Wohl noch nicht ganz aussagekräftig ist das Resultat der ersten gemeinsamen Testfahrt der WTCC-Piloten im brasilianischen Curitiba. Beim ersten Aufeinandertreffen im Rahmen des ersten Saisonlaufs setzte sich Augusto Farfus an die Spitze des Feldes. In seinem BMW war der Lokalmatador mit 1:24.704 Minuten nur 0,079 Sekunden schneller als Gabriele Tarquini. Der Italiener war der beste Diesel-Fahrer aus dem Lager von Seat - ihm folgten zwei Teamkollegen. Ryckard Rydell und Jordi Gene platzierten sich auf den Rängen drei und vier, beide mit einem Rückstand von etwa zwei Zehntelsekunden.

Geschlossen präsentierte sich auch das Chevrolet-Trio: Nicola Larini, Alain Menu und Rob Huff kamen unter die besten Zehn. Mit Larini hatte der schnellste Blaue lediglich drei Zehntel Rückstand auf die Spitze des Feldes. Zwischen den Dreien konnten sich die beiden BMW-Asse Andy Priaulx und Jörg Müller einreihen. Als bester Deutscher fuhr Müller eine Zeit von 1:25.174 Minuten eine Zehntel langsamer als der amtierende Weltmeister, der mit 18 Runden die meisten Kilometer zurücklegte.

Eine deutliche Steigerung kann noch von Yvan Muller erwartet werden. Der Franzose war in seinem schnellen Seat Leon fast eine Sekunde langsamer als Augusto Farfus. Eigentlich sollten die Diesel-Fahrzeuge auf der hoch gelegenen Strecke einen deutlichen Vorteil gegenüber der Konkurrenz haben, die mit ihren Benziner auf Grund der sauerstoffarmen Luft deutlich an Leistung verlieren.