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Lynk & Co will Carsharing-Markt mit SUV im Abo aufmischen

Der Autobauer Lynk und Co wird sein Modell 01 zu einem monatlichen Festpreis anbieten. Mit der Flatrate soll der Einstieg ins Carsharing erleichtert werden.
von Maximilian Lucas

Motorsport-Magazin.com - Mit drei Attributen will der chinesische Konzern Geely mit seiner Marke Lynk & Co den europäischen Carsharing-Markt aufmischen: zugängliche Mobilität, stressfrei und unkompliziert. Dabei geht Lynk & Co hört, noch einen Schritt weiter und bietet quasi ein Langzeit-Abo auf seine Autos an.

1998 rollte das erste Auto der Marke mit Sitz in Schanghai vom Band. Seit jeher ist Geely fest auf dem chinesischen Automobilmarkt vertreten und will nun mit Hilfe der Plattform Lynk & Co auch in Europa durchstarten. Gegründet wurde das neue Unternehmen mit Firmensitz in Göteborg im Jahr 2016. Dies ist kein Zufall, denn zum Geely-Konzern gehören auch die Marken Volvo und Polestar. Design und Technik wie zum Beispiel die CMA-Plattform für die Kompaktmodelle kommen ebenfalls von den Schweden.

Den Start für die neue Kampagne macht ein als Vollhybrid oder als Plug-in-Hybrid erhältlicher SUV mit der schlichten Bezeichnung 01. Dieser ist im Kompaktsegment angesiedelt und 4,54 Meter lang. In der Designsprache geht der 01 eigene Wege und man merkt keinerlei Verbindungen zu Volvo-Modellen. Mit klaren Linien und gut gesetzten Akzenten passt der SUV hervorragend auf europäische Straßen. Eine Zwei-Farben-Lackierung sowie interessant gestaltete LED-Leuchtgrafiken vorne und hinten setzen ein klares Statement. Auffallend ist außerdem der schmale und in die Breite gezogene Kühlergrill mit integrierten Scheinwerfern. Auch im Innenraum geht es modern und aufgeräumt zu. Hier findet man einen großen 12,3-Zoll-Touchscreen in der Mittelkonsole und ein volldigitales 12,7-Zoll-Display vor dem Fahrer.

Serienmäßige Komplettausstattung

Der 01 hat alle Extras, die Geely seinen Kunden anbietet und das ohne Aufpreis. Zur Vollausstattung gehören ein Einparkassistent, 18-Zoll- beziehungsweise 20-Zoll-Felgen, ein Navigationssystem und eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik. Des Weiteren findet man ein Panoramadach, eine Metallic-Lackierung, eine automatische Heckklappe, das Premium-Stereosystem, adaptive Geschwindigkeitsregelung und ein kabelloses Laden von Smartphones mit WLAN-Hotspot sowie einen digitalen Schlüssel vor.

Viele Entscheidungen lässt der Autobauer seinen Kunden bei der Ausstattung nicht: Sie müssen sich entscheiden, ob sie ihren zukünftigen 01 in Blau oder Schwarz fahren beziehungsweise als Vollhybrid oder als Plug-in-SUV fahren möchten. Ersteren gibt es mit einer Systemleistung von 197 PS, Zweiteren mit 261 PS. Von 0 auf 100 km/h schaffen es die beiden Versionen in 9,0 und 8,0 Sekunden. Der Topspeed ist bei 190 und 210 km/h erreicht. Eine größere Auswahl wird es für den Kunden nicht geben.

Für 500 Euro pro Monat ist alles inklusive

Entscheidet man sich für einen Lync & Co 01, kann man direkt losfahren. Keine Anzahlung, umständliche Anmeldungen und lange Lieferzeiten stehen dem schnellen Einstieg entgegen. Im Paket für 500 Euro ist die Versicherung, der Service und Support zu jeder Tages- und Nachtzeit inbegriffen. Hierzu zählen beispielsweise auch der Reifenwechsel und die dazugehörige Lagerung. Hat man einmal einen Notfall und muss das Auto tatsächlich tauschen, so drückt man einfach den Hilfe-Knopf und Lynk & Co kümmert sich sofort um die jeweiligen Anliegen.

Das Abo ist monatlich kündbar und braucht man seinen 01 für ein paar Stunden mal nicht, so kann man ihn ganz einfach weitervermieten. Mit diesem Prinzip soll Carsharing noch effizienter und in der Bevölkerung ausgeweitet werden. Falls man den SUV doch kaufen möchte, gibt es diese Option natürlich ebenfalls. 35.000 Euro wird der Vollhybrid und 42.000 Euro der Plug-in-Hybrid kosten, Umweltprämie inklusive. Die Carsharing-Methode funktioniert auch hier ganz unkompliziert.

Es ist noch kein offizielles Startdatum für Deutschland bekannt. Es bleibt also spannend, ob dieses Konzept auch von der breiten Masse angenommen wird und wie praxistauglich dies tatsächlich ist. Im B2B-Bereich für Unternehmen ist es sicherlich eine interessante und innovative Zukunftslösung.