Formel 1 - Red Bull: Newey wird nicht ersetzt

Baut Newey bald Boote?

Christian Horner spricht über die Zukunft von Adrian Newey bei Red Bull. Der Stardesigner ist im Segelsport heiß begehrt.
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Motorsport-Magazin.com - Adrian Neweys Zukunft ist ungewiss. Red Bulls Stardesigner wird sich künftig Projekten abseits der Formel 1 kümmern, wie das Team im Rahmen seiner mehrjährigen Vertragsverlängerung bekannt gab. Von einer kompletten Abkehr von der Königsklasse könne allerdings keine Rede sein, wie nun auch Christian Horner bestätigte.

"Adrian nimmt eine andere Rolle ein, verabschiedet sich aber nicht vollständig von der F1", so Red Bulls Teamchef. In dieser Saison werde sich Newey komplett um die Formel 1 kümmern: sowohl in der Weiterentwicklung des aktuellen Autos wie auch des Boliden für 2015.

Abschied auf Raten: Adrian Newey - Foto: Sutton

Auflösung in diesem Jahr

"Adrian kümmert sich auch um andere Projekte, die wir später in diesem Jahr vorstellen werden", kündigte Horner weiter an. "Aber wir verfügen über ein sehr starkes und in der Tiefe gut besetztes Team. Wir haben nicht vor, Adrian durch jemand anderen zu ersetzen. Er wird das Team beraten und Hinweise geben. Es ist fantastisch, dass wir Adrian weiter bei uns haben, während sich die Gruppe weiterentwickelt."

Newey soll künftig im entstehenden Technology Centre von Red Bull werkeln - in welcher Form genau, ist unklar. Schon seit Jahren begeistert er sich für die weltberühmte Segelregatta America's Cup - möglich, dass der Brite in Zukunft wirklich an Booten schraubt.

Newey soll Red Bull weiter beraten - Foto: Sutton

Gespräche schon 2013

Erste Gespräche in dieser Richtung gab es bereits im vergangenen Jahr, wie kürzlich bekannt geworden ist. Newey unterhielt sich beim Abu Dhabi Grand Prix 2013 mit Sir Ben Ainslie über ein mögliches Engagement im britischen Segel-Team.

Der Olympia-Sieger gewann den America's Cup im vergangenen Jahr mit US-Team Oracle und führt diesmal das britische Team bei der nächsten Auflage im Jahr 2017 an. Noch nie konnte ein Team aus Großbritannien den seit 1851 ausgetragenen Segel-Klassiker gewinnen. Klingt nach einer passenden Herausforderung für Newey.

"Er möchte uns gern helfen, aber mit der Formel 1 hat er viele andere Verpflichtungen", sagte Ainslie am Montag der BBC. "Wir müssen einfach schauen, wie es sich zeitlich bei ihm in den kommenden Monaten und Jahren ausgeht. Aber er wäre ein riesiger Zugewinn."

Von der Podest-Taucherbrille zumSegelboot-Bauer? - Foto: Sutton

Große Leidenschaft für den America's Cup

Newey hatte in der Vergangenheit nie ein Geheimnis aus seiner Leidenschaft für den Segelsport gemacht und könnte nun mit der britischen Mannschaft zu einem neuen Projekt in See stechen. Geld wäre offenbar vorhanden: Ainslies Team soll über ein Budget von rund 100 Millionen Euro verfügen.

"Es wurde viel darüber geredet, dass sich Adrian unserem Team anschließt", so Ainslie bei der Vorstellung des Projekts, der auch Herzogin Kate Middleton beiwohnte. "Ich habe mich mehrere Male mit ihm getroffen. Er ist ein fantastischer Kerl und der erfolgreichste Designer in der Geschichte der Formel 1. Für das Segeln und den America's Cup empfindet er große Leidenschaft."


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