24 h Nürburgring

24h Nürburgring 2019: BMW dominiert Qualifikationsrennen

BMW drückt dem Geschehen beim Quali-Rennen zu den 24h Nürburgring 2019 seinen Stempel auf. Die Münchner machen es am Ende aber richtig spannend.
von Tobias Ebner

Motorsport-Magazin.com - BMW feiert beim sechsstündigen Qualifikationsrennen zu den 24h Nürburgring 2019 einen Dreifachsieg. Die Mannschaften von ROWE Racing und Walkenhorst Motorsport machten es dabei äußerst spannend: Erst in der vorletzten Runde fällt das entscheidende Überholmanöver im Kampf um den Sieg.

Die Reihenfolge im Ziel

Mit Christian Krognes, David Pittard und Nick Yelloly hat sich am Ende die Besatzung des BMW M6 GT3 mit der Startnummer 101 durchgesetzt. Zweiter wurde der ROWE-BMW #99 (Krohn / Edwards), das Schwesterauto #98 sah nach einer Strafe von 1:32 Minuten die Zielflagge als Dritter. Die dritte Position hatte zuvor der Manthey-Porsche #911 inne, doch ein langer Reparaturstopp in der letzten Runde warf das Fahrzeug noch auf P19 zurück. Das Ergebnis der Top-10 könnt ihr der folgenden Tabelle entnehmen:

P Fahrer Team-Auto Rd. Gap
1. Krognes / Pittard / Yelloly Walkenhorst-BMW #101 41
2. Krohn / Edwards ROWE-BMW #99 12.624
3. De Phillippi / Blomqvist / Jensen ROWE-BMW #98 3:12.053
4. Dumas / Jaminet / Campbell / Müller Frikadelli-Porsche #31 3:54.810
5. Assenheimer / Bastian / Buurman / Piana Black-Falcon-Mercedes #6 4:08.229
6. Mutsch / Laser / Simonsen Glickenhaus #705 4:36.535
7. Lietz / Makowiecki / Pilet / Tandy Manthey-Porsche #1 4:57.637
8. Fässler / Frey Phoenix-Audi #4 5:54.206
9. Menzel / Liberati / Jöns / Vaxivière KCMG-Nissan #39 6:12.606
10. Buhk / Haupt / Jäger / Stolz Black-Falcon-Mercedes #3 6:15.555

Der Rennverlauf

Assenheimer / Bastian / Buurman / Piana im Black-Falcon-Mercedes #6 sicherten sich im feuchten Top-30-Shootout die Pole-Position. Ihre Siegchancen haben sich schnell in Luft aufgelöst: Noch in der ersten Runde verloren sie die Spitze an den Phoenix-Audi #4, zudem erhielten sie eine Strafe von 36 Sekunden. Fässler / Frey konnten ihr Gastspiel an der Spitze auch nicht lange genießen, da nach gut 20 Minuten zwei BMW an ihnen vorbeizogen.

Das Wetter spielte, wie schon im Top-30-Qualifying, eine tragende Rolle. Anfangs öffnete immer wieder der Himmel seine Schleusen und machte die Sache zu einem Reifenpoker für die Teams. Trotzdem kristallisierte sich relativ bald BMW als die Marke heraus, die es zu schlagen galt. Nach zwei Stunden lag der ROWE-BMW #99 (Krohn / Edwards) in Führung.

Im Anschluss nahm die Marke aus München das Zepter immer mehr in die Hand. Nach vier Stunden lagen drei BMW M6 GT3 an der Spitze. Nur für die BMW von der Schnitzer-Mannschaft und von Falken Motorsport lief es nicht optimal: Die #42 von Schnitzer kam im mittleren Renndrittel beschädigt an die Box, das Team musste sich mit Tape aushelfen. Die #33 von Falken crashte in der zweiten Stunde in Führung liegend.

Im letzten Renndrittel nahm sich einer der Top-3 BMW selbst aus der Entscheidung um den Sieg: Der ROWE-BMW #98 erhielt eine Strafe von 1:32 Minuten wegen Missachtens von Flaggensignalen. Das Schwesterauto #99 führte das Rennen an, doch der Walkenhorst-BMW #101 knabberte immer mehr vom Vorsprung des führenden BMW ab. 20 Minuten vor Schluss folgten die ersten Attacken, doch die ROWE-Mannschaft verteidigte sich mit harten Bandagen. Elf Minuten vor Schluss gelang der Walkenhorst-Truppe das entscheidende Manöver.

Reaktionen vom Podium

Christian Krognes (Platz 1, Walkenhorst-BMW #101): "Das war ein Auf und Ab. Das Rennen ging gut los, und dann hatten wir ein wenig Pech mit einer Code-60-Phase gegen Rennmitte. David und Nick haben aber weiter gekämpft und uns im Rennen um den Sieg gehalten. Man hat mir dann nur noch gesagt, ich soll voll pushen. Die letzten Runden waren sehr intensiv. Unser Auto hatte unglaubliche Traktion, das hat mir sehr geholfen."

John Edwards (Platz 2, ROWE-BMW #99): "Wir haben das Rennen lange Zeit von der Spitze aus beobachtet, und ein paar Runden vor Schluss war das Walkenhorst-Auto einfach zu schnell. Wir haben alles gegeben und waren sehr gut unterwegs heute, aber das Walkenhorst-Auto war einfach schneller. Ich bin keiner, der in den letzten Runden gerne von der Box aus zusieht. Aber ich vertraue Jesse. Wenn es einer von uns kann, dann er. Das war ein wenig enttäuschend, aber wir wollen uns auch auf die 24 Stunden vorbereiten. Ich denke, wir haben da gute Chancen."

Connor De Phillippi (Platz 3, ROWE-BMW #98): "Das war sicherlich eine gute Vorbereitung. Wir haben heute viel über das Auto gelernt. Wir haben gezeigt, dass wir im Trockenen und im Nassen schnell sind, das ist wichtig. Wir hatten heute nicht das reibungsloseste Rennen, aber lieber jetzt als dann bei den 24 Stunden. Dort wollen wir dann zwei Plätze weiter oben stehen."


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