Formel 1 - Neuer Job: Jetzt spricht Newey

Komplette Rückkehr nicht undenkbar

Adrian Newey wird sich bald zweiteilen: Das Design-Genie konzentriert sich bald nicht mehr ausschließlich auf die Formel 1. Newey erklärt warum.
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Motorsport-Magazin.com - Vor dem an Spektakel kaum zu überbietenden Kanada GP sorgte Red Bull schon für erstes Aufsehen: Der Vertrag mit Design-Genie Adrian Newey wurde verlängert, allerdings nicht in bestehender Weise. Newey wird in Zukunft eine neue Rolle bei Red Bull erhalten, er wird sich vor allem auf neue Projekte im entstehenden Red Bull Technology Center konzentrieren.

"Aber die nächsten Monate werde ich noch voll im Team involviert sein", beruhigt Newey. In dieser Übergangszeit wird neben dem Auto auch an einer neuen Ingenieurs-Struktur gearbeitet. "Wenn ich dann voll in den neuen Projekte stecke, dann trete ich kürzer und nehme so etwas wie eine Beraterrolle ein."

Dieses Quartett wird es bald nicht mehr so geben - Foto: Sutton

Seinen derzeitigen Kollegen würde er dann weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen - "wenn sie Fragen haben oder meinen Rat wollen." Eine Rückkehr zum Vollzeit-Job Formel 1 hält das Genie nicht für ausgeschlossen. "Es ist schon möglich. Ich bin nur an einem Zeitpunkt in meiner Karriere angekommen, an dem ich gerne andere Herausforderungen probieren würde. Was auch immer diese sein mögen."

Man könnte annehmen, die Formel 1 biete ausreichend Herausforderungen. Vor allem mit dem riesigen technischen Umbruch in diesem Jahr. Der 55-Jährige sieht das etwas anders. "Um ehrlich zu sein, sind die aktuellen Regeln in meinen Augen zu stark einschränkend. Das ist schade, denn man kann nur schwer neue Bereiche finden, in denen man sich austoben kann - weil alles so eng gefasst ist."

Sein Traumjob sei es aber immer gewesen, in der Formel 1 als Designer zu arbeiten. "Es war eine fantastische Zeit. Ich habe sie geliebt, aber es war der einzige Job, denn ich je hatte." Nun liege die Herausforderung darin, zu sehen, ob er seine Fähigkeiten auch in anderen Bereichen ausspielen kann.

Reif für die Rente fühlt sich Newey nicht: "Jetzt gibt es einen neuen Reiz, aber all diese Dinge sind vergänglich. Ich bin 55 Jahre alt und noch nicht bereit für den Strand. Also sehe ich mir das jetzt an und sehe, was danach passiert."


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