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Audi Q4 e-tron: Mehr Technik als im Space Shuttle

Audi setzt mit dem Q4 e-tron neue Maßstäbe bei der Augmented Reality. Ein 70 Zoll großes Head-up-System trägt zur besseren Orientierung des Fahrers bei.
von Maximilian Lucas

Motorsport-Magazin.com - Mit dem neuen elektrischen Q4 e-tron lässt Audi den Fahrer mittels Augmented Reality noch mehr mit dem Fahrzeug verschmelzen als zuvor. Möglich macht diese Technologie die Picture Generation Unit, welche unter der Instrumententafel des Audis verborgen liegt.

Diese Einheit besteht aus einem LCD-Display und schickt Lichtstrahlen auf zwei Spiegel. Von dort aus gelangen diese dann weiter auf einen konkaven Spiegel mit elektrischer Verstellung. Damit generiert das System verschiedene Symbole für den Nah- und Fernbereich. Diese werden auf die Windschutzscheibe weitergeleitet und erscheinen situativ in einem physikalischen Abstand von bis zu zehn Meter vor dem Fahrer in der Umgebung. Die sogenannte Eyebox integriert die Symbole stets scharf und präzise in die Umwelt.

Das Augmented-Reality-System des Audi Q4 e-tron rundet das virtuelle Erlebnis mit einem zentralen 11,6 Zoll großen MMI-Bildschirm, dem Audi virtual Cockpit für den Fahrer und einer zusätzlichen Sprachsteuerung ab.

Head-up-System ermöglicht bessere Orientierung

Die Fahrer können beim optionalen Head-up-Display zwischen zwei Informationsbereichen unterscheiden. Gewisse Statusinfos wie zum Beispiel Hinweise zu Assistenzsystemen, Geschwindigkeit und Verkehrszeichen werden permanent und optisch näher eingeblendet. Navigationspfeile sowie Start- und Zielpunkte werden dynamisch und ferner in die Umgebung eingespielt. Diese schweben in der Außenwelt und erscheinen mit dem jeweiligen richtigen physikalischen Abstand, um den Fahrer das bestmögliche Gefühl zu geben, wo er einbiegen muss. So kann er besser einschätzen, wie weit eine Kreuzung oder ein Hindernis entfernt ist. Dies ist vor allem bei schlechter Sicht eine große Hilfe.

Foto: Audi

Als Unterstützung dient hier ein schwebender Pfeil, den Audi als 'virtuelle Drohne' bezeichnet. Er fliegt immer voraus und kündigt gewisse Manöver wie Abbiegungen frühzeitig an. So entstehen in der Umgebung vor Einem, mehrere dynamische Pfeile und Aktionspunkte. Auch werden auf diese Weise Begrenzungslinien oder Abstandsmarkierungen visualisiert.

Das Sichtfenster des Head-up-Systems misst aus der Fahrerperspektive in der Diagonale fast 70 Zoll. Das ist industrieweit eines der größten Sichtfenster für AR-Inhalte.

Das Mastermind der Technologie ist der sogenannte AR-Creator. Diese Recheneinheit rendert 60 Frames pro Sekunde und generiert die Anzeigensymbole passend zur Lage der Umgebung. Die Umwelt wird von der Frontkamera, den Radarsensoren und der Stabilisationskontrolle erfasst und an den AR-Creator weitergeleitet. Allein diese Software umfasst laut Audi doppelt so viele Programmiercodezeilen als die erste Version des Space-Shuttles.