Vor über 20 Jahren hat der Cayenne Porsche in eine neue Liga katapultiert. Heute soll er das erneut tun. Der Cayenne wird elektrisch – und bringt gleich die nächste Machtdemonstration mit: Mit bis zu 850 kW (1.156 PS) katapultiert er sich in 2,5 Sekunden auf 100 km/h und das mit einer Reichweite von bis zu 642 Kilometern.

„Der Cayenne Electric zeigt Performance in einer völlig neuen Dimension“, sagt Porsche-CEO Oliver Blume. Das elektrische Power-SUV soll auf der Straße brillieren, im Gelände souverän bleiben und gleichzeitig den Komfort eines Luxus-Reisewagens bieten.

Porsche, Cayenne Electric
Foto: Porsche

Zwei Modelle für den Marktstart

Zum Beginn gibt es den Cayenne Electric und dem Cayenne Turbo Electric. Allradantrieb ist Serie, Launch Control ebenfalls. Der Turbo schießt in 7,4 Sekunden auf 200 km/h, die Spitze liegt bei 260 km/h. Möglich wird das durch ein neu entwickeltes E-Antriebssystem mit Motorsport-Genen: Öl-direktgekühlte E-Maschine für maximale Dauerleistung und Effizienz.

Im Normalbetrieb stehen beim Turbo 630 kW (857 PS) zur Verfügung. Wer mehr will, drückt auf den Push-to-Pass-Knopf, und für zehn Sekunden kommen 130 kW extra dazu.

Porsche, Cayenne Electric
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Der „Einstiegs“-Cayenne kommt mit 300 kW (408 PS) Leistung. Aktiviert man die Launch Control gibt es 325 kW (442 PS) und einen Sprint in 4,8 Sekunden auf 100 km/h.

Laden wie ein Rennteam, rekuperieren wie die Formel E

Mit bis zu 600 kW Rekuperationsleistung gewinnt der Cayenne beim Verzögern Energie zurück – fast so effizient wie ein Formel-E-Bolide. Beim Laden zeigt er, wie Zukunft geht: 390 bis 400 kW DC-Ladeleistung, von 10 auf 80 Prozent Ladestand in unter 16 Minuten. Damit sind rund 325 km Reichweite in nur 10 Minuten nachgeladen. Und als erster Porsche kann er auch kabellos laden: Induktiv mit bis zu 11 kW über einer Ladeplatte.

Porsche, Cayenne Electric
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Porsche-Feeling, neu gezeichnet

Optisch haben die Designer den Cayenne nachgeschärft, ohne seine DNA zu verlieren. Flache Matrix-LED-Scheinwerfer, muskulöse Kotflügel, rahmenlose Türen und ein aerodynamisches Heck mit animiertem Leuchtenband. Damit erreichte man auch einen beachtlichen cW-Wert von 0,25 für ein SUV dieser Größe. Eine aktive Aerodynamik hilft da mit: bewegliche Kühlluftklappen, adaptiver Dachspoiler und bei Turbo-Modellen sogar aktive Aeroblades am Heck. Wer eher abseits der Straßen seinen Spaß sucht, für den gibt es ein Offroad-Paket mit mehr Böschungswinkel, mehr Robustheit und mehr Freiheit für Feldwege und Schotterpisten.

Porsche, Cayenne Electric
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Größer, luxuriöser, digitaler

Der Radstand wächst auf 3,02 Meter, das sind 13 cm mehr als beim Verbrenner-Cayenne. Entsprechend großzügig präsentiert sich der Fond, inklusive elektrisch verstellbarer Rücksitze. Das Ladevolumen wird mit 781 bis 1.588 Liter plus 90-Liter-Frunk angegeben. Dazu gibt es eine Anhängelast von bis zu 3,5 Tonnen.

Porsche, Cayenne Electric
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Im Cockpit findet man einen futuristischen Dreifach-Screen-Verbund mit gebogenem OLED-Flow-Display, 14,25-Zoll-Kombiinstrument und optionalem Beifahrerdisplay. Neu ist ein Head-up-Display mit AR-Technologie, Streaming- und Gaming-Funktionen und ein Voice-Pilot mit echter KI-Konversation. Die neue Flächenheizung wärmt Kontaktflächen statt nur die Sitze und hebt das Interieur auf ein neues Luxus-Level.

Elektropower ohne All-Electric-Zwang

Der Cayenne Electric ergänzt das Portfolio – er ersetzt es nicht. Benziner und Plug-in-Hybride laufen parallel weiter. Porsche bleibt flexibel und kundenzentriert. Wann und zu welchem Preis der neue Cayenne Electric an den Start geht, hat uns Porsche noch nicht verraten.