Mit eine lupenreinen Doppel-Sieg startete Seat in die WTCC Saison 2008. Im ersten Rennen der Saison triumphierte Yvan Muller vor seinem Teamkollegen Rickard Rydell, womit beide ihre gute Leistung aus der Qualifikation nutzen konnten. Mit einer kämpferischen Fahrt sicherte sich Augusto Farfus bei seinem Heimrennen in Curitiba den dritten Rang, während sich Jörg Müller mit Rang vier zufrieden gab.
Am Start konnten die Seat-Piloten ihren Drehmoment-Vorteil ausnutzen und sich gleich mit drei Piloten an die Spitze des Feldes setzen. Beinahe wäre dem Trio Muller, Rydell und Gabriele Tarquini auch noch Tiago Monteiro gefolgt, der genau im richtigen Moment beschleunigte und schon auf dem Weg nach vorne war - als ihm die erste Kurve zum Verhängnis wurde. Der Portugiese beschädigte sich im Durcheinander die linke Vorderradaufhängung.
Auch die gute Laune der Chevrolet-Crew litt in den ersten Runden. Nicola Larini drehte seinen Markenkollegen Rob Huff in Runde zwei um und blieb selbst auf der Strecke. Auch Huff büßte Positionen ein: statt Siebter war er nur noch Zehnter und einige Runden später gar nicht mehr im Rennen. Während das Safety-Car auf die Strecke geschickt wurde um das Auto von Larini bergen zu können, gab es für Chevrolet die nächste Hiobsbotschaft - Alain Menu, dessen Wagen nach einem Unfall im Zeittraining neu aufgebaut werden musste, gab das Rennen auch in der zweiten Runde auf.
Hinter den drei Seat-Piloten fuhr der Lokalmatador Augusto Farfus beim Neustart auf der vierten Position. Farfus musste sich in den ersten Runden zunächst mit Jörg Müller duellieren, der ihn beim Start die Position wegschnappte. Eine Chance gegen Gabriele Tarquini hatte der Brasilianer anfangs aber nicht. Obwohl er in der letzten Kurve deutlich schneller war als sein Vordermann, konnte Farfus auf der langen Start-Ziel-Geraden selbst im Windschatten nicht mit dem Italiener mithalten.
Erst einen kleinen Fehler von Tarquini in der achten Runde konnte Farfus für ein gelungenes Überholmanöver im Infield nutzen und sich auf die dritte Position nach vorne schieben. Ihm folgte Jörg Müller, der seine Gelegenheit noch im selben Umlauf nutzte und ebenfalls am Leon vorbeiziehen konnte. Kurz vor dem Fallen der Zielflagge musste Tarquini auch den amtierenden Weltmeister Andy Priaulx passieren lassen.
Im zweiten Rennen wird der eigentlich neuntplatzierte Tom Coronel von der Pole-Position starten. Der Seat-Privatier rutschte einen Platz auf, da Jordi Gene von den Rennkommissaren nachträglich eine 30-Sekunden-Strafe bekam. Felix Porteiro, der eigentlich vom ersten Startplatz hätte starten sollen, wird rechts neben Coronel in der ersten Reihe stehen.

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