ADAC GT Masters

2017 stärkste Saison im ADAC GT Masters für Patric Niederhauser

Patric Niederhauser nach Wechsel zu Aust Motorsport mit starker Punkteausbeute. Der Schweizer setzt Potenzial des Audi R8 LMS regelmäßig um.

Motorsport-Magazin.com - Neues Auto, neues Team, neuer Teamkollege, neues Glück - Patric Niederhauser tauschte 2017 nicht nur seinen Dienstwagen aus, sondern wechselte im ADAC GT Masters auch den Rennstall. Die neue Herausforderung nahm der 26-Jährige aus Kirchdorf nahe Bern dankend an. Im Audi R8 LMS fühlte er sich von den ersten Testfahrten im April in Oschersleben an wohl, einer starken Saison stand also nichts im Weg.

Mit seinem Teamkollegen Dennis Marschall fuhr Niederhauser in einer der weltweit anspruchsvollsten GT-Serien bei sechs von 14 Rennen in die Punkte, dabei verpasste das Duo das Podium auf dem Nürburgring einmal nur knapp. Sein Potenzial untermauerte der Schweizer auch in den Einzelsessions. Eine schnellste Rennrunde und eine Trainingsbestzeit gehen auf das Konto von Niederhauser. Die Saison 2017 schloss der 26-Jährige krönend mit einem Klassensieg beim neunten Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring ab und ist damit der A-Permit für die Nürburgring-Nordschleife einen entscheidenden Schritt näher gekommen.

Patric, hättest du dir nach dem schwierigen Vorjahr erwartet, mit neuem Team und im neuen Auto gleich dermaßen bei der Musik zu sein?
Patric Niederhauser: Erhofft habe ich es zweifellos, aber für mich war die Situation eine ganz neue. Ich habe erstmalig im GT-Sport Auto und Team gewechselt. Deswegen stand ich vor einigen Unbekannten. Aber letztlich war ich extrem positiv überrascht. Denn ich rechnete damit, dass wir zunächst vereinzelt in die Punkte fahren würden und sonst eher um den zehnten Platz kämpfen würden. Dass wir letztlich in der Lage gewesen sind, ganz vorne mitzukämpfen und bei fast der Hälfte der Rennen in die Punkte zu fahren, war schon fantastisch.

Bist du zufrieden mit deinem ersten Jahr im Audi R8 LMS?
Patric Niederhauser: Grundsätzlich ja, auch wenn sogar noch mehr möglich gewesen wäre. Leider hatten wir hier und da etwas Rennpech, was den Sprung auf das Podest verhindert hatte. Mit meiner Leistung bin ich aber sehr zufrieden, auch Aust Motorsport hat durch die Bank einen guten Job abgeliefert. Nach meinem schwierigen ersten Jahr im GT-Sport ist mir damit natürlich ein Stein vom Herzen gefallen. Ich konnte den Leuten zeigen, was in mir steckt, wenn das Material passt.

Welches Rennen aus diesem Jahr wird dir besonders in Erinnerung bleiben?
Patric Niederhauser: Der größte Höhepunkt auf Teamebene war das gesamte Wochenende auf dem Nürburgring. Dort haben wir mit den Plätzen vier und fünf unser stärkstes Saisonergebnis eingefahren. Im ersten der beiden Rennen waren wir stärkster Audi im Feld und außerdem bin ich die schnellste Rennrunde gefahren. Das war fantastisch. Aber auch das erste Qualifying beim Saisonauftakt in Oschersleben, das ich gefahren bin, wird mir sehr positiv in Erinnerung bleiben. Denn meine schnellste Runde im Zeittraining war die schnellste aller Audis im Feld. Als drittes Highlight zählt meine schnellste Runde im ersten Freien Training in Zandvoort. Der Dünenkurs zählt zu den anspruchsvollsten im gesamten Rennkalender.

Du und dein Teamkollege habt gezeigt, dass man mit euch auch 2018 rechnen kann. Was erhoffst du dir für die kommende Saison?
Patric Niederhauser: Ich hoffe natürlich, dass wir auf dem Speed und den Resultaten aufbauen können. In dem Zusammenhang möchte ich auch meinem Teamkollegen Dennis und dem gesamten Team danken. Mir ist grundsätzlich wichtig, dass die Zusammenarbeit passt und man auch auf privater Ebene gut klarkommt. Schließlich verbringt man viel Zeit miteinander. In welcher Fahrerpaarung und für welches Team ich 2018 an den Start gehen werde, ist noch offen. Die Gespräche diesbezüglich sind in vollem Gange.


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