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Isle of Man TT 2019: Peter Hickman siegt an Tag 2 doppelt

Peter Hickman hat am Donnerstag auf der Isle of Man zwei Rennen für sich entschieden. Die weiteren Sieger hießen Dunlop, Rutter und Birchall.
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

Motorsport-Magazin.com - Der Donnerstag auf der Isle of Man ist vollgestopft mit Action. Ganze fünf Rennen waren für den Tag angesetzt. Das zweite Supersport-Rennen sowie das Superstock-Rennen konnte Peter Hickman ganz klar für sich entscheiden. Damit reiht er sich ein in eine Reihe von TT-Legenden, die es geschafft haben, drei Rennen in einer Woche zu gewinnen. Bei den Gespannen sicherten sich die Birchall-Brüder den nächsten Sieg, während Michael Dunlop das Lightweight-Rennen und Michael Rutter das TT-Zero-Rennen gewannen.

Hickman holt Supersport-Sieg

Mit knapp zehn Minuten Verspätung eröffnete das zweite Supersport-Rennen den Donnerstag auf der Isle of Man. Am Morgen hatte es eine kleine Verzögerung der Qualifyings gegeben, sodass das Rennen einige wenige Minuten später gestartet wurde. Wie bereits zuvor ging Conor Cummins als erster Pilot ins Rennen, bereits nach Streckenabschnitt 1 der ersten von zwei Runden lag aber erst James Hillier, dann Peter Hickman vorn. Ian Hutchinson stoppte früh im Rennen, um Einstellungen an seinem Bike vorzunehmen. Er blieb unverletzt.

Im weiteren Rennverlauf baute Hickman seine Führung aus. Nach Ablauf von Runde eins führte er mit über zwei Sekunden auf seinen Verfolger Dean Harrison Harrison. Auf der zweiten Runde schrumpfte Hickmans Vorsprung erst deutlich ein, bevor er schließlich drei Sekunden schneller als Harrison die Ziellinie überquerte. Das Podium komplettierte Hillier auf P3.

Birchall-Brüder feiern siebten Sieg in Folge

Wenige Augenblicke nach dem Ende des Supersport-Rennens gingen die Seitenwagen-Piloten in ihr zweites TT-Rennen. Die Birchall-Brüder machten einmal mehr den Anfang und starteten als Erste. Während ihre Verfolger John Holden und Lee Cain zu Beginn noch Zeit auf sie gut machen konnten, legten die Birchalls zum Ende von Runde 1 nach und vergrößerten ihren Vorsprung auf über zehn Sekunden.

In derselben Manier gingen die Führenden auch in die zweite und letzte Rennrunde. Bereits im ersten Streckenabschnitt nahmen sie ihren Verfolgern nochmals drei Sekunden ab, sodass der Vorsprung durch Glen Helen auf 13 Sekunden anwuchs. Auch auf den restlichen Streckenabschnitten nahmen die Birchalls ihren Verfolgern weiter Zeit ab. Mit einem Vorsprung von über 20 Sekunden überquerten sie schließlich als Sieger die Ziellinie. Holden/Cain wurden Zweite vor Peter Founds und Jevan Walmsley, die das Podium komplettierten. Nicholas Dukes und Williams Moralee gaben das Rennen in der Mitte von Runde zwei vorzeitig auf.

Superstock-Sieg geht an Peter Hickman

Als drittes Rennen des Tages startete das Superstock-TT-Race. Unmittelbar vor Rennstart gab Hutchison bekannt, dass er nicht am Rennen teilnehmen wird. Deshalb ging das Fahrerfeld ohne ihn in die drei angesetzten Runden. Wie bereits zuvor startete Cummins als erster Pilot, nach dem ersten Streckenabschnitt war es aber Peter Hickman, der mit einem Vorsprung von über anderthalb Sekunden führte.

Im Laufe der ersten Runde baute Hickman seine Führung weiter aus, während sich Michael Dunlop auf den dritten Rang hinter Harrison vorschob. Am Ende der ersten Runde kamen alle Piloten für einen Stopp in die Pits. Als er die Pitlane verließ, war Hickmans Vorsprung bereits auf über neun Sekunden angewachsen. Hillier kassierte derweil eine 30-Sekunden-Strafe für zu schnelles Fahren in der Pitlane, Dominic Herbertson und Horst Saiger ebenso. Während Harrison zu Beginn von Runde 2 seinen Rückstand auf Hickman ein wenig verkleinern konnte, lag er am Ende von L2 sogar bei 16 Sekunden.

Mit einer massiven Führung ging Hickman damit in die Letzte der drei Runden. Dabei blieb es aber nicht. Mit satten 26 Sekunden Vorsprung entschied er das Rennen für sich. Damit schaffte er den Hattrick und holte drei Rennen in einer Woche. Damit steht er nun in einer Reihe mit TT-Legenden wie Joey Dunlop und Mike Hailwood. Harrison wurde Zweiter, während sich im Duell um Platz drei David Johnson gegen Dunlop durchsetzte. Dean Osborne stürzte auf Runde drei in Appledene, blieb aber offenbar unverletzt.

Dunlop schlägt Coward in der Lightweight TT

Davey Todd startete als erster Pilot in die zwei Runden Lightweight TT. Durch Glen Helen war es aber Dunlop, der mit einem über zweisekündigen Vorsprung auf Jamie Coward die Führung innehatte. Im Streckenabschnitt Ballaugh schied dann John McGuinness unverletzt aus dem Rennen aus, während es Coward im Streckenabschnitt Bungalow gelang, Dunlops Vorsprung auf nur noch 0.2 Sekunden einzudampfen. Am Ende der ersten Runde übernahm er dann sogar die Führung, die er durch Glen Helen auf fast eine halbe Sekunde ausbaute.

Bereits in Ramsey schnappte sich Dunlop die Führung in der Lightweight TT aber wieder zurück und ließ Coward direkt um 1.4 Sekunden hinter sich. Diesen Rückstand verkleinerte Coward zwar bis zur Zieleinfahrt auf 1.2 Sekunden, für den ersten TT-Sieg reichte es bei ihm aber nicht. Stattdessen stand Dunlop zum 19. Mal in seiner TT-Karriere ganz oben auf dem Treppchen. Das Podium komplettierte Lee Johnston.

Michael Rutter gewinnt TT-Zero-Rennen

Als Erster von insgesamt neun Piloten ging Michael Rutter in die eine Runde des TT-Zero-Rennens. Nach Beenden des ersten Streckenabschnitts lag er bereits vier Sekunden vor McGuinness, der auf Rang zwei fuhr. Im Rennverlauf öffnete Rutter eine immer größere Lücke auf seinen Verfolger, die über die Ziellinie auf über acht Sekunden anwuchs. Damit sicherte sich Rutter den siebten TT-Sieg und landete vor Urgestein McGuinness, der Zweiter wurde. Das Podium komplettierte mit einem immensen Rückstand Ian Lougher.


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