Das 24h-Rennen auf dem Nürburgring geizte schon auf den ersten Metern nicht mit Drama. Denn es dauerte nicht einmal bis zur Einfahrt auf die Nordschleife, ehe sich die Pole Position des #84-Abt-Lamborghinis (Engstler/Bortolotti/Niederhauser) in Luft aufgelöst hatte. Zunächst verlor Mirko Bortolotti mit dem Erlöschen der Startlichter die Führung an das Schwesterauto #130 (Mapelli/Catsburg/Yelloly).
Doch das echte Drama spielte sich in Kurve 1 ab. Denn dort wurde Bortolotti von Daniel Juncadella im Verstappen-Mercedes #3 (Verstappen/Auer/Gounon/Juncadella) leicht am linken Hinterrad touchiert. Ein Schaden, der sein wahres Ausmaß am Ende der Grand-Prix-Strecke zeigte, als der Reifen am Lamborghini ausgangs der letzten Schikane nachgab. Der ehemalige DTM-Champion reagierte geistesgegenwärtig und bog umgehend an die Boxengasse ab. Trotzdem kostete ihn das über zwei Minuten und er fiel bis ans Ende des GT3-Feldes zurück.
Strafe für zweiten Abt-Lamborghini
Das Drama rund um Abt Sportsline war damit aber noch lange nicht vorbei. Denn die Stewards schauten sich den Start des nun führenden #130-Autos nochmal an und stellten fest, dass Marco Mapelli zu früh beschleunigt hatte. Eine Zeitstrafe von 0:32 Minuten war die Folge für den Lamborghini Huracan GT3 EVO2.
Es war nicht der einzige Aufreger rund um Mapelli, denn in der zweiten Runde hatte er bei einem Überrundungsmanöver, bei welchem er sich zwischen zwei langsameren Autos durchgequetscht hatte, eine Berührung zu verzeichnen. Schaden erlitt er dabei aber offenbar keinen. Mapelli saß die Strafe bei seinem ersten Boxenstopp ab und büßte dadurch die Führung ein.
Grello im harten Führungskampf, Verstappen-Auto verliert Plätze im Verkehr
Der erste Nutznießer davon war der #7-Konrad-Lamborghini (Stalidzane/Paul/Engelhart/Lefterov) mit Maximilian Paul am Steuer, der damit die Führung übernahm. Paul setzte sich im ersten Stint nach einem harten Zweikampf gegen den Manthey-Porsche #911 durch. Kevin Estre im Grello hatte den Deutschen in Runde 6 durch ein ultra-aggressives Manöver in der Eiskurve überholt, wurde aber einen Umlauf später aufgrund des besseren Lambo-Topspeeds wieder ausgekontert.
Der Verstappen-Winward-Mercedes #3 beendete den ersten Rennstint beim 24h Nürburgring auf der dritten Position. Juncadella war unmittelbar nach dem Start und dem Lambo-Reifenschaden der erste Verfolger des Abt-Lambos gewesen, doch der Spanier wurde anschließend im Rundenverkehr einmal aufgehalten und musste abbremsen. Dadurch waren Paul im Konrad-Lamborghini und Estre im Grello vorbeigekommen. Nach dem Startstint gab es übrigens den ersten Fahrerwechsel im #3-Mercedes und Max Verstappen übernahm das Steuer von Juncadella.
Ein Opfer der Startphase wurde der #99-ROWE-BMW (Harper/Hesse/S. van der Linde/D. Vanthoor), der auf der ersten Runde in der Dunlop-Kehre nach einer Berührung umgedreht wurde. Der #64-Ford (Maini/Scherer/D. Schumacher/Stippler) erhielt eine Strafe, nachdem er bei einem Überrundungsversuch ein anderes Auto rotiert hatte.



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