In der Tourenwagen-Weltmeisterschaft steigt die Spannung. Nach den beiden Läufen in Oscherleben und den Erfolgen von BMW könnte es in der Gesamtwertung kaum enger zugehen: Augusto Farfus liegt nur noch zwei Zähler hinter dem neuen Tabellenführer Gabriele Tarquini, während der amtierende Weltmeister Yvan Muller nach einem unglücklichen Wochenende bis auf den dritten Rang abgerutscht ist.
"In unserer Meisterschaft ist es immens wichtig, konstant Punkte zu sammeln", sagt Farfus. "Das gelingt mir im Augenblick gut. Oschersleben ist überhaupt ein gutes Pflaster für mich. Drei Jahre hintereinander habe ich dort nun jeweils einen Sieg feiern können." In San Marino, wo am kommenden Wochenende die Läufe 19 und 20 stattfinden, könnten es Farfus und seine BMW-Kollegen schwerer haben - die langen Geraden und die engen Schikanen sollten eigentlich die Turbo-Diesel von Seat bevorteilen.
Bei Seat zeigte man sich nach Oschersleben nicht ganz so optimistisch. "Ich bin ein wenig frustriert, denn ich habe nicht die notwendige Pace, um im Rennen gegen meine Rivalen zu kämpfen. Die FIA hat unsere Performance so drastisch reduziert, dass wir gar nichts mehr anrichten können. Oschersleben entspricht unserem derzeitigen Level und daher bin ich sehr glücklich, die Meisterschaft anzuführen", so Tarquini.
Gerade deswegen denkt der Routinier, dass das Rennen in Imola viel härter wird, als noch vor einem Jahr. Damals gewann Yvan Muller den ersten Lauf vor seinem Markenkollegen Rickard Rydell. Im zweiten Rennen überraschte James Thompson mit einem Sieg vor Jörg Müller im besten BMW.

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