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Supersport Australien 2018: Cortese und Krummenacher am Podest

Sandro Cortese mit Traum-Einstand beim Supersport-Debüt in Australien: Podium im Zielsprint. Randy Krummenacher war noch stärker.
von Tobias Ebner

Motorsport-Magazin.com - Traum-Einstand für Yamaha-Pilot Sandro Cortese in der Supersport-WM: Beim WSSP-Rennen in Australien auf Phillip Island fuhr der Deutsche als Dritter auf Anhieb auf das Podest! Damit aus deutschsprachiger Sicht nicht genug. Denn auch Rückkehrer Randy Krummenacher darf als Zweiter auf das Siegertreppchen klettern.

Dabei begann das Rennen für Cortese nicht gerade wunschgemäß: Nach einer Strafe für Bummeln in der Superpole ging es von P7 aus ins Rennen. Am Start lief es wie aus Moto2-Tagen gewohnt, Cortese verlor erst mal ein paar Plätze, kämpfte sich aber bis auf Position acht nach vorne. Nach einigen Runden wurde das Rennen wegen eines Unfalls unterbrochen, Michael Canducci und Hannes Soomer waren involviert.

Den Neustart verschläft Cortese noch mehr, er fällt vom siebten Startplatz diesmal bis an die zwölfte Stelle zurück. Doch der Yamaha-Pilot gräbt Kämpfer-Qualitäten aus und kämpft sich innerhalb von zwei Runden auf P6 nach vorne. Im Kampf um P4 konnte Cortese schließlich Luke Stapleford und Kenan Sofuoglu überholen. In der letzten Runde war er auch an Randy Krummenacher und Federico Caricasulo dran, die sich um P2 stritten. Den Italiener konnte Cortese dabei noch im Zielsprint niederringen und so sein Premierenpodium fixieren.

"Das war ein verrücktes Rennen für mich. Der Start war ein Desaster, ich denke war schon Letzter. Danach habe ich einfach Runde für Runde gepusht. Ich habe alles in meiner Macht stehende getan, um die letzte Kurve vorzubereiten, damit ich in den Windschatten komme. Zum Glück habe ich den Platz im Zielsprint noch gut gemacht", freute sich Supersport-Debütant Cortese nach dem Rennen im Parc-fermé-Interview.

Supersport Australien: Krummenacher vor Cortese im Ziel

Krummenacher beendete das Rennen direkt vor Cortese auf der zweiten Position. Im Gegensatz zum Deutschen konnte der Schweizer sich am Start sogar verbessern. Vom sechsten Startplatz aus ging es direkt um zwei Positionen nach vorne für Krummenacher. In der zweiten Runde zog Krummenacher auch an Kenan Sofuoglu vorbei.

Danach entbrannte ein Zweikampf zwischen Krummenacher und Federico Caricasulo, während ein bis zwei Sekunden weiter vorne Rennsieger und Weltmeister Lucas Mahias seine Runden abspulte. Krummenacher und Caricasulo kämpften rundenlang, immer wieder wechselten die Positionen. Der Kampf blieb bis zur letzten Runde spannend. Am Ende konnte sich Krummenacher behaupten, während der heranstürmende Cortese Caricasulo noch im Sprint zur Ziellinie abfangen konnte.

"Das ist ein großartiger Tag. Lucas hat offensichtlich einen noch besseren Job gemacht als ich. Er war am Anfang so schnell, da konnte ich nicht mithalten. Ich hatte dann einen guten Rhythmus, war aber überrascht, wie schnell das Rennen ist", so Krummenacher.

Höchst erfreulich lief das Supersport-Rennen auf Phillip Island auch für den dritten Deutschsprachigen im Bunde, den Österreicher Thomas Gradinger. Der IDM-Champion 2017 in der Supersport-Klasse lag schon zum Zeitpunkt des Abbruchs auf Platz elf. Nach dem Neustart rangierte Gradinger am Ende des Feldes, kämpfte sich aber Position um Position nach vorne. Am Ende darf Gradinger als Zehnter ein Top-10-Ergebnis bejubeln.


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