Für das kommende Jahr 2025 stellt Toyota ein neues Kompakt-SUV, welches sich über dem Yaris Cross ansiedelt, vor. Der Name des Fahrzeugs ist dabei nicht neu, denn es handelt sich hierbei um die dritte Generation des Urban Cruiser. Manch einer erinnert sich vielleicht noch an die erste Generation, die von 2009 bis 2014 auch in Europa erhältlich war, damals jedoch noch als etwas eigenwilliges Crossover-Modell. Wirklich erfolgreich war der Toyota hierzulande nie: Insgesamt wurden laut dem Kraftfahrt-Bundesamt in Deutschland von 2009 bis 2014 lediglich 4.163 Urban Cruiser zugelassen. Im letzten Modelljahr waren es gar nur mehr 39 Einheiten. Generation Nummer Zwei wurde daraufhin nicht mehr nach Europa geliefert und nur mehr in Indien angeboten. Für 2025 wagt man jetzt einen Neuanfang.

Familiengesicht

Optisch orientiert sich der 4,28 Meter lange Urban Cruiser an der aktuellen Design-Sprache des Herstellers. Markentypisch fällt die Front mit dem sogenannten „Hammerhead-Gesicht“ aus. Ausgestellte Radhäuser, kräftige Schultern sowie ein markantes Heck lassen das kleine SUV robust und stämmig wirken. Für ein gewisses Offroad-Feeling sorgen die dunklen Beplankungen im unteren Bereich des Fahrzeugs. Je nach Ausstattung rollt der Urban Cruiser auf 18- oder 19-Zoll-Leichtmetallfelgen mit Vollradabdeckungen, welche die Aerodynamik verbessern sollen. Je nach Geschmack, lässt sich der kompakte Japaner auch in einer Zweifarbenlackierung mit schwarzem Dach ordern.

Toyota, Urban Cruiser
Foto: Toyota

Schlichtes Interieur, viele Tech-Features

Im Innenraum geht es nüchtern und clean zu. Bei der Materialienwahl setzt man auf dunkle Oberflächen. Für etwas mehr Atmosphäre sorgt die Ambientebeleuchtung mit zwölf verschiedenen Farben. Herzstück des Urban Cruiser ist das digitale Kombiinstrument mit 10,25 Zoll und der 10,1 Zoll große Multimediadisplay, welcher auch für Satellitennavigation und Echtzeitverkehrsinformationen ausgelegt ist. Die Smartphone-Integration erfolgt über Apple CarPlay oder Android Auto. Weiters steht eine App zur Verfügung, mit welcher der Fahrer auf Funktionen, wie den aktuellen Ladestand zugreifen kann. In Sachen Assistenz-Features bietet der Urban Cruiser unter anderem das Pre-Collision Notbremssystem, eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage, einen Spurverlasswarner, einen Spurhalteassistenten, eine 360-Grad-Kamera, den Bergabfahrassistent und einen Trail-Modus bei dem das durchdrehende Rad abgebremst und das Antriebsmoment auf das gegenüberliegende Rad geleitet wird.

Toyota, Urban Cruiser
Foto: Toyota

Ausschließlich Elektro unter der Haube

Klassische Verbrenner-Motoren, wie damals bei der ersten Generation, wird es für den Urban Cruiser nicht mehr geben, sondern nur mehr Elektro-Antriebsstränge. Je nach Wunsch, kann man sich für eine der zwei Batterievarianten entscheiden: Die 49-kWh-Batterie ist ausschließlich mit Frontantrieb erhältlich und an einen 144 PS starken Elektro-Motor gekoppelt. Optional gibt es ein stärkeres 174-PS-Aggregat. Die größere 61-kWh-Batterie kommt mit zwei E-Motoren an den jeweiligen Achsen (Allradantrieb) und einer Systemleistung von insgesamt 184 PS. Je nach Version sind im Urban Cruiser Reichweiten zwischen 300 und 400 Kilometern machbar. Um die Leistung bei kalten Temperaturen zu optimieren, sind alle Versionen immer mit einer Wärmepumpe für die Klimatisierung sowie einem manuell bedienbaren Batterievorheizsystem ausgestattet.

Der neue Toyota Urban Cruiser wird ab Sommer 2025 in Deutschland zu haben sein und auf der Motor Show 2025 in Brüssel sein Debüt feiern. Wer jetzt bis zum Schluss dachte, das Fahrzeug kommt mir irgendwie bekannt vor, der liegt richtig, denn der Urban Cruiser ist das baugleiche Pendant zum neuen eVitara von Suzuki.