Seit März 2025 gibt es das Facelift-Modell des Model Y namens Juniper (zu Deutsch Wacholder). Nach einem Rekord-Verkaufsjahr 2023, schwächelte man laut World EV Sales Report 2024 und die Verkaufszahlen gingen weltweit zurück. Um vor allem im niedrigeren Preissektor stark zu bleiben, veröffentlichte man nun das neue Model Y Standard RWD, welches in den USA bereits konfigurierbar ist und dort 39.990 Dollar kostet. Das rund 5.000 Dollar weniger als die bisherige Einstiegsversion, die fortan „Premium RWD“ heißt. Damit rückt der Einstieg in die Tesla-Welt spürbar näher. Doch der Preisvorteil hat seinen Grund: Tesla streicht an vielen Stellen Ausstattung, Komfort und Performance.

Tesla, Model Y, Standard
Foto: Tesla

Während die Reichweite nach US-EPA-Norm von 357 auf 321 Meilen sinkt, bleibt die Einschränkung mit rund zehn Prozent überschaubar. Der Sprint auf 100 km/h dauert künftig 6,8 Sekunden statt 5,4 – kein Beinbruch, wenn man bedenkt, dass das Auto weiterhin 125 mph (rund 200 km/h) schafft. Unter der Karosserie steckt weiterhin die bewährte Plattform, doch bei der Technik und den Extras wurde spürbar der Rotstift angesetzt.

Klarer Schnitt bei Ausstattung und Materialien

Der neue Basis-Tesla spart an vielen Stellen, die im Alltag kaum sicherheitsrelevant sind. Das fängt beim fehlenden Panoramaglasdach an, geht über den Verzicht auf elektrische Spiegel und ein verstellbares Lenkrad bis hin zu schlichteren Scheinwerfern. Auch Fond-Sitzheizung, Radioempfang und Ambientebeleuchtung wurden gestrichen. Statt veganem Leder gibt es nun schlichte Stoffbezüge, und die adaptiven Stoßdämpfer weichen einer einfacheren, passiven Lösung. Farblich wird es ebenfalls überschaubar: Nur Schwarz, Weiß und Grau stehen zur Wahl – und nur Grau ist ohne Aufpreis zu haben.

Tesla, Model Y, Standard
Foto: Tesla

Trotz aller Sparmaßnahmen bleibt die Tesla-DNA erhalten: Das große zentrale Display, die Over-the-Air-Updates und die für die Marke typische Bedienlogik sind weiterhin an Bord. Wer möchte, kann gegen Aufpreis auch hier das optionale „Full Self Driving“-Paket ordern, das in den USA 8.000 Dollar kostet.

Tesla, Model Y, Standard
Foto: Tesla

Europa wartet gespannt auf den Preis

In Deutschland, wo die Zulassungszahlen laut dem KBA 2024 ebenfalls zurück gingen, wird erwartet, dass die Standard-Version rund 39.990 Euro kosten wird – exakt die gleiche Zahl wie in den USA, nur in einer anderen Währung. Das wäre ein Preisvorteil von 5.000 Euro gegenüber der aktuellen RWD-Variante. Die Reichweite dürfte sich laut ersten Schätzungen bei etwa 450 Kilometern nach WLTP einpendeln, also ebenfalls rund zehn Prozent weniger als beim bisherigen Basismodell.

Tesla, Model Y, Standard
Foto: Tesla

Damit läge der neue Tesla auf Augenhöhe mit starken Konkurrenten wie dem VW ID.4 Pro, der rund 563 Kilometer Reichweite bietet und derzeit knapp über 45.000 Euro kostet. Noch günstiger ist der Chevrolet Equinox EV, der in den USA über 300 Meilen Reichweite für rund 35.000 Dollar bietet. Tesla zielt also ganz klar auf das Volumensegment und möchte dort wieder Marktanteile zurückerobern.