bauen ne Mega-Brücke über dem Öre-Sund... Die Dänen wollen die gleiche Brücke jetzt nach Fehman bauen - weißt Du was die gesagt haben: "Ihr Deutschen kriegt eh nix gebacken, lasst uns das machen und sorgt nur dafür dass ihr die Autobahn dahin fertigbekommt...!"
Wir versinken im Mittelmaß! Formelchen jammert über eine kleine lächerliche Elbphilharmonie und in Dubai bauen die eine ganze Mega-Stadt inklusive Burj Kalifa aus dem Nichts! Und Singapores Marina Bay läßt einen einfach nur mit offenem Mund staunen! Wir werden einfach überrannt mit unserer Spießer-Einstellung!
"Ich bin eher enttäuscht und besorgt, dass es in unserem Land möglicherweise in weiten Teilen eine gewisse Mutlosigkeit gibt, wichtige Zukunftsprojekte konsequent anzugehen. Dies ist beim Bau von Flughäfen, Straßen und Bahnhöfen teilweise zu beobachten. Durch den Fall München gehört jetzt auch die Durchführung von Olympischen Spielen dazu." Das hat der Präsident des IOC vor 2 Jahren gesagt als ein paar Bauern den Traum von Olympia zu Fall brachten weil sie Angst hatten dass sie ihre Kühe zwei Wiesen weiter treiben müßten - und er hat sooooo recht!!!

formelchen hat geschrieben:
Die Mietpreise sind jetzt schon pervers hoch. Und das Beispiel London hat gezeigt, dass es diesbezüglich durch die Olympiade durchaus nochmals einen Schub nach oben geben kann.

Wie gesagt, ich kenne viele Hamburger, die dagegen sind. Viele sind halt der Meinung, dass man sich bei den Kosten für die Elbphilharmonie schon ausreichend krass verkalkuliert hat. Bei den olympischen Spielen könnte das auch passieren.

In London hat sich keiner über Olympia beschwert, die haben es genossen! Ebenso in Sotschi - und denen gehts sicher nicht so toll wie Euch in Hamburg!
Und hört auf ständig über Eure Philharmonie zu jammern, baut sie endlich fertig und seit stolz drauf - geht doch in andern Ländern auch!
"Wir sind beide tolle Fahrer, nur dass der eine mehr Glück hatte, so lange Zeit in einem so guten Auto zu sitzen."

"I'm just trying to race and this sport these days is more about penalties than about racing. "

Beitrag Sonntag, 22. März 2015

Beiträge: 2951
Mav05 hat geschrieben:
In London hat sich keiner über Olympia beschwert, die haben es genossen! Ebenso in Sotschi - und denen gehts sicher nicht so toll wie Euch in Hamburg!

In London gab es ebenso Bedenken bezüglich der Schulden, die man für die Spiele machen musste, außerdem wurde der Umgang mit den London Riots mit Hinblick auf die Spiele ein Jahr später kritisiert. In Sotschi gab es auch Kritik daran, was für Mengen an Geld da in die Hand genommen wurden, um den Ort attraktiv zu machen und ob sich das auszahlen kann.
Solche Bedenken sind keine rein deutsches Phänomen und wenn man sich anschaut, was mit vorherigen olympischen Stätten passiert ist sicherlich auch nicht ganz unbegründet, viel davon liegt jetzt, nur wenige Jahre nach den Spielen brach, die Millionen, die dafür ausgegeben wurden, haben da nichts zur Popularität der Orte beigetragen und hätten bei weitem sinnvoller eingesetzt werden können.
Mav05 hat geschrieben:
Und hört auf ständig über Eure Philharmonie zu jammern, baut sie endlich fertig und seit stolz drauf - geht doch in andern Ländern auch!

Ist das dein Ernst? Das Ding wartet ja nicht seit Jahren auf seine Fertigstellung, weil die Leute keine Lust auf ein Prestigeobjekt in der eigenen Stadt haben, sondern wegen Fehlkalkulationen und erwiesener Inkompetenz beim Bau und der Finanzierung. Wenn sich die Probleme nur durch "aufhören zu jammern, fertig machen und stolz sein" lösen ließen, hätte Hamburg schon lange eine Philharmonie, Berlin einen neuen Flughafen, die Eifel eine rentable, stabile Rennstrecke mit inklusive Großem Preis von Deutschland etc.
Nur ist die Welt eben leider ziemlich oft komplizierter als das. Mangelnder Optimismus für die verschiedensten Dinge ist sicherlich ein Problem, nur wird ihn zu beheben nicht alle anderen Probleme lösen.
R.I.P. Marco Simoncelli
20.01.1987-23.10.2011

Beitrag Sonntag, 22. März 2015

Beiträge: 25491
Mav05 hat geschrieben:
Es ist MEINE EINSTELLUNG dazu dass diese Ansicht ärmlich und peinlich ist - und das hast Du genau so zu akzeptieren!!!
Wir Deutschen rühmen uns eine der größten Industrienationen zu sein und wir bekommen NICHTS auf die Reihe! Als es in Russland Olympia und F1 gab waren die Menschen begeistert, bei uns wird gejammert, gerechnet und genörgelt...


Erstens kann ich mich daran erinnern, dass die Tribünen in Sotschi ziemlich leer waren.

Zweitens gibt es in Russland genug Leid, da hätte man die Milliarden auch sinnvoller Investieren können als in eine neue F1-Strecke oder Olympia.

Drittens sind die Russen für mich persönlich weder Maßstab noch Vorbild. Die finden es ja auch mehrheitlich geil, was Putin in letzter Zeit so treibt. Dieses ganze militärische Machtgehabe finde ich einfach nur peinlich, dumm und ekelhaft.


Mav05 hat geschrieben:
Wir entwickeln uns zu einer Gesellschaft von Spießern, eine noble Vorort-Siedlung mit verkehrsberuhigter Zone wo jeder nach getaner Arbeit das Gartentor zumacht und seine Ruhe haben will - und den Nachbarn verklagt wenn er 10min zu lange den Rasen mäht oder der Hund zu laut bellt! Party, Fortschritt, Prestige? Interessiert uns nicht, nicht in unserer kleinen heilen Welt, da gehts nur darum den Status quo zu erhalten!!


Aha. Ich kann mich an eine Fußball WM vor gut 8 Jahren erinnern, die sehr gut lief und dem Image Deutschlands sehr gut tat. Übrigens ebenso die WM in Brasilien.


Mav05 hat geschrieben:
Wir gelten gemeinhin als pragmatische Macher aber wir demonstrieren jahrelang gegen einen unterirdischen Bahnhof während die Schweiz einen 50km-Tunnel unter den Alpen baut!


Wobei der Tunnel sicher mehr Sinn macht als der fragwürdige Bahnhof für zig Milliarden. Aber wozu differenzieren? :lol:


Mav05 hat geschrieben:
Wir verzweifeln an einem Flughafen und Dänemark/Schweden bauen ne Mega-Brücke über dem Öre-Sund... Die Dänen wollen die gleiche Brücke jetzt nach Fehman bauen - weißt Du was die gesagt haben: "Ihr Deutschen kriegt eh nix gebacken, lasst uns das machen und sorgt nur dafür dass ihr die Autobahn dahin fertigbekommt...!"
Wir versinken im Mittelmaß!


Vielleicht hast du bei dem Beispiel Recht. Deutschlands Schwäche ist die Bürokratie - auch dafür sind wir weltweit bekannt. :wink:

Aber du solltest nicht vergessen, dass Deutschland in anderen Dingen Vorreiter ist und mit gutem Beispiel voran geht.

Welche Industrienation schafft denn den Atomstrom ab und ist bei alternativen Energiequellen vorn?


Mav05 hat geschrieben:
Formelchen jammert über eine kleine lächerliche Elbphilharmonie und in Dubai bauen die eine ganze Mega-Stadt inklusive Burj Kalifa aus dem Nichts!


Bleib mal sachlich. Ich habe nichts gegen die Elbphilharmonie selbst. Aber wenn die tatsächlichen Kosten 10x so hoch sind wie ursprünglich berechnet, dann ist das schon sehr blöd gelaufen und da bin ich wiederrum ja auch auf deiner Seite, dass hier in D vieles schief läuft, gerade bei solchen Großprojekten.

Und genau das nahm ich auch als Anlass für meine Kritik an Olympia.


Mav05 hat geschrieben:
Und Singapores Marina Bay läßt einen einfach nur mit offenem Mund staunen! Wir werden einfach überrannt mit unserer Spießer-Einstellung!


Die haben ja auch die Kohle. Einen Stadt-Staat mit Deutschland zu vergleichen ist eh Blödsinn.



Mav05 hat geschrieben:
"Ich bin eher enttäuscht und besorgt, dass es in unserem Land möglicherweise in weiten Teilen eine gewisse Mutlosigkeit gibt, wichtige Zukunftsprojekte konsequent anzugehen. Dies ist beim Bau von Flughäfen, Straßen und Bahnhöfen teilweise zu beobachten. Durch den Fall München gehört jetzt auch die Durchführung von Olympischen Spielen dazu." Das hat der Präsident des IOC vor 2 Jahren gesagt als ein paar Bauern den Traum von Olympia zu Fall brachten weil sie Angst hatten dass sie ihre Kühe zwei Wiesen weiter treiben müßten - und er hat sooooo recht!!!


In HH ist die Sitiuation aber anders. Da bestimmen keine zwei Bauern, sondern die gesamte Bevölkerung.

Sowas nennt man übrigens Demokratie. :wink:


Mav05 hat geschrieben:
In London hat sich keiner über Olympia beschwert, die haben es genossen!


Und zahlen jetzt pervers hohe Mieten.


Mav05 hat geschrieben:
Ebenso in Sotschi - und denen gehts sicher nicht so toll wie Euch in Hamburg!


Als ob die russische Bevölkerung vorher gefragt wurde. Von einem Volksentscheid wollen wir gar nicht erst sprechen.:lol: :lol: :lol:

Mav05 hat geschrieben:
Und hört auf ständig über Eure Philharmonie zu jammern, baut sie endlich fertig und seit stolz drauf - geht doch in andern Ländern auch!


Sie wird mittlerweile weitergebaut und Ende 2016 fertig. Und ja, sie wird ein neues Wahrzeichen Hamburgs.

Sie sollte ursprünglich 77 Mio. kosten. Am 23. April 2013 verkündete Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz, dass das Projekt die Steuerzahler insgesamt 789 Millionen Euro kosten würde.

Und darauf soll man stolz sein????

Genau deshalb unterstütze ich die Initiative "Nolympia". Sollen sie die Spiele irgendwo ausrichten, wo die Infrastruktur bereits vorhanden ist. Ich bin eh der Meinung, dass die Spiele IMMER in Griechenland stattfinden sollten.
Dieser Beitrag ist automatisch generiert und ohne Unterschrift rechtsgültig.

Beitrag Sonntag, 22. März 2015

Beiträge: 10692
formelchen hat geschrieben:
Erstens kann ich mich daran erinnern, dass die Tribünen in Sotschi ziemlich leer waren.
Zweitens gibt es in Russland genug Leid, da hätte man die Milliarden auch sinnvoller Investieren können als in eine neue F1-Strecke oder Olympia.
Drittens sind die Russen für mich persönlich weder Maßstab noch Vorbild. Die finden es ja auch mehrheitlich geil, was Putin in letzter Zeit so treibt. Dieses ganze militärische Machtgehabe finde ich einfach nur peinlich, dumm und ekelhaft.

Es geht nicht darum ob sie sich Tickets leisten konnten - es geht drum dass sie stolz drauf waren den GP zu bekommen...
Und ja, sie stehen geschlossen hinter der Position ihres Präsidenten sich nicht vom Westen auf der Nase rumtanzen zu lassen - was völlig in Ordnung ist wenn man etwas Hintergrundwissen zu dieser provozierten Krise hat! Ich teile diese Meinung - wie viele die die wahren Tatsachen kennen und sich nicht durch gleichgeschaltete Mainstream-Presse im Westen verblöden lassen...

formelchen hat geschrieben:
Aha. Ich kann mich an eine Fußball WM vor gut 8 Jahren erinnern, die sehr gut lief und dem Image Deutschlands sehr gut tat. Übrigens ebenso die WM in Brasilien.

Ja, und wie Danner schon sagte - für Fußball machen wir alles möglich... Und ohne eine Leitfigur wie Beckenbauer hätten wir wohl nicht mal das auf die Reihe bekommen!

formelchen hat geschrieben:
Wobei der Tunnel sicher mehr Sinn macht als der fragwürdige Bahnhof für zig Milliarden. Aber wozu differenzieren? :lol:

Ja und so lange wir noch philosophieren was mehr und weniger Sinn macht bauen die schon die nächsten drei Tunnel... Einfach mal machen!

formelchen hat geschrieben:
Vielleicht hast du bei dem Beispiel Recht. Deutschlands Schwäche ist die Bürokratie - auch dafür sind wir weltweit bekannt. :wink:

EINE Schwäche unter mehreren - eine andere ist dass jeder meint mitreden zu können - weils ihm vor seiner Haustüre nicht passt oder weil sich ein seltener Mistkäfer dorthin verlaufen hat...

formelchen hat geschrieben:
Aber du solltest nicht vergessen, dass Deutschland in anderen Dingen Vorreiter ist und mit gutem Beispiel voran geht.
Welche Industrienation schafft denn den Atomstrom ab und ist bei alternativen Energiequellen vorn?

Ja klar, aber wenn das Windrad den schönen Ausblick vor dem eigenen Fenster stört schwindet die Begeisterung...

formelchen hat geschrieben:
Bleib mal sachlich. Ich habe nichts gegen die Elbphilharmonie selbst. Aber wenn die tatsächlichen Kosten 10x so hoch sind wie ursprünglich berechnet, dann ist das schon sehr blöd gelaufen und da bin ich wiederrum ja auch auf deiner Seite, dass hier in D vieles schief läuft, gerade bei solchen Großprojekten.
Und genau das nahm ich auch als Anlass für meine Kritik an Olympia.

Und das läuft nur hier schief...? Warum bekommen die anderen Länder das hin?

formelchen hat geschrieben:
Die haben ja auch die Kohle. Einen Stadt-Staat mit Deutschland zu vergleichen ist eh Blödsinn.

Ist Hamburg nicht auch Stadtstaat? Warum ist es Blödsinn frustriert zu sein dass ne Menge anderer Länder einfach was bewegen können und unsere hochgelobte Nation eben nicht?

formelchen hat geschrieben:
In HH ist die Sitiuation aber anders. Da bestimmen keine zwei Bauern, sondern die gesamte Bevölkerung.
Sowas nennt man übrigens Demokratie. :wink:

In München hat das letztenendes auch eine Abstimmung entschieden - was es noch schlimmer macht weil es zeigt dass die Spießer in dieser Demokratie leider in der Überzahl sind... Armes Deutschland!

formelchen hat geschrieben:
Genau deshalb unterstütze ich die Initiative "Nolympia". Sollen sie die Spiele irgendwo ausrichten, wo die Infrastruktur bereits vorhanden ist. Ich bin eh der Meinung, dass die Spiele IMMER in Griechenland stattfinden sollten.

Ja und genau deshalb seid ihr für mich langweilige Spießer die für nichts mehr zu begeistern sind!
"Wir sind beide tolle Fahrer, nur dass der eine mehr Glück hatte, so lange Zeit in einem so guten Auto zu sitzen."

"I'm just trying to race and this sport these days is more about penalties than about racing. "

Beitrag Sonntag, 22. März 2015

Beiträge: 25491
Ganz schön schlecht argumentiert. Nur weil ich gegen Olympia bin, bin ich automatisch ein Spießer??

Weißt du, dann bin ich GERNE ein Spießer. Ich finde es allerdings sehr bedenklich, wenn Meinungen nicht toleriert werden, so wie du es hier praktizierst. Wo das hinführen kann, hat die Geschichte schon mehrfach gezeigt.

Man muss doch nicht zu allem ja sagen. Und mich persönlich interessiert Leichtathletik wirklich gar nicht, was auch mein gutes Recht ist. Ich muss ja auch akzeptieren, dass die Formel 1 der Mehrheit der Bevölkerung am A.... vorbeigeht, ansonsten hätten wir nämlich einen GP.

Und selbst wenn man Olympia Freak ist, sprechen viele rationale Gründe gegen eine Ausrichtung in Hamburg.

Zu deiner Kritik an meinen Aussagen zu Russland: Dazu stehe ich. Russland ist gerade dabei, die Welt in einen neuen kalten Krieg oder gar in den 3. Weltkrieg zu ziehen. Wenn der russische Botschafter in Kopenhagen ganz direkt mit Nuklear-Raketen gegen Dänemark droht, ist das inakzeptabel. Das heißt aber nicht, dass ich das Verhalten der USA und Europas zu 100% korrekt finde, auch da wurden Fehler gemacht. Aber das soll ja nicht ins politische abdriften hier....

P.S. Hamburg ist kein souveräner Staat so wie Singapur.
Zuletzt geändert von formelchen am Montag, 23. März 2015, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitrag Sonntag, 22. März 2015

Beiträge: 0
"Ich will auch mal Spießer werden"

Beitrag Montag, 23. März 2015

Beiträge: 1321
read-only hat geschrieben:
"Ich will auch mal Spießer werden"


Aber nur mit einer Wohnung unter dem Dach. :D)

Wie viel hätte Ecclestone den für ein Rennen am Hockenheimring/Nürburgringland verlangt ?

Beitrag Montag, 23. März 2015

Beiträge: 25491
Bellerophon hat geschrieben:
read-only hat geschrieben:
"Ich will auch mal Spießer werden"


Aber nur mit einer Wohnung unter dem Dach. :D)

Wie viel hätte Ecclestone den für ein Rennen am Hockenheimring/Nürburgringland verlangt ?



Laut einem Bericht auf einer Konkurrenzseite hätte Mercedes 12 Mio. Euro bereitstellen müssen, um den GP in Hockenheim zu realisieren. Da kann man sich ja ungefähr ausmalen, in welchen Regionen der Betrag liegt, den Bernie gefordert hat.
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Beitrag Dienstag, 24. März 2015

Beiträge: 1321
Bei 60.000 Besuchern zu 200€ hätte man die 12.000.000€ doch gehabt. :D)

Aber vielleicht hätte man den Deutschland GP einfach mal auf einer anderen Strecke ausgetragen.
In den 90ern ist auch niemand mehr zur MotoGP nach Hockenheim/Nürburgring gefahren.
Mit dem Wechsel zum Sachsenring hat man ja nichts falsch gemacht, da ist immer noch die Hölle los.

Vielleicht hätte man beim ADAC / AvD / DMSB einfach mal zusammengelegt und wäre 5 Jahre am ESW gefahren.
Mit Polen / Tschechien sind auch Motorsport begeisterte Nationen in der Nähe.
Ob das so einfach geht, weiß ich natürlich nicht. Und ob Ecclestone sich mit 10-12mio zufrieden gegeben hätte auch nicht.
Aber alles wäre besser gewesen, als die Köpfe in den Sand zu stecken und es auf andere zu schieben.

Beitrag Dienstag, 24. März 2015

Beiträge: 0
Ich weiß gar nicht, warum sich so viele darüber beschweren, dass es keinen Deutschland GP geben wird.
Für mich ist das Austragungsland total irrelevant. Im Optimalfall ist die Strecke interessant (was in Hockenheim leider nicht mehr der Fall ist).
Schöne Strecke + interessantes Rennen = toller GP
Austragungsort? Total egal.

Beitrag Dienstag, 24. März 2015

Beiträge: 6675
Bellerophon hat geschrieben:
Bei 60.000 Besuchern zu 200€ hätte man die 12.000.000€ doch gehabt. :D)

Aber vielleicht hätte man den Deutschland GP einfach mal auf einer anderen Strecke ausgetragen.
In den 90ern ist auch niemand mehr zur MotoGP nach Hockenheim/Nürburgring gefahren.


Ich glaub kaum, dass man 60,000 Leute zusammenbekommen haette :D

Ebenfalls muss ich das gleiche sagen. Wenn ich zur F1 fahren wuerde, wuerde ich sicher nicht mehr nach Hockenheim fahren. Nach 10 Jahren alle was geht an der Strecke besucht, ist es nun stinklangweilig fuer mich. Da wuerd ich eher nach Spa oder Monza fahren.
Kimi Raikkonen

Beitrag Mittwoch, 25. März 2015

Beiträge: 45280
Mav05 hat geschrieben:
Es ist MEINE EINSTELLUNG dazu dass diese Ansicht ärmlich und peinlich ist - und das hast Du genau so zu akzeptieren!!!


Gut wenn deine Einstellung ist, dass nur deine Meinung akzeptierbar und alle anderen ärmlich und peinlich sind, dann qualifiziert dich das aber auch selbst.

Mav05 hat geschrieben:
Wir Deutschen rühmen uns eine der größten Industrienationen zu sein und wir bekommen NICHTS auf die Reihe! Als es in Russland Olympia und F1 gab waren die Menschen begeistert, bei uns wird gejammert, gerechnet und genörgelt... Wir entwickeln uns zu einer Gesellschaft von Spießern, eine noble Vorort-Siedlung mit verkehrsberuhigter Zone wo jeder nach getaner Arbeit das Gartentor zumacht und seine Ruhe haben will - und den Nachbarn verklagt wenn er 10min zu lange den Rasen mäht oder der Hund zu laut bellt! Party, Fortschritt, Prestige?


Welche Party, welchen Fortschritt und welchen Prestige haben wir durch den gestrichenen Grand Prix denn verloren? Es kommen immer weniger Zuschauer, das Interesse an der Formel-1 schwindet immer mehr, die Kosten für ein Rennen sind schwindelerregend hoch, das Geld fließt in Taschen, die nicht besonders ruhmreich sind. Würden an der Spitze von Sportarten oder Serien nicht immer so zwielichtige Geschäftsmänner stehen, sähe das vielleicht anders aus. Aber ja, weil dem so ist, kann ich es verstehen, dass man die Meinung vertritt, dass so viel Geld lieber an anderer Stelle besser aufgehoben ist. Das ist weder ärmlich noch peinlich. Du schimpfst doch selbst immer, wie uninteressant die Formel-1 doch ist. Wozu also dafür noch horrende Summen bezahlen?

Mav05 hat geschrieben:
In London hat sich keiner über Olympia beschwert, die haben es genossen! Ebenso in Sotschi - und denen gehts sicher nicht so toll wie Euch in Hamburg!
Und hört auf ständig über Eure Philharmonie zu jammern, baut sie endlich fertig und seit stolz drauf - geht doch in andern Ländern auch!


Keiner hat sich in London und Sotschi beschwert? Bloß weil du deinen Nachbarn nicht am nächsten Stammtisch darüber lästern hörst, muss das nicht zwingend richtig sein. Es gab sehr viel Kritik, gerade in London. Aber gut, man nimmt halt nur wahr, was man wahrnehmen will...

Beitrag Mittwoch, 25. März 2015

Beiträge: 45280
Mav05 hat geschrieben:
Und ja, sie stehen geschlossen hinter der Position ihres Präsidenten sich nicht vom Westen auf der Nase rumtanzen zu lassen - was völlig in Ordnung ist wenn man etwas Hintergrundwissen zu dieser provozierten Krise hat! Ich teile diese Meinung - wie viele die die wahren Tatsachen kennen und sich nicht durch gleichgeschaltete Mainstream-Presse im Westen verblöden lassen...


Na dann schieß mal los, würde mich brennend interessieren, wo ich mich schon wieder hab verblöden lassen?

Beitrag Mittwoch, 25. März 2015

Beiträge: 45280
formelchen hat geschrieben:
Zu deiner Kritik an meinen Aussagen zu Russland: Dazu stehe ich. Russland ist gerade dabei, die Welt in einen neuen kalten Krieg oder gar in den 3. Weltkrieg zu ziehen. Wenn der russische Botschafter in Kopenhagen ganz direkt mit Nuklear-Raketen gegen Dänemark droht, ist das inakzeptabel. Das heißt aber nicht, dass ich das Verhalten der USA und Europas zu 100% korrekt finde, auch da wurden Fehler gemacht. Aber das soll ja nicht ins politische abdriften hier....


Nein, einen dritten Weltkrieg wird es deswegen nicht geben.

Beitrag Mittwoch, 25. März 2015

Beiträge: 45280
Bellerophon hat geschrieben:
Aber vielleicht hätte man den Deutschland GP einfach mal auf einer anderen Strecke ausgetragen.
In den 90ern ist auch niemand mehr zur MotoGP nach Hockenheim/Nürburgring gefahren.
Mit dem Wechsel zum Sachsenring hat man ja nichts falsch gemacht, da ist immer noch die Hölle los.


Ichb glaube nicht, dass ein F1-Rennen auf einer anderen deutschen Strecke wirklich Sinn macht, ich glaube die haben dafür auch gar nicht die Lizensierung.

Beitrag Mittwoch, 25. März 2015

Beiträge: 45280
read-only hat geschrieben:
Ich weiß gar nicht, warum sich so viele darüber beschweren, dass es keinen Deutschland GP geben wird.
Für mich ist das Austragungsland total irrelevant. Im Optimalfall ist die Strecke interessant (was in Hockenheim leider nicht mehr der Fall ist).
Schöne Strecke + interessantes Rennen = toller GP
Austragungsort? Total egal.


Als TV-Zuschauer stimme ich dir da zu. Nur ist es schon so, dass ich der Meinung bin, dass Sportarten vor allem da präsent sein sollen, wo sie auch Fans haben und nicht dort fahren sollen, wo es kein Schwein interessiert. Ich bin allerdings keiner, der die Expansion der F1 nach Asien nicht gut findet. Aber bei gewissen Ländern wie Aserbaidschan und Katar wird man halt schon stutzig, da weiß man halt, worum es das Rennen gibt.

Beitrag Freitag, 27. März 2015

Beiträge: 45280
Der Deutschland-GP wird gestrichen, ein Ersatzrennen gibt es nicht. Die Zeiten von solchen Ersatzrennen sind vorbei, was vor allem mit den Kosten zusammenhängt. F1-Kalenderbaumeister Bernie Ecclestone verlangt inzwischen so viel Geld von den Streckenbetreibern, dass es kaum noch Möglichkeiten gibt, notfalls einzuspringen, falls wie jetzt das Deutschland-Rennen eines aus dem Kalender purzelt.

Ersatzrennen sind heute aber auch deswegen kaum mehr nötig, weil es ohnehin schon so viele WM-Rennen gibt. Geplant waren für 2015 20 Rennen, jetzt sind es halt noch 19 – aber das sind auch deutlich mehr als noch vor 15 bis 20 Jahren, als es zwischen 14 und 17 Rennen pro Jahr gab. Da fiel ein gestrichener Lauf viel mehr ins Gewicht als heute.

Daher wurde oftmals vor der Saison ein Ersatzrennen genannt – und tatsächlich gab es einige Fälle, in denen eine Strecke statt einer anderen geplanten zum Einsatz kam. Vor allem der Europa-GP war oftmals ein solches Ersatzrennen. 1983 wurde der Große Preis von Europa in Brands Hatch ausgetragen, nachdem sich die Pläne eines WM-Laufs in New York nicht in die Realität umsetzen ließen. Gefahren wurde dort erst 1984, allerdings auch nicht mit F1-Boliden, sondern stattdessen machte die IndyCar halt.

Brands Hatch eignete sich als Ersatz für gestrichene Rennen deswegen so gut, weil die meisten Teams in England beheimatet sind und daher ein zweites britisches Rennen vor allem kostengünstig war. Deshalb sprang Brands Hatch 1985 gleich nochmal in die Bresche, als der geplante Grand Prix in Rom nicht verwirklicht werden konnte. Geplante Projekte in New York und Rom – das waren die Schlagzeilen vor wenigen Jahren, aber eben auch schon vor 30 Jahren.

Immer wieder der Europa-GP


Zu Beginn der 90er Jahren boomte dann der Rennsport in Japan. Mit der japanischen F3000-Meisterschaft (die heutige Super-Formula-Series) gab es eine finanziell wie sportlich lukrative neue Formel-Serie, die als Sprungbrett für die Formel-1 diente. Immer mehr japanische Fahrer drängten daher Anfang und Mitte der 90er Jahre in der Formel-1, aber auch zahlreiche Teambesitzer. Daher sollte es 1993 auch ein zweites F1-Rennen in Japan geben: Der Asien-GP sollte auf dem Kurs in Autopolis ausgetragen werden, auf dem heute noch Rennen der Super-GT und Super Formula stattfinden. Aber die F1-Pläne versandeten und stattdessen gab es den legendären Europa-GP in Donington, das in einem reinen Regenchaos endete.

Ein Jahr später wurde der Europa-GP in Jerez ausgetragen – ebenfalls wieder als Notfallmaßnahme, weil sich die geplante Rückkehr des Argentinien-GP in Buenos Aires wegen Streckenmodernisierungsarbeiten um ein Jahr verzögerte. Und 1997 wurde Jerez wieder als Ersatz in den Kalender aufgenommen, wieder als Europa Grand Prix. Das Rennen ging in die Geschichte ein, weil mit den beiden Williams-Fahrer Jacques Villeneuve und Heinz-Harald Frentzen, sowie mit Ferrari-Star Michael Schumacher drei Fahrer im Quali die exakt gleiche und auch noch schnellste Zeit fuhren. Im Rennen selbst kam es zum berühmten Rammstoß von Schumacher gegen Villeneuve in deren WM-Fight, den Villeneuve für sich entschied.

Eigentlich sollte 1997 im portugiesischen Estoril das Finale ausgetragen werden, aber nachdem klar war, dass die Pläne ins Stocken geraten, wurde Jerez als Ersatz bemüht. Treibende Kraft dahinter war vor allem Renault, denn die Franzosen gaben ihre werksseitige Abschiedsvorstellung aus der Formel-1 und wollten das letzte Rennen unbedingt in Europa und nicht in Japan bestreiten, was aber der Fall gewesen wäre, wenn Estoril nicht ersetzt worden wäre.

Beitrag Freitag, 27. März 2015

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2015 wird es erstmals seit 1955 keinen Großen Preis von Deutschland geben. Für ein Land, das den Rekord-Weltmeister stellt, aus dem das aktuell dominierende Team kommt und das teilweise bis zu drei GP-Rennen in einem Jahr ausgetragen hat, ist das natürlich kein gutes Zeugnis. Vor allem hat der Deutschland-GP schon allerhand Geschichten geschrieben.

Vorweg: Der nachfolgende Rückblick auf die Geschichte des Großen Preis von Deutschland soll kein Nachruf sein. Das Rennen wird zurückkehren, schon 2016. Denn der Vertrag mit dem Hockenheimring für 2016 gilt und wird wohl auch eingehalten, denn Hockenheim wollte lediglich die Kosten für 2015 nicht tragen, weil man damit nicht kalkulieren konnte. Seit 2007 wird ja aufgrund der Kosten jährlich abwechselnd auf dem Hockenheimring und auf dem Nürburgring gefahren. In diesem Jahr wäre der Nürburgring an der Reihe gewesen.

Die Geschichte des Deutschland Grand Prix ist auch die Geschichte von herausragenden und besonderen Rennstrecken. Heute gleichen viele Strecken sich wie ein Ei einem anderen, doch in der Historie war das noch ganz anders: Der Hockenheimring war bis 2002 eine Hochgeschwindigkeitsstrecke von der Sorte, von der es heute nur noch den Kurs in Monza gibt: Lange Geraden durch die Wälder Baden-Württembergs unterbrochen von Schikanen und abgerundet mit dem Motodrom ermöglichten hohe Topspeed-Werte.

Immer wieder Sicherheitsbedenken


Der Nürburgring wurde bis 1976 auf der legendären Nordschleife ausgetragen. Sie führt durch die idyllische Eifel, bekam trotzdem mit „Grüner Hölle“ eine weniger idyllische Bezeichnung. Der Begriff wurde 1971 von Jackie Stewart geprägt – und das nach einer Modifikation samt Sicherheitsverbesserungen am Kurs! Aber die mehr als 20 Kilometer lange Strecke hatte es in sich: Sie führte über überhöhte Karussell-Kurven und großen Kuppen, die zu Sprüngen der F1-Fahrzeugen führte, die so jeglichen Bodenkontakt verloren. Das bot natürlich die Möglichkeit für spektakuläre Bilder, aber das war eben auch saugefährlich.

Die Geschichte des Deutschland-GP hat daher auch viele tragische Kapitel. Schon bei der ersten Veranstaltung 1926, die noch nach einer freien Formel und nicht speziell für GP-Fahrzeuge ausgeschrieben war, gab es vier Tote – und es blieben bei weitem nicht die letzten. Besonders berühmt geworden ist der Unfall von Niki Lauda, der heute als Vorstandsvorsitzender des Mercedes-Teams noch immer mit der Formel-1 verbunden ist. Der Österreicher verunglückte 1976 auf dem Nürburgring schwer, es war ein brutaler Feuerunfall, der Laudas Aussehen bis heute zeichnet, der ihn aber nicht am Gewinn zwei weiterer WM-Titel hinderte.

Ironischerweise wollte Lauda, der die Nordschleife 1975 in 6 Minuten 58,6 Sekunden umrundete und damit bis heute den F1-Rekord hält, das Rennen 1976 wegen den Sicherheitsbedenken sogar boykottieren. Doch ein entsprechender Vorstoß in Long Beach beim Lauf zuvor wurde von einigen anderen Fahrern abgelehnt. Es war nicht das erste Mal, dass sich Fahrer gegen die Durchführung des Rennens in Deutschland aussprachen. 1960 wollten sie auch aufgrund des erhöhten Risikos nicht auf dem Avusring in Berlin fahren – deswegen wurde das Rennen kurzer Hand für die Formel-2 ausgeschrieben. Es war bis 2015 das letzte Mal, dass es keinen Deutschland-GP im Rahmen der Weltmeisterschaft gab.

Fangio und Nuvolari brillieren

1959 wurde auch auf dem Avusring gefahren. Auch diese Strecke war ganz besonders: Sie war nichts weiteres als zwei lange Geraden, die auf der einen Seite mit einer Haarnadelkurve, auf der anderen Seite mit einer 43 Grad überhöhten Steilkurve verbunden wurden. Die Kurve wurde damals als Mauer des Todes bezeichnet und auch 1959 stürzte ein Fahrer von dieser Kurve in die Schlucht: Jean Behra erlag daraufhin seinen Verletzungen.

Auf dem Avusring wurde 1926 übrigens auch der erste Deutschland-GP ausgetragen. In den 30er Jahren dominierten die deutschen Teams Mercedes Benz und Auto Union bekanntlich den GP-Sport nach Belieben. Damals gab es sogar drei Läufe in einem Jahr in Deutschland. Zum einen den Deutschland-GP auf dem Nürburgring, zum anderen aber auch das Eifelrennen ebenfalls auf dem Nürburgring und dazu noch das Avusrennen auf der Avus.

Der Deutschland-GP war aber auch immer wieder der Ort, an dem fast schon heldenhafte Rennsport-Leistungen dargeboten wurden. Bekanntestes Beispiel ist der Lauf 1957, bei dem der große Juan-Manuel Fangio beim Boxenstopp durch eine verlorene Radmutter rund 48 Sekunden verlor und das Rennen trotzdem noch gewann: Er startete eine unfassbare Aufholjagd, in der er Runde für Runde den Rundenrekord nach unten korrigierte (unterm Strich sogar um sagenhafte 23 Sekunden!).

Fast noch unfassbarer war die Darbietung von Tazio Nuvolari 1935. Der Italiener fuhr damals für die Scuderia Ferrari, die damals aber noch anders als heute keine eigenen Wagen konstruierte, sondern die Werkseinsätze von Alfa Romeo leitete. Die Boliden waren untermotorisiert und hatten gegen die deutschen Silberpfeile von Mercedes Benz und Auto Union technisch keine Chance. Nuvolari war aber fahrerisch einer der besten Fahrer, die es jemals in der Geschichte gab und so gewann er trotz des unterlegenen Materials und vor allem trotz eines Rückstands von über sechs Minuten, den er sich bei einem verpatzten Boxenstopp einfing. Ganz ähnlich also zu den Ereignissen 1957.

Geplante Strecke in Dresden


Die Ausgabe 1957 hatte übrigens noch eine andere Besonderheit: Damals wurde zur gleichen Zeit nicht nur ein F1-Rennen, sondern auch ein F2-Rennen ausgetragen. Wegen der langen Streckenlänge entschieden sich die Veranstalter, die beiden Rennen gleichzeitig zu starten, damit die Fans mehr Autos zu Gesicht bekamen und nicht mehrere minutenlang zwischen zwei vorbeifahrenden Fahrzeugen warten mussten.

Beinahe wäre der Grand Prix von Deutschland noch auf einer weiteren, vierten Strecke ausgetragen worden. Die Pläne eines Deutschlandsrings in Dresden für den Lauf 1940 waren schon weit fortgeschritten, doch sie wurden von der Zuspitzung im Zweiten Weltkrieg und von der Einstellung aller Rennsportaktivitäten in Europa durchkreuzt. Der bisher letzte Deutschland-GP, der ausgefallen ist, war der von 1955 in Folge der bis heute größten Motorsportkatastrophe beim 24-Stundenrennen von Le Mans mit 84 Toten.

Ansonsten boten die Rennen in Deutschland zahlreiche Storylines. Die aber an dieser Stelle aufzuführen, würde den Rahmen sprengen. Eine kleine Auswahl dieser Geschichte seien aber trotzdem noch kurz erwähnt: 1977 startete Hans Heyer im ATS Ford beim Deutschland-GP, obwohl er für das Rennen gar nicht qualifiziert war. Der Schwindel flog erst auf, als er schon längst ausgefallen war. 1982 prügelten sich Nelson Piquet und Eliseo Salazar, nachdem es beim Überrundungsmanöver zu einer Kollision kam.

Besonders emotional war auch der Premierensieg von Rubens Barrichello 2000 im Ferrari. Der Brasilianer fuhr auf Trockenreifen bei einsetzendem Regen zu einem Sieg, nachdem das Rennen sogar wegen eines demonstrierenden und auf die Strecke laufenden Mercedes-Mitarbeiters neutralisiert werden musste.

Beitrag Samstag, 28. März 2015

Beiträge: 3402
Bernie Ecclestone lässt jetzt den nächsten Hammer fallen und meint, dass Hockenheim keine Garantie für die Austragung eines GP 2016 habe. Da vor ein paar Tagen der Deutschland-GP abgesagt wurde und 2016 Aserbaidschan als Europa-GP in den Kalender aufgenommen wird, wird es für ein Comeback immer enger werden. Mit 21 Rennen hätte man eigentlich mehr GP's, als man geplant hatte. Denn: 20 Rennen pro Saison sind bis jetzt das Maximum. Damit sieht es für den Deutschland-GP in Zukunft nicht gerade gut aus, obwohl man eigentlich einen Vertrag mit Hockenheim für 2016 hat.

Außerdem läuft in diesem Jahr auch der Vertrag für den Malaysia-GP aus. Die Verantwortlichen würden bei der Vertragsverlängerung gerne einen späteren Termin haben, was wohl bedeutet, dass das Rennen wohl im September oder im Oktober stattfinden könnte.

Quelle:

http://www.bild.de/sport/motorsport/ber ... .bild.html

https://www.motorsport-magazin.com/forme ... -kalender/
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Beitrag Samstag, 28. März 2015

Beiträge: 45280
Naja du musst schon auch den Zusammenhang erwägen. Er hat gesagt, er kann kein Rennen bestätigen, weil Verträge oftmals nichts wert sind. Hockenheim hat also demnach keine schlechtere Chance im Kalender zu bleiben als zum Beispiel Australien oder so.

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