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Oscars 2020: Le Mans 66 räumt doppelt ab

Nach langer Zeit darf sich wieder einmal ein Film mit Motorsport-Bezug über Auszeichnungen bei den Oscars freuen. Le Mans 66 siegt in zwei Kategorien.
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - Historischer Erfolg für den Hollywood-Film 'Le Mans 66 - Gegen jede Regel': Der Film, der das legendäre Le-Mans-Duell 1966 zwischen Ford und Ferrari beleuchtet, räumte bei der 92. Oscar-Verleihung in Los Angeles doppelt ab. In den Kategorien Schnitt und Tonschnitt gewann der Blockbuster, im Original bekannt unter dem Titel 'Ford vs. Ferrari', die begehrte Trophäe.

'Le Mans' war zuvor in vier Kategorien nominiert gewesen: Bester Film, Bester Schnitt, Bester Tonschnitt sowie Bester Ton.

Den Oscar für den Besten Film 2019 errang überraschend 'Parasite'. Die Komödie aus Südkorea gewann damit als erster nicht-englischsprachiger Film in der Geschichte der Oscars in der wichtigsten Kategorie. 'Parasite' räumte insgesamt vier Goldjungen ab und war damit der erfolgreichste Film des Abends.

Hinter 'Parasite' (4 Oscars) und dem Weltkriegs-Epos '1917' (3 Oscars) waren 'Le Mans' und 'Joker' mit Siegen in je zwei Kategorien die erfolgreichsten Filme. Der US-Blockbuster mit Joaquin Phoenix in der Hauptrolle war in elf Kategorien nominiert gewesen.

Für 'Le Mans' stand ein Budget in Höhe von knapp 100 Millionen Dollar zur Verfügung. Eingespielt hat der Film von Regisseur James Mangold weltweit bislang rund 211 Millionen Dollar. In den Hauptrollen spielten Matt Damon als Carroll Shelby und Christian Bale, der Ken Miles verkörperte.

Der von vielen Seiten positiv bewertete Motorsport-Film konnte schon vor den Oscars einige Erfolge verzeichnen. Bei den Golden Globes war Christian Bale als 'Bester Hauptdarsteller - Drama' nominiert. Bei den britischen BAFTAS, die eine Woche vor den Oscars verliehen wurden, war 'Le Mans 66' in den Kategorien für 'Beste Kamera', 'Bester Schnitt' (Sieg) und 'Bester Ton' nominiert.

Nur selten in der Geschichte der Oscars wurden Filme mit Motorsport-Bezug berücksichtigt. 'Rush' aus dem Jahr 2013 oder Steve McQueens 'Le Mans' von 1971 erhielten etwa keine einzige Nominierung. Einige Preise einheimsen konnte John Frankenheimers 'Grand Prix' von 1966 (Bester Schnitt, Bester Sound und Beste Soundeffekte).


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